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Verkehrssicherheit: Tempomessungen werden angekündigt

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Mitunter schwieriges Durchkommen: Die Situation auf der Würzburger Straße soll unter die Lupe genommen werden. Foto: Häsler
Mitunter schwieriges Durchkommen: Die Situation auf der Würzburger Straße soll unter die Lupe genommen werden. Foto: Häsler

Rodenbach. Das Einschätzen der Geschwindigkeit von Fahrzeugen wird meist sehr subjektiv empfunden. Da hilft nur eines: Messungen und Statistiken, um Rennstrecken ausfindig zu machen und Diskussionen zu versachlichen. Und natürlich, das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer für Sicherheitsaspekte zu schärfen.

Von Reinhard Breyer

Zum Beispiel die Würzburger Straße: Dort hatten sich in der jüngsten Bürgerversammlung Anwohner über häufige Rasereien und schlechte Verkehrsmoral der Autofahrer beklagt. Die Straße entwickele sich in einigen Abschnitten zur reinsten Rennstrecke. Mit bis zu 70 Sachen werde in der 30er-Zone gerast, hieß es. Passanten würden oftmals gefährdet. Vor allem auf dem gerade verlaufenden Straßenstück sei die Situation brisant.

Nach Darlegung des für Straßenverkehrsangelegenheiten zuständigen Mitarbeiters Gido Puhl habe sich bei den Messungen gezeigt, dass auf der Würzburger Straße nicht auffallend schnell gefahren werde. Das Tempo werde schon wegen des relativ hohen Verkehrsaufkommens automatisch gedrosselt.

Mehr Verkehrssicherheit an den MesspunktenDie Gemeinde verfügt seit einigen Jahren über ein eigenes Messgerät, mit dem sich jederzeit Erhebungen durchführen lassen, die auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht werden, um somit Transparenz herzustellen.

Das Gerät zeigt im Wechsel die aktuelle Geschwindigkeit sowie einen lachenden „Smiley“, wenn die Geschwindigkeit eingehalten wird, oder einen traurigen „Smiley“ bei Überschreiten der erlaubten Geschwindigkeit. Durch LED-Technik und die angezeigten „Smileys“ in verschiedenen Farben sei das Gerät noch besser sichtbar und sorge so für mehr Verkehrssicherheit an den Messpunkten, so Bürgermeister Klaus Schejna.

Radarkontrollen Auch sogenannte Blindmessungen sind möglich. Das bedeutet, dass das Gerät die Geschwindigkeit und den Fahrzeugdurchlauf trotz ausgeschalteten Displays aufzeichnet. So bekomme man aussagekräftige Daten über die gefahrene Geschwindigkeit der einzelnen Fahrzeuge.

Werden an einer Messstelle deutliche Geschwindigkeitsübertretungen festgestellt, werden die Informationen an die Polizei weitergegeben. Diese führt dann nach Absprache an der betreffenden Messstelle entsprechende Radarkontrollen durch. Aktuell laufen Gespräche mit der Stadt Hanau, mit dem Ziel noch flexibler Messungen im Ortsgebiet durchführen zu können

Elf Prozent der Fahrer zu schnellIm Falle der Würzburger Straße sieht das zum Beispiel für den Zeitraum vom 22. bis 29. März dieses Jahres so aus: Demnach wurden insgesamt 4654 Fahrzeuge auf der in Höhe Haus Nummer 23 (aus Richtung Südring kommend) mit dem Messgerät mit sichtbarer Anzeige der Geschwindigkeit erfasst.

85 Prozent der Fahrzeuge fuhren langsamer oder maximal 37 km/h. 510 Fahrzeuge oder knapp elf Prozent der Fahrer lagen im Verwarnungs- beziehungsweise Bußgeldbereich. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 30 km/h.

Parkplatzsituation Schejna kündigte eine weitere Verkehrsschau mit der Polizei für Anfang kommenden Jahres an. Dabei soll auch untersucht werden, wie beziehungsweise ob eventuell die Parkplatzsituation geändert werden muss.

Da für die Richtung der Straße Vorm Stichel fahrenden Fahrzeuge gerade am Anfang kaum Lücken vorhanden sind, versuchen die Fahrzeugführer hier oftmals „schnell“ an den parkenden Fahrzeugen vorbeizufahren. Diese Situation gelte es zu bewerten.

Der öffentliche Verkehrsraum stehe grundsätzlich der Allgemeinheit zur Verfügung. Schejna: „Daher darf im öffentlichen Verkehrsraum auch jeder parken. Gehwege sind dabei grundsätzlich tabu, es sei denn, das Parken auf dem Gehweg ist ausdrücklich durch ein Verkehrszeichen gestattet. Daraus ergibt sich, dass niemand einen Anspruch auf einen Parkplatz vor seinem Haus oder seiner Wohnung hat, soweit es den öffentlichen Verkehrsraum betrifft. Ebenso kann leider niemand gezwungen werden, seine privaten Stellplätze zu nutzen.“

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