Der Bagger ist da: Die Außenarbeiten an der evangelischen Kirche Rodenbach haben gestern begonnen. Fotos: Pompalla

Rodenbach

Startschuss gefallen: Es tut sich was im Kirchgarten

Rodenbach. Der Bagger ist angerollt: Nun ist also der Startschuss für Außenarbeiten an der evangelischen Kirche in Rodenbach gefallen. Ein neuer behindertengerechter Eingang soll her. Die ganzen Ausgrabungen werden von einem Archäologe begleitet und überwacht.

Von Hannah Pompalla

Es ist soweit: Die Außenarbeiten an der evangelischen Kirche Rodenbach für einen behindertengerechten Eingang haben gestern begonnen. Ein Bagger ist angerollt, und Motorengeräusche in der Spätsommerhitze verraten, dass sich im Kirchgarten etwas tut.

In naher Zukunft soll eine Rampe in den Nordeingang der Kirche führen, damit vor allem ältere Gäste das Gotteshaus leichter betreten können. Als erster Schritt wurden bereits die Sitzbänke in der Kirche um 50 Zentimeter gekürzt, damit gehbehinderte Menschen in den Gängen mehr Platz haben (wir berichteten).25 Meter lange Rampe am EingangsbereichNun ist der Außenbereich an der Reihe. Zuerst werden die Sträucher im Kirchgarten entfernt. Dann steht der Mauerdurchbruch auf dem Programm. Dies geht mit einem großen Bohrhammer in reiner Handarbeit vonstatten, teilte der geschäftsführende Pfarrer, Heinrich Schwarz, auf Anfrage mit. In der Breite werden dadurch ungefähr 1,5 Meter Mauerwerk entfernt. Die Mauer wird rechts und links an der Türöffnung mit Sandsteinen abgeschlossen, wie das auch bei den anderen beiden Türen der Fall ist.Dann beginnen die Grabungsarbeiten. Ein Bagger wird die Erde entfernen, damit die 25 Meter lange Rampe genug Platz hat. Da die Kirche bisher über keinen Trinkwasseranschluss verfügt, wird parallel dazu eine Wasserleitung in den Heizungskeller verlegt. Dann wird die Rampe angelegt und die Beleuchtung sowie der Handlauf montiert. Eine Grabungsfirma aus Rogenberg begleitet die Erdarbeiten.Archäologe überwacht und dokumentiert ErdarbeitenEin Archäologe wird stets vor Ort sein und genau sichten wie auch dokumentieren, was der Bagger ausgräbt. Denn der Kirchgarten diente auch lange Zeit als Friedhof. Daher könnte es sein, dass die Arbeiter auch auf menschliche Knochen stoßen. Ist dies der Fall, werden die Gebeine in einem anderen Teil des Kirchgartens wieder würdevoll mit Gebet und Segen bestattet. Wenn die Rampe fertig ist, wird der Garten im Frühjahr neu angelegt.Der behindertengerechte Eingang ist in der Gemeinde bereits seit längerer Zeit ein Thema. „Es wird Zeit, dass dies nach langen, langen Jahren endlich mal Wirklichkeit wird“, sagte Pfarrer Hermann Wolf gegenüber unserer Zeitung. Die Stufen seien nämlich sehr mühsam zu erklimmen – nicht nur für Senioren. Auch für junge Mütter mit Kinderwägen stelle die Treppe ein Hindernis dar.Abschluss der Bauarbeiten bis zum 1. AdventGerade bei gut besuchten Festgottesdiensten, wie Trauungen und Taufen, sei die Belastung durch die steilen Stufen spürbar. Schließlich besteht vom Haupteingang der Kirche bis zur Kirchstraße ein Höhenunterschied von 1,10 Meter. Bis zum 1. Advent sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Laut Pfarrer Schwarz werde mit rund acht Wochen Bauzeit gerechnet.

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