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Bewegungsparcours in Büdesheim und Oberdorfelden kommen

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Fragerunde im Gemeindeparlament: Bürgermeisterin Conny Rück (links), der Vorsitzende der Gemeindevertretung Klaus Ditzel und die Fraktionsvorsitzenden (nicht vollzählig im Bild) stellten sich im Bürgertreff den Fragen von Bürgern. Foto: Fritzsche
Fragerunde im Gemeindeparlament: Bürgermeisterin Conny Rück (links), der Vorsitzende der Gemeindevertretung Klaus Ditzel und die Fraktionsvorsitzenden (nicht vollzählig im Bild) stellten sich im Bürgertreff den Fragen von Bürgern. Foto: Fritzsche

Schöneck. Im Freien turnen können Erwachsene in naher Zukunft in Büdesheim und Oberdorfelden. Dem Schöneck-Rundweg sollen zwei Bewegungsparcours hinzugefügt werden. Das haben die Gemeindevertreter in ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause beschlossen.

Von Mirjam Fritzsche

In der letzten Sitzung vor der Sommerpause ist im Schönecker Gemeindeparlament nochmal fleißig debattiert worden. Beschlossen wurde unter anderem, dem Schöneck-Rundweg zwei Bewegungsparcours hinzuzufügen. Doch zunächst stand eine Premiere an: Vor Beginn der Sitzung stellten sich Bürgermeisterin, der Vorsitzende der Gemeindevertretung sowie die Fraktionsvorsitzenden den Fragen der Bürger.

Zulieferer verfahren sichIm Stuhlkreis um das Podium wurde es eine fast gemütlich Runde. Acht Bürger waren gekommen, um den Politikern ihre Anliegen vorzutragen. So ein Herr aus Büdesheim, der berichtete, dass sich regelmäßig Zulieferer der Firma Autokontor Bayern im Ort verfahren. „Statt auf der Windecker Straße landen sie im Windecker Pfad“, berichtete er. Für 40-Tonner sei die Straße nun wirklich nicht ausgelegt.

Das Problem ist in der Gemeinde seit längerem bekannt, sagte Bürgermeisterin Conny Rück (SPD). Mittlerweile seien auch Schilder aufgestellt, welche auf den richtigen Weg zur Firma weisen sollen. Doch vergeblich. Immer wieder irrten Brummifahrer durch den Ort.

Autokontor Bayern bereits auf den Fehler hingewiesenThorsten Weitzel (CDU) hatte eine Erklärung parat. „Auf der Homepage des Unternehmens steht als Adresse 'Windecker Landstraße', die gibt es aber gar nicht. Und im Navigationsgerät ist die nächste Auswahlmöglichkeit eben 'Pfad' und nicht 'Straße'“. Man habe Autokontor Bayern bereits auf den Fehler hingewiesen und hoffe auf baldige Korrektur.

Auch die weiteren Themen drehten sich vorrangig um den Verkehr. Es ging beispielsweise um zugeparkte Garagenausfahrten und den Verkehrslärm an der B521 in Büdesheim. Werdende Eltern wollten um den Stand des U3-Neubaus in Büdesheim wissen, aus „originärem“ Interesse, wie sie schmunzelnd betonten. Oliver Kuhnert erkundigte sich nach den Plänen für eine Furt als Nidderquerung in Oberdorfelden.

Wiederholung im Herbst geplantRück verwies in beiden Fällen auf den noch nicht genehmigten Haushalt für 2017. Nach 35 Minuten wurde die Fragestunde vorzeitig geschlossen, da alle Fragen beantwortet waren. Im Herbst soll es eine Wiederholung geben.

Nach einer kurzen Pause widmeten sich die Gemeindevertreter der anstehenden Tagesordnung mit 14 Punkten. Nachdem der Ausbau des 2015 eröffneten Rundweges um Schöneck gut vorangekommen ist, stand nun eine wichtige Entscheidung über die dritte Stufe des Ausbaus an. Auf Grundlage eines Entwurfs von Dieter Schulz (SPD) hat die Verwaltung einen Vorschlag für die Standorte zweier Bewegungsparcours in Büdesheim und Oberdorfelden vorgelegt.

Kein weiterer Bewegungspark in KilianstädtenIn Kilianstädten soll es keinen weiteren Bewegungspark geben, da der Ortsteil mit der Regionalparkroute „Hohe Straße“ bereits mit einigen Attraktionspunkten ausgestattet sei. In Oberdorfelden kommt eine Fläche gegenüber des Sportplatzes in der Nähe der Brücke in Frage. Die genaue Auswahl des Standorts und der Geräte soll in Abstimmung mit Sportvereinen und sachkundigen Personen stattfinden.

Standortfrage in Büdesheim verzwicktDie Standortfrage in Büdesheim ist da weitaus verzwickter. Im Februar hatte die WAS-Fraktion bei den Haushaltsberatungen beantragt, Erwachsenen- und Senioren-Trimmgeräte versuchsweise auf dem Spielplatz an der Minets-/Brückgasse aufstellen zu lassen.

Die Verwaltung hält den Standort jedoch aus mehreren Gründen für ungeeignet. Unter anderem werde die Freifläche für das Spielmobil genutzt. Zum anderen sei eine Vermischung von „Spielplatz“ und „Bewegungsparcours“ aus versicherungstechnischen Gründen schwierig. Was, wenn sich Kinder an den Geräten für Erwachsene verletzen? Die stark befahrene Stelle sei als „Sportfläche“ nicht geeignet, wird weiter angeführt. Die Verwaltung schlägt alternativ eine Grünfläche seitlich des Sportplatzes in Richtung Nidder vor.

WAS enttäuscht von StandortverlegungVor allem Eric Schopp (WAS) zeigt sich enttäuscht von der Standortverlegung. „Es war meine Idee, den Spielplatz an der Minetsgasse als Pilotprojekt für einen Treffpunkt aller Generationen zu installieren. Die Sache liegt mir persönlich am Herzen“, betonte er. Schulz warf in die Waage, dass sich der Standort am Sportplatz sogar erweitern lasse.

Anke Pfeil (FDP) verteidigte die Verwaltungsvorlage: „Ich fürchte, dass wir uns an der Minetsgasse nur Probleme schaffen würden.“ Die Mehrheit folgte schließlich dem Entwurf. Vier der fünf WAS-Mitglieder stimmten dagegen.Weitere Berichte aus dem Gemeindeparlament folgen in den kommenden Tagen.

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