Im ehemaligen Vereinsheim des Tennisclubs trafen sich die Gemeindevertreter mit Bürgermeister Andreas Hofmann vor der Parlamentssitzung zu einer Ortsbegehung. Foto: Axel Häsler

Hanau

Ronneburg: Auf RTC-Anlage soll Familienzentrum entstehen

Ronneburg. Die Sitzung der Gemeindevertretung startete am Donnerstag bereits um 19 Uhr mit einem Ortstermin. Die Gemeindevertreter nahmen in Hüttengesäß das Gebäude und die ehemaligenAußenanlagen des Tennisclubs (RTC) in Augenschein.

Von Ulrike Pongratz

Bereits im Dezember konnte die Gemeinde unter Tilgung der Restschuld von rund 44 000 Euro die Anlage übernehmen. Geplant sei, so Bürgermeister Andreas Hofmann (SPD), die Räume zwischenzeitlich als Ausweichmöglichkeit für das Dorfgemeinschaftshaus „Türmchen“ zu nutzen und gegebenenfalls dort eine Kindergartengruppe unterzubringen.

Familienzentrum und Kita-Neubau möglich

Das Gemeinschaftshaus wird saniert, die Ronneburger Kita „Die kleinen Ritter“ ist an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. Langfristig, so Hofmann, könne das Gelände als Baugebiet ausgewiesen und entwickelt werden. Man könne sich Familienzentrum und Kita-Neubau vorstellen. Um dieses Ziel verfolgen zu können, hat der Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss unter anderem die Fläche zur Änderung im Flächennutzungsplan (FNP) vorgeschlagen.

Sie soll zukünftig als Fläche für Gemeinbedarf ausgewiesen werden. Eine Liste von insgesamt 17 Änderungsvorschlägen hat der Ausschuss in mehreren Sitzungen und Ortsbegehungen zudem intensiv beraten und der Gemeindevertretung als Empfehlung in parzellenscharfen Karten vorgelegt. Mit neun Ja-Stimmen und vier Enthaltungen werden die kommunalen Planungsände-rungen im regionalen FNP nun an die zuständigen Be-hörden weitergeleitet.

Reuterspfad wird zum Wohngebiet

Bereits einen Planungsschritt weiter ist die Gemeinde Ronneburg am Reuterspfad. Dort wurde einmütig die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschlossen. Das Gebiet Reuterspfad in Altwiedermus soll als allgemeines Wohngebiet entwickelt werden. Öffentlichkeit und Behörden werden gemäß des Verfahrens beteiligt. Der Aufstellungsbeschluss wird ortsüblich bekannt gegeben.

Die Gemeinde Ronneburg ehrt traditionell Bürger, die sich in besonderer Weise in der Kommunalpolitik, in sozialen, kirchlichen, kulturellen oder ähnlichen Bereichen engagieren. Eine Nadel in Bronze, Silber oder Gold erhalten zudem Sportler, wenn sie nationale oder internationale Titel erreichen.

Ordnung für Ehrungen überarbeitet

Die hierfür zugrunde liegende Ehrenordnung der Gemeinde wurde in den Ausführungsbestimmungen überarbeitet und von den Gemeindevertretern einstimmig beschlossen. Vorschlagsrecht haben Vereine und Verbände, bei zusätzlichen besonderen Leistungen kann der Gemeindevorstand zudem über eine Ehrung entscheiden.

Nicht nur bei individuellen besonderen Verdiensten wird die Lage unübersichtlicher, sondern auch im Bereich des sozialen, sportlichen und kulturellen Engagements organisieren sich Menschen nicht nur unbedingt in Vereins- und Verbandsstrukturen. Die Gemeinde freue sich über Aktivitäten von nicht eingetragenen Gruppierungen und Initiativen, so Bürgermeister Hofmann, deshalb wolle man die Satzungen zur Nutzung der Dorfgemeinschaftshäuser sowie des Fallbachhauses dahingehend anpassen.

Die Satzungsänderung der Benutzungs- und Gebührenordnung für die Gemeinschaftshäuser und Mehrzweckeinrichtungen soll in den kommenden Monaten im Ausschuss Dorfentwicklung intensiv beraten werden. Im Blick bleiben soll dabei vor allem die vorhandene Gastronomie, die man mit einem zusätzlichen und günstigen Raumangebot nicht unter Druck setzen wolle.

Vorstand einstimmig entlastet

Zum Ende der Sitzung konnten die Gemeindevertreter den Vorstand einstimmig entlasten: Der Endbericht des Rechnungsprüfungsamts zum Jahresabschluss 2017 lag vor; die Zahlen belegten für diesen Zeitraum eine positive Entwicklung der Ronneburger Finanzen. Die nächste Sitzung der Gemeindevertretung ist für Donnerstag, 26. März, um 20 Uhr im Fallbachhaus vorgesehen.

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