So soll der künftige „Steinbachplatz“ aussehen: Die Fläche zwischen den Grünanlagen wird mit Naturstein gepflastert. Grafik: PM

Schöneck

Grünfläche in Kilianstädten wird zum Steinbachplatz

Schöneck. Kilianstädten erhält einen neuen Platz in der Ortsmitte. Nach zwei Jahren Beratung haben sich die Gemeindevertreter am Donnerstagabend auf die Umgestaltung der Grünfläche an der Frankfurter Straße/Ecke Raiffeisenstraße geeinigt. Der neue Platz soll künftig „Steinbachplatz“ heißen.

Von Mirjam Fritzsche

Ursprünglich gab es zwei konkurrierende Vorschläge: Die CDU-Fraktion wünschte sich, dass bis dahin als Bushaltestelle und Park genutzte Areal als Parkplatz umzugestalten, um den örtlichen Einzelhandel zu unterstützen.

Die FDP-Fraktion plädierte hingegen für eine Verweil- und Begegnungsstätte. Im Ausschuss wurde intensiv über die verschiedenen Möglichkeiten gesprochen. Der Ortsbeirat Kilianstädten hatte auf einen kleinen Markt gehofft. Doch seitens der Beschicker gab es kein Interesse. Damit war die Idee vom Tisch.

Keine zusätzlichen Stellflächen

Schließlich setzt sich die Meinung durch, dass die einzige Grünfläche in der Ortsmitte attraktiv gestaltet werden soll – ganz ohne zusätzliche Stellflächen. Parkplätze entlang des Kiosks seien vorhanden, ebenso vor der Bäckerei. Für die Kunden der Metzgerei gebe es Parkmöglichkeiten auf dem eigenen Grundstück.

Am Donnerstagabend fällt die endgültige Entscheidung: Der künftige „Steinbachplatz“ soll zu einem mit Naturpflastersteinen befestigten Platz mit unterschiedlichen Erlebnisbereichen umgemodelt werden. 70 000 Euro kostet die Umgestaltung des etwa 330 Quadratmeter großen Grundstücks. Der verrohrte Steinbach, der auch Namensgeber ist, soll sich zumindest symbolisch widerspiegeln. Dafür wird der Bachverlauf in einer Kontrastfarbe zum Wegpflaster in gleicher Ebene eingearbeitet und in einem leicht tiefergelegten Sprudelstein enden.

Sitzbank geplant

Die Grünflächen werden so bepflanzt, dass der Wechsel der Jahreszeiten erlebbar wird. Der zur Straße hin vorhandene Bergahorn bleibt bestehen. Vorgesehen ist auch eine Sitzbank mit Blick in die schön bepflanzten Hangflächen entlang der Frankfurter Straße, heißt es in der Beschlussvorlage.

Neben zwei Schaukästen wird auf Wunsch der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung europäischer Partnerschaften Schöneck eine kleine Tafel aufgestellt, die als Informationsstelle über die Partnergemeinden dienen soll.

Auch an Menschen mit Rollatoren und Gehstöcken wird gedacht

Die Mehrheit der Parlamentarier hatte dieser Variante im Ausschuss bereits zugestimmt. FDP-Fraktionschefin Anke Pfeil spricht sich jedoch noch für eine kleine Änderung aus. „Das Natursteinpflaster muss so verlegt werden, dass es auch mit Rollatoren befahren und von Menschen mit Gehstöcken genutzt werden kann. Es darf nicht buckelig sein“, betont sie in der Sitzung des Gemeindeparlaments im Bürgertreff Kilianstädten. Schließlich könne man nicht außen herum laufen: Es gibt keinen Bürgersteig.

Lediglich die Grünen stimmen gegen die vorgeschlagene Umgestaltung. Sie halten die Flächenversiegelung für zu groß. „Der Name 'Steinbachplatz' ist hier Programm“, so Rüdiger Klaas.

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