Ganztagsbetreuung an der Ronneburgschule

Positive Signale nach Gespräch zwischen Gemeinde und Kreis: Übernahme der Mitarbeiterinnen wird angestrebt 

  • Lars-Erik Gerth
    vonLars-Erik Gerth
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Die Wogen scheinen sich langsam zu glätten im Streit um die Ganztagsbetreuung an der Ronneburgschule in Hüttengesäß (HA vom 20. Februar).  

Die Entscheidung von Rektorin Christine Jäger, die Zusammenarbeit mit der städtischen betreuenden Grundschule „Die Burggespenster“ zu kündigen, um bei der Ganztagsbetreuung mit dem Zentrum für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe (ZKJF) des Kreises zu kooperieren, war bei Gemeinde und Eltern auf großen Unmut gestoßen. 

"Burggespenster" sollen übernommen werden, sind sich alle einig

Nun fand ein Gespräch zwischen Bürgermeister Andreas Hofmann (SPD), Christine Jäger, Konrektorin Karen Eull und Friedhelm Duch als Vertreter der ZKJF, der beim Kreis auch für Ganztagsschulausbau zuständig ist, statt. Die von der Gemeinde herausgegebene Pressemitteilung lässt auf ein konstruktives Treffen schließen. Ziel des Gesprächs sei es laut Mitteilung gewesen, zu erörtern, inwiefern das ZKJF die Mitarbeiterinnen der „Burggespenster“ übernehmen kann. 

Betroffen sind nach Angaben der Gemeinde zehn Mitarbeiterinnen mit unterschiedlicher Stundenzahl sowie zwei Reinigungskräfte, die aktuell in der betreuenden Grundschule eingesetzt werden. „Die Burggespenster“ bieten eine tägliche Betreuungszeit von 7 bis 16 Uhr in der Ronneburgschule sowie zusätzlich Ferienbetreuung an. Alle Seiten seien sich laut Gemeinde darüber einig gewesen, dass „die Übernahme der Mitarbeiterinnen bei einem Wechsel der Trägerschaft erreicht werden soll“. 

Dauerhafte Perspektive bieten durch eine Weiterqualifizierung 

Friedhelm Duch berichtete, dass der Main-Kinzig-Kreis darüber hinaus eine Qualifizierung zur Fachkraft zur Betreuung an Grundschulen  anbiete, um nicht-pädagogischen Kräften eine dauerhafte Perspektive zu bieten und die Bezahlung der Kräfte sich nach dem Tarifvertrag richte. Eine mögliche Bewerbungsphase für einen Wechsel der Mitarbeiterinnen wird laut Duch im Februar/März 2021 sein. 

Außerdem wird für die Mitarbeiterinnen am 1. April ein eigenes Gespräch mit ihm angeboten. Alle Beteiligten seien sich auch einig gewesen, dass der Eintritt in den Pakt für den Nachmittag/Ganztag ein Fortschritt für die Schulgemeinde darstelle. „Denn neben erheblich höherer Finanzmittel kommt den Kindern auch mehr Pädagogik zugute sowie mit den Arbeitsgruppen am Nachmittag die Berücksichtigung individueller Interessen“, heißt es abschließend in der Pressemitteilung der Gemeinde.

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