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Dorfgemeinschaftshäuser sollen attraktiver werden

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Neuer Schwung für die Dorfgemeinschaftshäuser: Das Türmchen in Altwiedermus (Bild) und die Alte Schule am Eisick in Neuwiedermuß sollen in Zukunft intensiver genutzt werden. Die Bürger sollen über das Nutzungskonzept mitentscheiden und möglichst viele Ideen einbringen. Archivfoto: Kleine-Rüschkamp
Neuer Schwung für die Dorfgemeinschaftshäuser: Das Türmchen in Altwiedermus (Bild) und die Alte Schule am Eisick in Neuwiedermuß sollen in Zukunft intensiver genutzt werden. Die Bürger sollen über das Nutzungskonzept mitentscheiden und möglichst viele Ideen einbringen. Archivfoto: Kleine-Rüschkamp

Ronneburg. Frischer Wind soll durch die Dorfgemeinschaftshäuser Türmchen in Altwiedermus und die Alte Schule am Eisick in Neuwiedermuß wehen. Die Aussichten stehen nicht schlecht, beide Häuser attraktiver zu machen beziehungsweise zu modernisieren. Doch dies wird nicht ohne das Mitwirken der Bürger gehen.

Von Torsten Kleine-Rüschkamp

Derzeit werden die Häuser nicht ausreichend genutzt. Weil die Gemeinde gute Erfahrungen mit der Dorferneuerung gemacht hat, will sie nun einen weiteren Schritt unternehmen. Die Umgestaltung des Außengeländes des Türmchens wird mit Landesmitteln aus dem Dorferneuerungsprogramm bezuschusst. Immerhin trägt das Land mit 40 000 Euro fast die Hälfte der Kosten von insgesamt rund 86 000 Euro.Für die Aufwertung der beider Dorfgemeinschaftshäuser möchte die Gemeinde sich um Mittel aus dem Dorferneuerungsprogramm bewerben. Doch zunächst muss für beide Häuser Vorarbeit geleistet werden. „Fördermittel werden aber nur gewährt, wenn die Einrichtungen entsprechend genutzt werden. In beiden Fällen ist die Nutzung überschaubar. Damit liegt es an uns, uns den beiden Häusern anzunehmen“, sagte Bürgermeister Andreas Hofmann (SPD).Professioneller CoachUm mit den Bürgern über ein künftiges Nutzungskonzept ins Gespräch zu kommen, hat die Gemeinde mehrere Termine anberaumt. In der ersten Phase steht Patricia Ortmann, professioneller Coach für Ehrenamtsprozesse, zur Verfügung.Für das Türmchen Altwiedermus sind diese drei Termine festgelegt worden:Samstag, 11. Februar, 9.30 bis 13 UhrSamstag, 11. März, 14 bis 17.30 UhrSamstag, 22. April, 9.30 bis 13 UhrFür die Alte Schule am Eisick in Neuwiedermuß sind diese drei Treffen terminiert worden:Samstag, 11. Februar, 14 bis 17.30 UhrSamstag, 11. März, 9.30 bis 13 UhrSamstag, 22. April, 14 bis 17.30 Uhr

Ideen gehen an Architekt Nachdem diese Phase der Bürgerbeteiligung abgeschlossen ist, sollen die Anregungen und Vorschläge zum Konzept an Hartmut Kind weitergegeben werden. Der Architekt soll die zweite Phase der Bürgerbeteiligung begleiten.Aus dem Nutzungskonzepten für die beiden Dorfgemeinschaftshäuser sollen die möglichen baulichen Maßnahmen abgeleitet werden. Kind hat die Gemeinde Ronneburg bereits begleitet bei der Fragestellung der Neugestaltung des Außengeländes des Türmchens.Hofmann will aufs Tempo drückenDer Bürgermeister will sich dafür einsetzen, dass bereits im ersten und zweiten Quartal die Nutzungskonzepte festgelegt werden, damit die Zuschüsse beantragt werden können. „2018 möchten wir schon bauen“, sagte er gegenüber unserer Zeitung. Hofmann will aufs Tempo drücken, weil erfahrungsgemäß die Phase der Beantragung und der Bewilligung von Zuschüssen einige Zeit brauchen.Die Initialzündung für das jetzige Vorhaben hat die Begegnungsstätte Fallbachhaus geboten. Der Bau, der gemeinsam mit der Seniorendependance Ronneburg der Altenpflegezentren des Main-Kinzig-Kreis in Hüttengesäß verwirklicht worden ist und nunmehr seit einem Jahr besteht, ist nach Hofmanns Schilderung ein Erfolgsmodell. Die Begegnungsstätte werde durch ein reiches ehrenamtliches Engagement getragen.Erneuerung der Theke „Außer einen Beamer und eine Leinwand hat die Gemeinde nichts für das Fallbachhaus anschaffen, ergo auch nichts bezahlen müssen, wenn man von der Miete und so weiter absieht“, sagte er weiter. So habe man für das Fallbachhaus sogar durch ehrenamtliches Engagement eine Industriespülmaschine anschaffen können.Als ein mögliches Betätigungsfeld im Türmchen schwebt Hofmann beispielsweise die Erneuerung der Theke vor. Die vorhandene Theke sei einst aus Holz hergestellt worden, versprühe den Charme von Marke Eigenbau und entspreche nicht mehr den Erfordernissen der Zeit.

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