So soll es aussehen: Ansicht des neuen Gästehauses. Visualisierung: CNK Planungsgesellschaft Hanau

Ronneburg

Neues Gästehaus am Jugendzentrum: Kreis investiert 1,2 Millionen

Ronneburg. Vor 45 Jahren wurde das Jugendzentrum Ronneburg seiner Bestimmung übergeben. Viele Hunderttausend Besucher haben seitdem die Einrichtung genutzt. Die Auslastung ist hoch. Nun soll das JZR durch einen Neubau ergänzt werden.

„Das umfassende und ausgewogene Angebot des Jugendzentrums Ronneburg bildet die Basis für weiterhin positive Belegungs- und Gästezahlen auch in der Zukunft“, sieht Kreisbeigeordneter Matthias Zach als Vorsitzender der Betriebskommission des Eigenbetriebes Jugend- und Freizeiteinrichtungen des Main-Kinzig-Kreises die Einrichtung im Ronneburger Hügelland für die Zukunft bestens gerüstet. „In den vergangenen zehn Jahren wurden, auch in Folge einer gezielten Investitionspolitik, die besten Belegungsergebnisse der Einrichtung in ihrer mehr als 45-jährigen Geschichte erzielt“, erläutert Betriebsleiter Reinhold Walz.

„So konnten wir auch im Jahr 2017 mit exakt 29 541 Übernachtungen wiederum ein hervorragendes Belegungsergebnis erzielen. Das entspricht einer Auslastung der vorhandenen Kapazitäten von 91,18 Prozent. Darüber hinaus wurde die Einrichtung 2017 von 25 721 Tagesgästen aufgesucht, die das vielfältige Angebot des Hauses wie beispielsweise das öffentliche Schwimmbad und die Saunalandschaft sowie die sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen, aber auch die Veranstaltungsräume für Seminare und Workshops nutzten.“

EntwicklungspotenzialDennoch hat das Jugendzentrum aus Sicht der beiden Verantwortlichen durchaus noch weiteres Entwicklungspotenzial. Mit dem im Jahr 2016 neu eröffneten Röhrenhotel wurden Übernachtungen im Jugendzentrum auch erstmals für Einzelpersonen und Kleingruppen von bis zu zehn Personen ermöglicht.

Dieser Leitgedanke findet in diesem Jahr mit einem weiteren Projekt seine konsequente Fortsetzung. „Im März beginnen die Bauarbeiten an einem zusätzlichen, dem dann immerhin sechsten, Gästehaus auf dem Weißen Berg“, erläutert Zach. Das künftige Gästehaus F wird mit einem Investitionsvolumen von 1,2 Millionen Euro auf der Grundfläche der ehemaligen und nicht mehr benötigten Personalwohnhäuser errichtet.

Die Kapazität des eingeschossigen Gästehauses wird sich auf 16 Plätze in acht Doppelzimmern belaufen. Alle Gästezimmer sind mit Dusche und WC ausgestattet. Zusätzlich soll in Form von Zusatzbetten weiteren drei bis vier Personen ansprechende Übernachtungsmöglichkeiten geboten werden. Ein multifunktionaler Mehrzweckraum mit etwa 70 Quadratmetern und ein ansprechender Aufenthaltsbereich (etwa 30 Quadratmeter) mit vorgelagerter Terrasse runden das Angebot ab.

Mit der Planung für das Gästehaus F wurde der Hanauer Architekt Ulrich Wagner von der Planungsgesellschaft CNK beauftragt.

Barrierefreiheit„Sinnvoll ist diese Investition insbesondere auch aufgrund der Tatsache, dass es sich bei dem Neubau um ein barrierefreies Gebäude handelt, denn keines der bisherigen Gästehäuser erfüllt diese Vorgabe.

Alle Räumlichkeiten befinden sich auf einer Ebene, sodass das Jugendzentrum künftig auch Menschen mit Beeinträchtigungen ein adäquates Übernachtungs- und Tagungsangebot unterbreiten kann, in dem sie nicht auf weitere Hilfsmittel wie etwa Treppenlifte angewiesen sind. Darüber hinaus können künftige Übernachtungsgäste natürlich auch das umfangreiche Freizeitangebot auf dem Gelände des Jugendzentrums bis hin zur Turnhalle und dem Hallenbad nutzen“, ergänzt der Kreisbeigeordnete.

„Das Gebäude wird sich mit seiner kompakten und eingeschossigen Bauweise harmonisch in den Gebäudebestand des Jugendzentrums auf dem Weißen Berg in Neuwiedermuß einfügen“, ist sich Betriebsleiter Walz sicher.

Die Bauzeit soll sich auf etwa ein Jahr belaufen, sodass die ersten Übernachtungsgäste voraussichtlich im März 2019 begrüßt werden können. rb

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