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Rodenbacher Seniorenberaterin Christine Fleiner freut sich auf die Rückkehr zu einer relativen Normalität

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Von: Patricia Reich

Für dieses Jahr hat die Seniorenbeauftragte Christine Fleiner noch viele Ideen.
Für dieses Jahr hat die Seniorenbeauftragte Christine Fleiner noch viele Ideen. © Privat

Die Pandemie hat auch den älteren Bürgern der Gemeinde zugesetzt, weiß die Seniorenbeauftragte Christine Fleiner zu berichten. Daher sei es umso wichtiger, dass die neuen Angebote nun bald starten.

Rodenbach – „Durch die Pandemie wurde mir erst bewusst, wie viele Menschen auch hier eine Not haben“, blickt Fleiner auf die vergangenen zwei Jahre zurück. Vor der Pandemie habe es viele Aktivitäten gegeben. „Damit haben wir immer ein gewisses Publikum erreicht. Aber manche, die alleinstehend sind oder aus finanziellen Gründen nicht teilnahmen, eben auch nicht. Die haben wir dann in der Pandemie bemerkt.“

„Die Einsamkeit der Menschen war spürbar“

Recht schnell führte der Seniorenbeirat eine Dienstleistungsplattform ein, die auch neben Corona weiter bestehen bleiben soll. „Hier haben sich Menschen gemeldet, die Hilfe benötigten und auch solche, die diese Hilfen angeboten haben. Das hat wirklich sehr gut geklappt und die Hilfsbereitschaft war sehr groß.“ Dabei haben sich auch Menschen gemeldet, die sich um andere, ältere Bürger sorgten und bei der Gemeinde um Hilfe baten. „Meist ging es um Alleinstehende, die zunehmend vereinsamten. Während Corona haben wir viele Betreuungen angeregt“, fasst Fleiner zusammen. „Die Einsamkeit der Menschen war spürbar.“ Die fehlenden Kontakte und das nicht mehr miteinander Reden habe das Erfahrungsfeld der Senioren eingeschränkt.

Sofern es möglich war, gab es stets Angebote für Aktivitäten vonseiten der Gemeinde. Ausflüge und auch Feierlichkeiten wie zu Weihnachten mussten allerdings abgesagt werden. „Ich vermisse total die Veranstaltungen, die Fahrten und das Leben“, gesteht die Seniorenbeauftragte, die seit 2000 für die Gemeinde arbeitet. „Es wird sehr spannend, wenn wir wieder anfangen.“

Helfer für Fahrradwerkstatt gesucht

So soll die Fahrradwerkstatt, die direkt neben dem Strandbad zu finden und mittlerweile an den Schützenhof angegliedert ist, bald wieder öffnen. Hierfür werden aber noch Helfer mit handwerklichem Geschick gesucht. „Ein Interessierter hat sich bereits gemeldet, aber es wäre gut, wenn der Betrieb der Werkstatt auf mehreren Schultern verteilt ist“, meint Fleiner. Wer Interesse hat, kann sich beim Seniorenbüro oder beim Trägerverein Schützenhof, Telefon 0160 96261991, melden. Ihre Idee wäre es auch, daraus ein Kooperationsprojekt mit der Schule zu machen, doch das sei noch nicht spruchreif. Der Interessierte habe auch angeregt, das Projekt mit einem Repair-Café auszuweiten. „Wir brauchen auf jeden Fall Kommunikationsformen“, sagt Fleiner, der die Idee sehr gut gefällt.

