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Ronneburg lotet Wohnmöglichkeiten für Senioren aus

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Neben der Senioren-Dependance „Haus Ronneburg“ mit ihren Hausgemeinschaften wird in Ronneburg geprüft, ob auch betreutes Wohnen alleine oder zu zweit an anderer Stelle möglich ist. Foto: Pixabay
Neben der Senioren-Dependance „Haus Ronneburg“ mit ihren Hausgemeinschaften wird in Ronneburg geprüft, ob auch betreutes Wohnen alleine oder zu zweit an anderer Stelle möglich ist. Foto: Pixabay

Ronneburg. Erst im letzten Jahr ist die Senioren-Dependance „Haus Ronneburg“ mit Tagespflege in Hüttengesäß eröffnet worden. Nun wird in der Gemeinde Ronneburg überlegt, an anderer Stelle Möglichkeiten für ein betreutes Wohnen anzubieten. Wo und wann dies ermöglicht werden könnte, ist allerdings noch völlig offen.

Von Hannah Pompalla„Das betreute Wohnen könnte als Ergänzung zum Dependance-Modell, und nicht als Konkurrenz, geschaffen werden“, betonte Andrea Bassermann (SPD), die eine Prüfung der Möglichkeiten durch den Gemeindevorstand in einem Antrag eingereicht hat, in der Gemeindevertretersitzung.

Sie erläuterte, dass sie in ihrer früheren Position als Hauptamtsleiterin eng mit dem Projekt Senioren-Dependance in Ronneburg verbunden gewesen sei. Dadurch und aus privaten Gründen habe sie sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt.Kleine Siedlung mit PflegedienstZudem stellte die einen Antrag auf die Prüfung von Fördermöglichkeiten bei der Ausweisung von Wohngebieten für barrierefreies Wohnen. Dies betrifft den Wohnraum selbst wie auch Eingänge durch Aufzüge. „Dann könnten die Menschen auch im hohen Alter im vertrauten, sozialen Umfeld bleiben“, sagte die jetzige Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses. Zudem sei die Möglichkeit des betreuten Wohnens für die Kommune als Wohnstandort außerordentlich wichtig und attraktiv.

Beide Anträge wurden einstimmig angenommen. „Mit dem Betreuten Wohnen könnten wir wie mit der Dependance einen weiteren Bedarf stillen“, sagte Bürgemeister Andreas Hofmann. Dem Sozialdemokrat schwebt hierbei bereits seit längerer Zeit eine kleine Siedlung mit einem Pflegedienst vor.Standortfrage muss noch geklärt werden Die Wohnheiten könnten für zwei Personen 60, für einen Bewohner 45 Quadratmeter betragen. Die exakte Größe werde sich nach dem Bedarf richten. Der Standort sei jedoch noch völlig offen, sagte der Rathauschef im Gespräch mit unserer Zeitung. Auch der soziale, gemeinschaftliche Charakter solle hierbei eine wichtige Rolle spielen.

Hofmann zeigte sich zuversichtlich: „Früher hieß es noch: 'Ich lasse mich nur aus dem Sarg aus meinem Haus hinaus tragen'. Vor zehn Jahren wäre auch die Tagespflege noch auf eine breite Ablehnung gestoßen. Heute hat sich da die Sichtweise schon sehr geändert. Es ist eine neue Akzeptanz und Offenheit entstanden“, sagte er. So könnte Hofmann zufolge eine neue Lebensqualität gewonnen werden, wenn man aus dem zu groß gewordenen Haus, nachdem die Kinder ausgezogen sind, in ein kleineres Objekt zieht.

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