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Zwei Unfälle in Rodenbach haben es in sich

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Unfall 1: In der Nacht zum Freitag kommt der Fahrer dieses Mercedes von der Fahrbahn ab und flüchtete. Foto: Freiwillige Feuerwehr Rodenbach
Unfall 1: In der Nacht zum Freitag kommt der Fahrer dieses Mercedes von der Fahrbahn ab und flüchtete. Foto: Freiwillige Feuerwehr Rodenbach

Rodenbach. Verletzte, ein flüchtiger Autoinsasse, Einsätze von Rettungs- sowie Polizeihubschraubern, Autofahrer, die Einsatzkräfte anpöbeln und Absperrungen in Frage stellen: Zwei Unfälle auf der Kreuzung am Ortseingang von Niederrodenbach aus Hanau-Wolfgang kommend hatten es am Freitag und Samstag in sich.

Von Reinhard BreyerDer erste Unfall ereignete sich in der Nacht zum Freitag. Wie bereits berichtet, war dort kurz nach 2 Uhr der Fahrer eines weißen, rund 75 000 Euro teuren Mercedes aus Erlensee kommend aus bislang unbekannten Gründen von der Fahrbahn abgekommen und über eine Verkehrsinsel geschossen. Sowohl ein Ampel- als auch ein Schildermast riss das Fahrzeug um. Die Insassen waren bei Eintreffen der ersten Rettungskräfte von der Unfallstelle geflüchtet. Um auszuschließen dass ein Insasse hilflos in der näheren Umgebung liegt wurde mit Hilfe des Polizeihubschraubers aus der Luft und der Wärmebildkamera am Boden eine Personensuche durchgeführt. Ermittlungen dauern anDabei konnte jedoch niemand entdeckt werden. Im Anschluss wurde die Fahrbahn von Trümmerteilen gesäubert und ausgelaufene Betriebsmittel aufgenommen. Im Einsatz waren zwölf Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst mit drei Einsatzfahrzeugen, berichtete Rodenbachs Gemeindebrandinspektor René Hermann am Dienstag.Nach Informationen der Polizei dauern die Ermittlungen über das Unfallgeschehen noch an. Dabei werde derzeit die Darstellung des Fahrzeughalters näher untersucht, der angibt, sein Wagen sei vor dem Unfall entwendet worden, so Rudolf Neu, Leiter der Pressestelle des Polizeipräsidiums Südosthessen auf Anfrage unserer Zeitung.Ampel ausgefallenAufgrund des Unfalls ist die dortige Ampelanlage ausgefallen, weshalb die Kreuzung derzeit durch Verkehrszeichen geregelt ist. Am Samstag gegen 16.20 Uhr kam es auf der Kreuzung zu einem weiteren Zusammenstoß. Die Feuerwehren Niederrodenbach und Langenselbold und Rettungsdienste wurden alarmiert. Ersten Erkenntnissen zufolge war der Fahrer eines aus Richtung Erlensee kommenden PKW in die Kreuzung eingefahren, obwohl ein aus Hanau-Wolfgang kommender zweiter PKW Vorfahrt hatte. Beide Fahrzeuge prallten zusammen, wobei einer über die Kreuzung schleuderte und auf der Fahrerseite zum Liegen kam. Entgegen ersten Meldungen wurden bei dem Crash keine Personen eingeklemmt. Autofahrer pöbeln Einsatzkräfte anInsgesamt erlitten jedoch drei Unfallbeteiligte, „glücklicherweise nicht lebensbedrohliche, Verletzungen“, so die Einsatzkräfte und wurden mit Rettungswagen beziehungsweise einem Rettungshubschrauber in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Nach Versorgung der Verletzten wurde die Fahrbahn von Trümmerteilen gesäubert und ausgelaufene Betriebsmittel aufgenommen. Im Einsatz waren etwa 30 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst.Für Unverständnis sorgten einige Autofahrer, die Einsatzkräfte anpöbelten. Sie stellten die Absperrmaßnahmen grundsätzlich in Frage und fuhren teilweise sogar um die Absperrungen herum in die Einsatzstelle hinein, so Feuerwehrchef René Hermann. 

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