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Rodenbach will Beitrag zum Umweltschutz leisten

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Tabu: Rodenbach will künftig bei eigenen Veranstaltungen auf Einweg-Plastikgeschirr verzichten.Foto: pixabay
Tabu: Rodenbach will künftig bei eigenen Veranstaltungen auf Einweg-Plastikgeschirr verzichten.Foto: pixabay

Rodenbach. Über eine lange Liste an Vorlagen und Anträgen zu den unterschiedlichsten Punkten galt es in der Gemeindevertretersitzung abzustimmen. Die Parlamentarier taten dies in großer Einmütigkeit.

Von Ulrike Pongratz Vorsitzender Walter Geppert begrüßte vier neue Parlamentarier. Dies sind in der CDU-Fraktion Gerd Herrmann und Achim Wiegelmann. Für die SPD sind Andreas Jäger und Christoph Pfeifer neu am Start.

Verzicht auf Plastikgeschirr

Ganz im Sinne des „Fair Trade“ und Nachhaltigkeitsgedankens wurde dem Prüfauftrag der CDU beziehungsweise einem Änderungsantrag von Bürgermeister Klaus Schejna (SPD) zugestimmt, künftig bei Veranstaltungen der Gemeinde auf Einweg-Plastikgeschirr zu verzichten. Mehrweggeschirr oder plastikfreies Papier- beziehungsweise Einweggeschirr soll als Alternative möglich sein. Der Gemeindevorstand will Vereine und Organisationen bitten, den Wunsch zu beachten. Veranstalter sollen künftig darauf hingewiesen werden, hieß es weiter.

Themen wie Müllvermeidung, Verkehr, Wohnen und Arbeiten, auch Integration oder Bildung – kurz alles, was die Rodenbacher Bürger bewegt, soll in einem Leitbildprozess gemeinsam diskutiert und entwickelt werden. Der Prüfantrag der CDU fiel bei den anderen Fraktionen auf Wohlwollen, etwa im Hinblick auf die Quartiersentwicklung um die Rodenbacher Bildung- und Begegnungsstätte („Robbe“), aber auch Fragen der Verkehrsinfrastruktur.

Die Abschaffung der Straßenbeitragssatzung sichert noch keine Instandhaltung der Verkehrsinfrastruktur. Auch die sich anbahnende Realisierung des Baugebiets „Südlich der Adolf-Reichwein-Straße“ kann Thema in einem Leitbildprozess sein. Hier haben die Gemeindevertreter dem Treuhandmodell zur Ent-wicklung zugestimmt. Die geplante Umlegung von Grundstücken kann beginnen.

Verkauf des Grundstücks

Seit 2012 verhandelt die Gemeinde mit der evangelischen Kirche über einen Verkauf des Grundstücks, auf dem das kirchliche Gemeindezentrum errichtet wurde. Mit dem Beschluss der Kirche, das Zentrum nicht weiter zu betreiben, wird für Rodenbach ein Grundstück in zentraler Lage frei, das für die Entwicklung eine wichtige Rolle einnimmt. Deshalb fiel der Beschluss mit allen Stimmen, zur Errichtung des Familienzentrums einen nichtoffenen, einstufigen Realisierungswettbewerb auszurichten. Das Zentrum soll eine Bildungsstätte, einen Seniorentreff, eine Kindertageseinrichtung aufnehmen und soll auch als Veranstaltungsort konzipiert sein.

Vorbereitet, durchgeführt und begleitet wird der Architekturwettbewerb, dessen Teilnehmerzahl auf 20 Büros begrenzt wird, von einem Büro aus Gießen. Mit der Zustimmung zum Kooperationsvertrag zwischen Rodenbach und dem Main-Kinzig-Kreis über die Ausstattung von Gebäuden in Gewerbegebieten mit Glasfaser (FTTH) und damit einem schnellen Internetan-schluss von 100 MBit/s (Megabit pro Sekunde) sorgen die Gemeindevertreter auch für bereits jetzt bedeutsame Infrastruktur, die den Gemeindehaushalt nicht belastet.

Der Haushalt 2019 war so früh durch die Kommunal‧aufsicht genehmigt wie noch nie, nämlich bereits im Februar. Damit verbunden ist die Hoffnung, Projekte frühzeitig ausschreiben, vergeben und damit günstige Konditionen erreichen zu können. Die Haushaltssatzung, die im Dezember 2018 beschlossen worden war, wurde einstimmig beschlossen.

Weniger Verwertung der Lanswirtschaft

Einstimmig votierte das Gemeindeparlament auch für die interkommunale Zusammenarbeit zur gemeinsamen Klärschlammentsorgung im Main-Kinzig-Kreis. Mit den neuen Regelungen der Klärschlamm- und Düngemittel-verordnung wird Klärschlamm in der Landwirtschaft immer weniger verwertet.

Um steigenden Preisen bei der Entsorgung des Klärschlamms entgegenzuwirken, wollen die Kommunen inKooperation mit dem Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Kreises gemeinsam europaweit ihre Klärschlämme ausschreiben. Die Abfallgebühren für die Bürger sollen möglichst lange stabil bleiben.

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