Die Landfrauen und ihre männlichen Begleiter hatten viel Spaß bei ihrer Mehrtagestour im Osten der Republik. Foto: PM

Ronneburg

Ronneburger Landfrauen sind zu Gast in Ostdeutschland

Ronneburg. Nicht etwa alte Pharaonen, wohl aber große Pyramiden konnten die Ronneburger Landfrauen auf ihrem Vereinsausflug Anfang des Monats bewundern. Ziel der mehrtägigen Fahrt, die diesmal turnusgemäß innerhalb der Bundesrepublik verlief, war das vorweihnachtliche Erzgebirge mit seinen geschichtsträchtigen Orten und Plätzen.

Von Ingbert ZachariasAls Ausgangspunkt für ihre Touren und Besuche hatten sich die fast drei Dutzend Landfrauen und ihre sie begleitenden elf „Landmänner“ die Stadt Chemnitz als Zentrum des an der Grenze zu Tschechien gelegenen Gebiets gewählt. Bei einem ersten geführten Bummel durch die „Stadt der Moderne“ konnten sich die Ronneburger Besucher einen ersten Eindruck von der sächsischen Kultur und Lebensweise verschaffen, bevor es am nächsten Tag nach Annaberg, der heimlichen Hauptstadt des Erzgebirges, ging. Der Besuch des dortigen Weihnachtsmarkts, untermalt von vielen Erzählungen über die lokale Volksgeschichte und -kultur, war wie schon am Vorabend der Markt in Chemnitz ein Erlebnis mit bleibenden Eindrücken.

Vieles geboten

Zurück am Ausgangspunkt bot die große Bergparade den Besuchern aus dem Ronneburger Hügelland etwas ganz Besonderes: Rund 600 Berg- und Hüttenleute, begleitet von etwa 300 Berg-Musikern, zogen durch die Stadt bis hin zur Stadthalle, wo die Musiker zum Abschluss der Parade in einem großen Festkonzert ihr Können zeigten. Die hierbei aufkommende vorweihnachtliche Stimmung veranlasste die große Reisegruppe zu einer abschließenden „Lichterfahrt“ mit dem Bus durch die hell erleuchteten Ortschaften der Umgebung. Besonders eindrucksvoll waren auf dieser abendlichen Tour die festlichen Fensterbeleuchtungen mit ihren vielen Schwippbögen; Lichterketten oder Au-ßendekorationen suchte man hier vergebens. Dafür konnten die Ronneburger am Eingang jeder Ortschaft übermannshohe Weihnachtspyramiden bewundern, die – im Kleinformat – während der Advents- und Weihnachtszeit auch in vielen Wohnzimmern zu finden sind.

Angefüllt mit bleibenden Eindrücken aus dieser ostdeutschen Kulturlandschaft ging es am dritten Tag des Ausflugs zurück. Die Landfrauen nutzten allerdings den Heimweg durch Thüringen noch zu einem kleinen Abstecher auf den Weihnachtsmarkt der Hauptstadt Erfurt. Für das kommende Jahr ist wiederum eine Tour in den Osten geplant, dann stehen einige Tage in den geschichtsträchtigen und seenreichen Masuren auf dem Programm.

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