Neue Angebote rund um das Thema Demenz geplant

Im April geht es mit den Angeboten für Senioren los (siehe Infokasten). So soll es auch wieder eine Fahrt geben. „Nicht so weit weg, in den Palmengarten vielleicht“ lässt Fleiner durchblicken. Es ist vorgesehen, einmal im Monat eine solche anzubieten. Auch das Tanzcafé wird es wieder geben und es ist ein Gottesdienst mit dem Schwerpunkt Demenz geplant. Besonders freut sich Fleiner auf die Veranstaltung „EduKation Demenz“. „Hierfür sind noch Plätze frei. Teilnehmer auch außerhalb von Rodenbach sind willkommen“, sagt Fleiner, die sich während der Pandemie unter anderem im Bereich „Letzte Hilfe“ und „Demenz“ fortgebildet hat. „Wenn das klappt, könnte eine Angehörigen-Gruppe folgen.“

Auch stehe im Sommer die Wahl des Seniorenbeirats an. „Wer mitmachen will, kann es sich jetzt schon überlegen. Wir freuen uns besonders über Männer.“

Weitere Infos und Angebote sind in der kostenlosen Zeitung „Die Lupe“ zu finden, die an den bekannten Stellen in der Gemeinde ausliegt. (Von Patricia Reich)

Sport, Sprachkurse und Schulungsreihen: Angebote der Gemeinde für die Senioren beginnen im April

Die Rodenbacher Seniorenradler (kurz RoSen-Radler) starten in die Saison. Treffpunkt ist am Montag, 4. April, um 9 Uhr am Rathaus. Neue Teilnehmer sind willkommen. Ansprechpartner: Manfred Schukat,z 06184 51972.

Der „Smartkurs für Anfänger – Eine Einführung für die Generation 60+“ findet neben dem 4. April am 11. und 25. April sowie am 2. Mai, jeweils von 14.30 bis 16 Uhr, statt. Die Teilnehmerzahl ist auf vier begrenzt. Kosten: 50 Euro. Anmeldungen nimmt Kursleiter Uwe Grasmück unter Telefon 06184 5209730 (AB) oder Telefon 0176 99990331 entgegen.

Zum Babbel-Café wird sich am Mittwoch, 6. April, um 15 Uhr im Café Zeitreise getroffen. Anmeldungen telefonisch im Seniorenbüro.

Wer sich sportlich betätigen möchte, kann ab Mittwoch, 6. April, den Yoga-Kurs für Senioren besuchen. Dieser findet von 10 bis 11 Uhr im Bürgerhaus Niederrodenbach statt. Kursleiterin ist Ulla Adam. Anmeldungen nimmt das Seniorenbüro entgegen. Die Wirbelsäulengymnastik startet ebenso im Bürgerhaus am Donnerstag, 7. April, um 9.30 bis 10.30 Uhr oder von 10.45 bis 11.45 Uhr. Kursleiterin und Ansprechpartnerin ist Ursula Wende,z 06184 50649.

Der Sprachkurs Französisch beginnt am Mittwoch, 6. April, von 10.15 bis 11.15 Uhr oder von 16.30 bis 17.30 Uhr. Kursleiterin ist F. Stein. Der Spanischkurs startet am Mittwoch, 6. April, von 9 bis 10 Uhr. Fortgeschrittene können den Kurs ab Donnerstag, 7. April, von 9 bis 10 Uhr oder von 10.15 bis 11.15 Uhr besuchen. Kursleiterin ist F. Kinkel. Die Kurse finden jeweils im RoSen-Treff, Hauptstraße 26, statt und beinhalten je zehn Unterrichtsstunden. Kosten: 25 Euro; U60 und Auswärtige zahlen 35 Euro. Anmeldungen telefonisch im Seniorenbüro.

Die Schulungsreihe „EduKation Demenz – Schulung für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz“ findet ab Donnerstag, 7. April, von 14 bis 16 Uhr im RoSen-Treff statt. An zehn Terminen, die im wöchentlichen Abstand stattfinden, werden mit pflegenden Angehörigen von Demenzkranken unterschiedliche Themen erarbeitet. Kosten: 100 Euro. Anmeldung im Seniorenbüro: Christine Fleiner, Telefon 06184 59936; Peter Rudolph, Telefon 06184 59936. (par)

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