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Erste Reaktionen auf Feierabendmarkt am Bürgertreff Kilianstädten fallen positiv aus

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Berufstätige und Familien nutzten den Markt, der mittwochs von 14 bis 19 Uhr stattfindet, nicht nur zum Einkaufen, sondern auch als Treffpunkt.
Berufstätige und Familien nutzten den Markt, der mittwochs von 14 bis 19 Uhr stattfindet, nicht nur zum Einkaufen, sondern auch als Treffpunkt. © Thomas Seifert

Nach gescheiterten Versuchen am Bürgertreff und auf dem Parkplatz des Rewe-Getränkemarkts an der Uferstraße wagt die Verwaltung einen dritten Versuch, einen Wochenmarkt in Kilianstädten zu etablieren. Der firmiert seit Mittwoch unter dem Namen „Feierabendmarkt“ und erwartet Besucher von 14 bis 19 Uhr, nun wieder auf dem Parkplatz am Bürgertreff.

Schöneck – Die Rückkehr an den alten Standort begründete Mathias Laufer, Fachbereichsleiter Bürgerservice und Ordnungswesen, mit dem gescheiterten Versuch am Rewe-Getränkemarkt, einer politischen initiative der FDP und dem Engagement von Karin Garvey, die mit Beschickern gesprochen hat und diesen die Vorzüge des alten und neuen Standorts geschildert hat.

Weinhändler soll noch dazu kommen

„Entscheidend für eine dauerhafte Etablierung wird aber das Angebot an Essen und Trinken sein“, glaubt der Fachbereichsleiter. Und er hat gute Nachrichten: „Ein Weinhändler mit Ausschank wird in der übernächsten Woche hinzukommen. Kommende Woche wird ausgemessen, welcher Stand von der Größe her passt, und die Woche darauf wird erstmals ein Weinverkauf stattfinden“, kündigte Mathias Laufer an.

Beim neuen Anlauf ist wieder der Feinkosthändler Kuzey dabei, der auch montags am Rewe-Markt zu finden ist. An dessen Stand gibt es mediterrane Köstlichkeiten. Der Vollkorn-Bäcker Mulinbeck ist mit seinen besonderen Backwaren vertreten, und der Metzger Kaufmann bietet unterschiedliche Fleisch- und Wurstwaren an.

Zudem gibt es einen Brathähnchenwagen und einen Imbiss mit Currywurst, Burgern und Pommes. Mehrere Obst- und Gemüsehändler, die gerne einen Stand in Kilianstädten aufgebaut hätten, mussten wegen Personalmangel absagen. „Das ist offensichtlich wirklich ein Problem, Personal für einen Marktstand zu bekommen“, stellte Karin Garvey fest, die in Kontakt zu mehreren potenziellen Beschickern war und weiterhin ist. „Sollte sich jemand angesprochen fühlen, diesen Job übernehmen zu wollen, dann stellt die Gemeinde in meiner Person gerne den Kontakt zu den Händlern her“, betonte Fachbereichsleiter Laufer.

Projekt muss sich noch etablieren

„Momentan ist der Besucherandrang etwas verhalten. Aber gleich nach dem Start um 14 Uhr waren viele Mütter mit ihren Kindern auf dem Markt. Viele haben erst mal interessiert geschaut, welches Angebot der Markt bietet, das Projekt muss sich halt erst mal etablieren. Aber der Standort in der Ortsmitte hier am Bürgertreff mit den Parkplätzen ringsherum ist ideal“, äußerste sich Jonathan Kilb, einer von drei Geschäftsführern des Mulinbeck, im Gespräch mit dieser Zeitung verhalten optimistisch. Er kennt sich mit dem Marktgeschäft aus, war schon bei den ersten beiden gescheiterten Versuchen mit seinem Stand präsent und beschickt am Mittwochvormittag den Markt in Büdesheim. „Die Verlagerung in den Nachmittag und frühen Abend finde ich gut, da haben Berufstätige die Chance, noch einzukaufen, etwas zu essen oder Freunde auf ein Glas Wein zu treffen.“

Am ersten Tag des „Feierabendmarkts“ war es der Sohn von Karin Garvey, der als „Gastronom“ die Besucher mit Getränken versorgte. Während sich der Andrang am Hähnchen- und Würstchenstand in überschaubaren Grenzen hielt, waren die Plätze an den Biertischgarnituren fast alle besetzt und viele Besucher tranken ihren Wein oder Äppler im Stehen. Darunter ein Ehepaar, das den „Feierabendmarkt“ sehr begrüßte. Sie warteten auf zwei weitere Paare, die berufstätig sind und nun in den Genuss kommen, den Markt in aller Ruhe besuchen und sich mit Freunden treffen zu können: „Ich hoffe, das Angebot wird angenommen, denn es ist eine feine Sache und eine gute Mischung von Beschickern.“ (Thomas Seifert)

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