Die Stadtwerke Gelnhausen hatten ihre Trinkwasserbar aufgestellt. Dort konnten Besucher einen kleinen Test unternehmen: Kommt das Wasser aus der Leitung oder aus der Flasche? Foto: Ingbert Zacharias

Ronneburg

Jahresempfang in Ronneburg ist gleichermaßen Tag der offenen Tür

Ronneburg. „Ein schöner Jahresempfang bei gutem Wetter – wenn es nur nicht so heiß wäre“, meinte am Sonntagnachmittag der Ronneburger Bürgermeister Andreas Hofmann mit Blick auf die gut 150 Gäste, die sich auf Einladung der Gemeinde auf dem Rathausvorplatz in Hüttengesäß eingefunden hatten.

Von Ingbert Zacharias

Glücklicherweise sorgten die dort stehenden hohen Lindenbäume für ausreichenden Schatten, sodass die Besucher den von den Ronneburger Landfrauen organisierten Kaffee und Kuchen zumeist sonnenfrei genießen konnten.

Hofmann begrüßte bei der Eröffnung des Jahresempfangs, der auch zugleich ein „Tag der offenen Rathaustür“ war, insbesondere die Neubürger, die erst seit Kurzem in der Gemeinde am Fuße der alles überragenden Burg wohnen. „Wir machen allen das Angebot, sich hier und heute ausgiebig zu informieren, wer in der Gemeindeverwaltung was macht und somit direkter Ansprechpartner ist“, sagte Hofmann nicht nur in Richtung der neuen Einwohner, sondern auch zu allen anderen Gästen.

Vertreter der hohen Politik

Unter diesen begrüßte der Rathauschef insbesondere den MdB Dr. Sascha Raabe und den MdL Christoph Degen (beide SPD) als Vertreter der hohen Politik sowie den Ersten Hauptkommissar Rainer Kraus als Chef der für Ronneburg zuständigen Polizeistation Hanau-Land. Hofmann zeigte sich zufrieden über die Anwesenheit und das Engagement der Vereine, Verbände und Organisationen, die den Jahresempfang zum Anlass für eine Präsentation genommen hatten.

Neben dem Spielmanns- und Fanfarenzug Ronneburg, der mit drei gekonnten Stücken sein vielgerühmtes Können zeigte, traten die Ronneburger Landfrauen mit ihrer ebenfalls weithin bekannten Line-Dance-Gruppe dreimal in Aktion, wenn auch – wegen der enormen Hitze – ohne ihre markanten Cowboyhüte.

Mit Informationsständen vertreten waren der im 150. Jubiläumsjahr stehende Volkschor Hüttengesäß, die Kinder- und Jugendpflege der Gemeinde, das Energieunternehmen EAM, die Sparkasse Hanau sowie die Stadtwerke Gelnhausen. Letztere hatten ihre „Trinkwasserbar“ aufgebaut und boten dort allen Gästen ein normales Leitungswasser als erfrischendes Getränk an – sowohl natürlich-pur als auch mit Kohlensäure versetzt.

Thomas Schlegel als technischer Leiter des Unternehmens erstaunte dabei die Gäste der Bar mit der Aussage, dass das Wasser der Gemeinde aus den Brunnenanlagen des Ronneburger Hügellandes kommt und nicht, wie oft behauptet, aus dem Vogelsberg. Für die Gemeindeverwaltung standen unter anderem das Schiedsamt sowie das Ortsgericht Rede und Antwort, soweit zu deren Tätigkeitsfeldern Fragen gestellt wurden.

Zufriedenheit der Gäste

Die Gäste des Jahresempfangs zeigten sich mit dem Leistungsangebot der Gemeindeverwaltung sehr zufrieden. „Unser Rathaus ist für jede aufkommende Frage immer ein kompetenter Ansprechpartner“, meinte Martina Bender aus Hüttengesäß, auch mit Blick auf die gute Wohnqualität in der Gemeinde. Ebenso zufrieden äußerten sich Aminata aus Guinea und Yodit aus Eritrea; die beiden aus Afrika gekommenen jungen Frauen leben seit Jahresbeginn – unter guter Betreuung – als Neubürger in Ronneburg.

Zum Ende der Veranstaltung ließ es sich Bürgermeister Hofmann nicht nehmen, verdiente und erfolgreiche Einwohner seiner Gemeinde mit einer Auszeichnung zu ehren. Zunächst war dies Doreen Vennekamp zugedacht, die als Sportschützin in der jüngeren Vergangenheit wieder große Erfolge auf internationaler Ebene erzielt hatte, aber leider nicht anwesend sein konnte.

Sehr überrascht war dagegen Gudrun Dammbach, die vom Rathauschef mit einem Präsent für ihre umfassende Tätigkeit und Mithilfe in den verschiedensten Vereinen und Organisationen Ronneburgs geehrt wurde.

Vom ganzen offiziellen Teil der Veranstaltung bekamen die auf dem Rathausvorplatz anwesenden Kinder am wenigsten etwas mit. Für sie hatte die ebenfalls präsente Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde ein provisorisches Planschbecken aufgebaut, das der Ronneburger Nachwuchs ergiebig nutzte – wohl auch etwas zum Leidwesen der vielen Erwachsenen, die gelegentlich einen sehnsüchtigen Blick in Richtung des wilden Geplantsches warfen.

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