Wasser marsch: Nach zwei Erstattungen sinken nun die Gebühren. Ab Januar zahlen die Ronneburger weniger fürs Trinkwasser. Symbolfoto: pixabay

Ronneburg

Wassergebühren sinken in Ronneburg

Ronneburg. Entgegen allen Trends können die Ronneburger die Wasser- und Abwassergebühren deutlich senken. Dies beschloss die Gemeindevertretung.

Von Ulrike PongratzFür einen Kubikmeter Wasser müssen ab 1. Januar 2020 statt bisher zwei Euro nur noch 1,50 Euro bezahlt werden; auch die Abwassergebühren sinken, wenn auch nicht so gravierend, um 15 Cent pro Kubikmeter. Insgesamt, so der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses, Alexander Köhler (SPD), werde eine Modellfamilie mit Durchschnittsverbrauch um fast 70 Euro jährlich entlastet. „Das ist für uns ein sehr erfreulicher Punkt“, so Köhler, „dass wir nach zwei Erstattungen die Gebühren massiv senken können.“ Diese würden sich auf diesem Niveau stabil einpendeln, könnten eventuell weiter sinken.

Zur letzten Sitzung des Jahres der Gemeindevertretung Ronneburg standen immerhin noch zwölf Punkte auf der Tagesordnung.

Neben den obligatorischen Mitteilungen des Gemeindevorstands durch Bürgermeister Andreas Hofmann (SPD) musste das Gremium den Etat beschließen.

Intensive Beratung in den Ausschüssen

Die Eckpunkte und Anträge waren bereits in den Ausschüssen intensiv beraten worden, so dass die Abstimmungen zügig und ohne Gegenstimmen, in der Regel mit Zustimmung aller Mandatsträger, erfolgten. Vorsitzender Jürgen Waitz (SPD) nahm die Sitzung zum Anlass, den Gemeindeparlamentariern für die konstruktive Zusammenarbeit, den Angestellten der Gemeinde Ronneburg und dem Gemeindevorstand für deren Einsatz zu danken.

So wurde auf Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses, der den Haushalt in drei Sitzungen intensiv beraten hat, die Haushaltssatzung einschließlich der Anlagen sowie das Investitionsprogramm und der Finanzplan bis 2023 einstimmig beschlossen.

Der Beschluss enthält kleine, marginale Änderungen, die sich nicht auf die Genehmigungsfähigkeit des Haushaltsplanes auswirken. Alle anwesenden Gemeindevertreter stimmten dafür, kein Haushaltssicherungskonzept zu beschließen. Auch der Forstwirtschaftsplan 2020 sowie die Teilnahme am Forst- und Holzkontor Main-Kinzig/Wetterau, einer interkommunalen Vermarktungsgesellschaft, fanden Zustimmung. Damit sei die Kommune handlungs- und der Haushalt genehmigungsfähig, so Hofmann.

Anhebung der Abfallgebühren

Weniger gerne, aber mit Erhöhung der Deponiegebühren notwendig, beschloss das Gemeindegremium die Anhebung der Abfallgebühren. Man habe im Ausschuss verschiedene Modelle geprüft, sei aber schließlich wieder zum bisherigen zurückgekehrt, so der Tenor. Zum 1. Januar entfallen monatliche Gebühren von 20 Euro für eine 60-Liter-Tonne; 80 Liter kosten 23 Euro, 120 Liter entsprechend 29 Euro. Für eine Tonne mit 240 Liter Abfall muss 2020 48 Euro im Monat bezahlt werden, und ein Container von 1100 Litern kostet 213 Euro bei zweiwöchiger Leerung.

Sehr viel weniger erfreulich ist für die Gemeindevertretung die Änderung der Satzung für die betreuende Grundschule „Die Burggespenster“. Die Gebühren für die Betreuung der Grundschüler werden deutlich angehoben, auf über 300 Euro für eine Ganztagsbetreuung zwischen 7 und 16 Uhr. Dies betreffe nur wenige Kinder, so Köhler, dennoch sei dies für die Gemeindevertreter eine Kröte. In der betreuenden Grundschule können Eltern sehr flexibel Zeiten buchen, aber zu allen Zeiten, vor- und nachmittags, steigen die Kosten.

So wird ab Januar das Betreuungspaket von 11 bis 14 Uhr 123 Euro statt bisher 110 Euro kosten, bis 15 Uhr steigen die Gebühren von 145 Euro auf 162 Euro und bis 16 Uhr von 182 Euro auf 204 Euro. Dabei trügen die Eltern nicht die alleinigen Kosten, die Gemeinde unterstütze die betreuende Grundschule 2020 mit 36 000 Euro. Gehe die Grundschule in den Pakt für den Nachmittag, könnten mit einer Entlastung rechnen.

Ehrenordnung nicht verabschiedet

Nicht verabschiedet wurde die Satzungsänderung der Ehrenordnung. Hier sprach sich vor allem Roland Reidel (CDU) dafür aus, im Sportbereich auch Hessenmeister und nicht wie bislang vorgesehen nur nationale, europäische oder Welt-Titel zu berücksichtigen. Der Punkt wurde in den Ausschuss verwiesen.

Bürgermeister Andreas Hofmann freute sich vor allem über eine Spende der Kulturförderung ‚Wirresmes‘, die eine Holzlokomotive auf dem Spielplatz der Wald-Kita ermöglichte und über die Förderung des Kreises in Höhe von 4500 Euro.

Das Mitteilungsblatt 03/19 beinhaltet neben dem Jahresrückblick den Abfallkalender 2020 und ei-nen Ausblick auf das neue Jahr. Zudem liegt ein Fragebogen der VHS bei, die gerne das Angebot vor Ort erweitern will. Zum Jahresende werde die Gemeinde die Liegenschaften des Tennisclubs übernehmen. Der Umbau des Dorfgemeinschaftshauses Altwiedermus soll im Oktober 2020 beendet sein, während die Baumaßnahmen „Kirchenumfeld“ in Hüttengesäß vermutlich bis 2021 dauern würden.

Hofmann wies auf Termine hin: Die Stadtverwaltung ist vom 24. bis 27. Dezember und 31. Dezember geschlossen; der Weihnachtsmarkt findet am 21. Dezember statt.

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