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Ein Auto zum Teilen: Carsharing ist jetzt in Schöneck möglich

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Steht am Kilianstädter Bahnhof für Kunden bereit: ein Ford Focus Kombi. Das Carsharing-Projekt wurde bereits vor geraumer Zeit von Ford gemeinsam mit der Deutschen Bahn AG und Flinkster ins Leben gerufen. Foto: Habermann
Steht am Kilianstädter Bahnhof für Kunden bereit: ein Ford Focus Kombi. Das Carsharing-Projekt wurde bereits vor geraumer Zeit von Ford gemeinsam mit der Deutschen Bahn AG und Flinkster ins Leben gerufen. Foto: Habermann

Schöneck. Ein Schlagwort, das sich allmählich immer mehr mit Leben füllt, nicht zuletzt in Zeiten der deutschen Automobilkrise: Carsharing. Das praktiziert auch Ford, gemeinsam mit der Deutschen Bahn AG (DB) und ihrem Produkt „Flinkster“. Nun steht am Kilianstädter Bahnhof ein Ford Focus Kombi für Kunden bereit.

Von Rainer Habermann

Am Freitag war offizielle Übergabe des ersten Ford am Schönecker Bahnhof. Gregor Emmerich vom Bad Vilbeler Autohaus „Auto-Jörg GmbH“ stellte das Carsharing-Konzept vor, das Ford gemeinsam mit Flinkster, dem Corporate-Carsharing-Projekt der DB, seit geraumer Zeit betreibt.

Fahrzeug wird mit Keycard entriegeltBürgermeisterin Cornelia Rück (SPD) hielt die Keycard (deutsch: Schlüsselkarte) an den Scanner hinter der Windschutzscheibe, der den Ford Focus entriegelt und ihn mit seinem Benzinmotor von dannen düsen lässt. Vorausgesetzt, es sind vorher ein paar Formalitäten erledigt.

Rück jedenfalls zeigte sich begeistert: „Wir haben jetzt in Schöneck ein Projekt, das sehr zur allgemeinen Mobilität beiträgt. Wir überlegen gerade, die Parkfläche unmittelbar neben dem Gleiszugang noch deutlicher zu markieren, damit sich keine ‚Fremdparker’ draufstellen.“

Die Gemeinde kassiert auf dem deutlich beschilderten „Logenplatz“ monatlich 25 Euro. Dafür ist der Parkplatz auch exklusiv für Carsharing-Kunden gedacht.

Vor Nutzung muss Anmeldung erfolgenChip rein, und los geht’s – ganz so einfach ist das Carsharing dann doch nicht. Wie Emmerich erläutert, muss vor Nutzung des Ford eine Anmeldung erfolgen, wie auch bei sechs weiteren Fahrzeugen, die das Autohaus – allerdings nicht in Schöneck, sondern in Bad Vilbel – anbietet. Entweder bei Ford oder bei Flinkster.

Mit dieser Anmeldung, die laut Emmerich einmalig 49 Euro kostet, müssen Kopien des Personalausweises und des Führerscheins vorgelegt werden. Dazu muss der Kunde auch in die Ford-Filiale, um seine Keycard entgegenzunehmen. Das Übrige geschieht online per Smartphone-App.

Auch Ganztags- oder Wochentarife möglichDafür muss eine Bankverbindung hinterlegt werden, denn die Kosten – im wesentlichen 0,19 Euro pro gefahrenem Kilometer und ein Stundenpreis von 2,30 Euro (von 22 bis 6 Uhr gibt es eine Ermäßigung, auch sind Ganztages- oder Wochentarife möglich) – werden per Lastschrift oder Kreditkarte gebucht.

Die Preise gelten für den Ford Focus Kombi am Kilianstädter Bahnhof und für weitere kleinere Ford-Modelle in der Bad Vilbeler Niederlassung. Andere Modelle haben höhere Stundensätze. Daran ist schon zu sehen: Das Konzept ähnelt einem Vermiet-Konzept.

Buchung und Bezahlung per Smartphone-AppEs ist aber deutlich flexibler, da das Fahrzeug – falls nicht gerade von einem anderen Carsharing-Nutzer genutzt – Tag und Nacht bereitsteht und per Keycard und App gebucht und benutzt werden kann.

Die vermeintlichen Nachteile – das Auto muss immer zum Standort zurückgebracht werden und ist während der Benutzung natürlich nicht für andere verfügbar – werden durch die Flexibilität sowie die Buchung und Bezahlung per App wieder wettgemacht.

VollkaskoversicherungUnd was passiert bei einem „Parkrempler“? Dafür gibt es eine Vollkaskoversicherung. Allerdings mit 1500 Euro Selbstbeteiligung. Die kann der Benutzer aber durch ein „Sicherheitspaket“ für 90 Euro im Jahr auf 300 Euro senken. Dafür ist wiederum der Sprit bereits in der Kilometerpauschale enthalten.

Im Wagen liegt eine Tankkarte. Bei Erreichen eines Viertels des Tankinhalts vertraut man dem Nutzer, dass er den Tank wieder füllt.

Nachzahlung bei überschrittener MietzeitMan bucht das Carsharing-Fahrzeug immer für einen vorher festgelegten Zeitraum. Kommt man früher zurück, so gibt es eine Vergütung der nicht in Anspruch genommenen Mietzeit. Kommt man aber zu spät, geht es etwas ins Geld. Ford berechnet dann für bis zu 15 Minuten Verspätung 15 Euro, ab einer Viertelstunde 25 Euro.

www.deutschebahnconnect.comwww.ford-carsharing.de

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