Ständig wurde der Scheiterhaufen von den Mitgliedern der Ronneburger Feuerwehr "gefüttert". Foto: Ingbert Zacharias

Ronneburg

Erste Christbaumverbrennung: Premiere bei der Kinderfeuerwehr

Ronneburg. „Die Burg steht in Flammen!“ Dieses Bild bot sich am Samstagnachmittag gelegentlich dem Betrachter, als die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr die am Vormittag eingesammelten Weihnachtsbäume auf der Lehnswiese in Altwiedermus den Flammen übergaben.

Von Ingbert ZachariasDas feurige Spektakel ging unter dem Motto „Erste Christbaumverbrennung der Kinderfeuerwehr Ronneburg“ über die Bühne. Die Eltern des Feuerwehr-Nachwuchses hatten hierzu einen kleinen Rahmen-Event organisiert und versorgten mit Glühwein und Kinderpunsch sowie heißen Würstchen die zahlreich an-wesenden Wehrleute und Gäste. Los ging es um 15 Uhr, als der erste kleine Baumhaufen von einem erwachsenen Feuerwehrmann fachmännisch in Brand gesteckt wurde. Die Mädchen und Jungen durften sich aus Sicherheitsgründen nicht am ständigen „Füttern“ des großen Scheiterhaufens beteiligen, aber gelegentlich einen Baum aus dem mehrere Hundert Christbäume starken Vorratshaufen holen und in sicherem Abstand zum Verfeuern durch die erwachsenen Wehrleute bereitlegen.

Gut 80 Ronneburger schauten dem großen Feuerspektakel zu, das durch die hoch lodernden Flammen und die gelegentliche dichte Rauchsäule schon von Weitem zu sehen war. Die Gäste mussten einigen Abstand halten, so groß war teilweise die von der Brandstelle ausgehende Hitze. „Man glaubt gar nicht, wie schnell so ein Baum in Flammen aufgeht“, erklärte Peter Malnaric, der stellvertretende Ronneburger Wehrführer, das schnelle Abbrennen der Bäume. „Dafür sind vor allem die schon nach kurzer Standzeit entstehende Trockenheit im Geäst und die im Baum vorhandenen Harze verantwortlich.“ Man sollte, um die Gefahr eines Brandes gar nicht erst aufkommen zu lassen, auf die Bestückung des Baumes mit echten Kerzen verzichten und lieber auf eine elektrische Lichterkette oder kabellose LED-Kerzen zurückgreifen.

Vergessene Lichterkette am Baum

Apropos Lichterkette: Offenbar hatte jemand vergessen, beim Abschmücken die mehrere Meter lange Elektrobeleuchtung von seinem Christbaum zu entfernen. Gerade in dem Moment, als das Gehölz in die Flammen wandern sollte, erkannte einer der Wehrleute das Deko-Stück und brachte es in Sicherheit. Ob die vor dem Flammentod gerettete Kette überhaupt noch brauchbar ist oder als defekt und nutzlos am Baum verblieben war, konnte vor Ort auf die Schnelle nicht geklärt werden.

Zumindest für die anwesenden Feuerwehr-Kids war das Weihnachtsbaumbrennen ein weiterer spannender Erfahrungspunkt in ihrer Ausbildung zu Feuerwehrmann oder -frau. Über fehlenden Nachwuchs brauchen sich die Ronneburger Wehrleute keine Sorgen zu machen. „Wir haben bereits im letzten Jahr kurz nach den Sommerferien eine zweite Kinder-Gruppe ins Leben gerufen, da der Zulauf von interessierten Kindern sehr groß war“, freute sich Katharina Kleinert, die für die Betreuung der Kinderfeuerwehr-Gruppe zuständig ist und auch mit dem Gesamtverlauf des kleinen Christbaum-Events recht zufrieden war.

Als am späten Nachmittag die Sonne ihre letzten Strahlen auf die im Hintergrund über allem wachende Ronneburg warf, bot sich den Zuschauern ein imposantes Spektakel: Durch die hoch auflodernden Flammen des großen Scheiterhaufens war schemenhaft die Burganlage mit ihrem hoch aufragenden Turm zu erkennen und bot den Betrachtern ein beinahe unwirkliches Bild. Nach dem Motto „Die Burg steht in Flammen!“.

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