Tummelplatz für Alt und Jung: Sowohl die Neue Dorfmitte als auch der benachbarte Schützenhof wurden von Beginn an von den Oberrodenbachern angenommen und werden seit ihrer Fertigstellung vor zehn Jahren rege genutzt. Foto: Ingbert Zacharias

Rodenbach

Schützenhof und Dorfmitte: Bürger feiern zehnjähriges Bestehen

Rodenbach. "Das Wetter ist so toll wie damals während der Einweihung und die Stimmung der Leute ist es ebenso!" Mit diesen Worten beschrieb Rodenbachs Bürgermeister Klaus Schejna am Sonntagmittag die Atmosphäre beim zehnjährigen Bestehen der Neuen Dorfmitte in Oberrodenbach.

Von Ingbert Zacharias

Gleichzeitig wurde der an der Ortsmitte liegende Schützenhof gefeiert, der ebenfalls seit nun schon zehn Jahren als fester sozialer Mittelpunkt des Ortsteils zu sehen ist. Allerdings hatte der Wettergott am Nachmittag kein Einsehen mit der Feier-Gemeinschaft; wie damals bei der Einweihung regnete es am Ende in Strömen und hagelte sogar.

In seiner kurzen Ansprache beschrieb Schejna die Situation in den 2000er Jahren, als es in Rodenbach viele Vorhaben gab, die damals auf dem Tisch lagen. Es sei wohl ein Glücksgriff gewesen, den Schützenhof und die Neue Dorfmitte gemeinsam anzugehen, denn das Vorhaben sei bei den Einwohnern sofort auf großes Interesse gestoßen und von ihnen voll angenommen worden.

Mittelpunkt des sozialen Lebens

Mehr als eine Million Euro hatte das ganze Vorhaben seinerzeit gekostet, wofür auch Unterstützung von staatlicher Seite her gewährt wurde. Wie Schejna weiter berichtete, werden die beiden Stätten für viele Anlässe über das Jahr hinweg genutzt – die Dorfmitte für Freiluft-Veranstaltungen und der Schützenhof für vielfältige kulturelle Zwecke oder Feierlichkeiten, wenn es vom Rahmen und dem Equipment her gegeben ist.

„Wir haben unser Ziel erreicht und die Mitte stark gemacht“, meinte Schejna zum Schluss. „Oberrodenbach lebt!“ Dem konnte Richard Uhl nur beipflichten. „Unser Schützenhof hat sich über die Jahre hinweg zu einem Kleinod unseres Ortsteils entwickelt und bildet den Rahmen für eine Vielzahl von Veranstaltungen“, ergänzte der Vorsitzende des Trägervereins Schützenhof die Worte des Bürgermeisters.

Vorfreude auf die Zukunft

„Besonders unser großes Wohnzimmer bietet dafür ein tolles Ambiente.“ Dass die seinerzeitlichen finanziellen Zuwendungen zum Auf- und Ausbau des Schützenhofes an „mindestens 25 Jahre Bestand“ gebunden waren, sieht Uhl anlässlich des zehnjährigen Bestehens mit einem Lachen im Gesicht recht locker. „Wenn es bei unserem Projekt so weiter läuft wie bisher, haben wir noch eine lange, schöne Zeit vor uns.“

Fragt man die anwesenden Festgäste aus nah und fern, so erhält man immer die gleiche Antwort: „Schön gemacht und gern genutzt!“ Insbesondere die Möglichkeit, anfallende Veranstaltungen wie etwa das Weißbier-Fest an einem geeigneten, schönen Ort wie der Neuen Dorfmitte gebührend zu feiern, wird immer wieder betont.

Auch Gäste sind zugetan

Selbst frühere Einwohner, die seit Jahren weit weg wohnen und zufällig anwesend sind, zeigen sich angetan. „Wir leben seit vielen Jahren in Texas und haben hier die Verwandtschaft besucht – das sieht hier ja richtig toll aus und die Stimmung bei den Leuten ist ausnehmend gut“, meinte Familie Teague, die über den großen Teich angereist war.

Wer noch ein Mitbringsel oder Erinnerungsstück an das Jubiläum suchte, der wurde auf dem angeschlossenen Künstlermarkt oder mehreren Hof-Flohmärkten in der Nähe der Neuen Dorfmitte fündig. Falls man lieber seinen Ohren trauen wollte, konnte man dem satten Sound des Rodenbacher Blasorchesters oder der Band Harvest Moon lauschen.

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