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Medientreff Rodenbach hat Angebote für alle Klassen der Reichwein-Schule erarbeitet

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Von: Patricia Reich

Es gibt mehr als „nur“ Bücher: Die Bibliotheksleiterinnen Inge Kliemt (oben) und Laura Jacob (unten) haben für technikinteressierte Kinder unter anderem den Bee-Bot oder den Dash-Roboter im Angebot, mit denen spielerisch erste Programmierschritte unternommen werden können.
Es gibt mehr als „nur“ Bücher: Die Bibliotheksleiterinnen Inge Kliemt (links) und Laura Jacob (rechts) haben für technikinteressierte Kinder unter anderem den Bee-Bot oder den Dash-Roboter im Angebot, mit denen spielerisch erste Programmierschritte unternommen werden können. © Patricia Reich
Hoher Wiedererkennungswert: Das Bibliobike bringt die Bücher direkt auf den Schulhof der Adolf-Reichwein-Schule – wie hier beim Projekttag zum Thema „Kinderrechte“.
Es gibt mehr als „nur“ Bücher: Die Bibliotheksleiterinnen Inge Kliemt (oben) und Laura Jacob (unten) haben für technikinteressierte Kinder unter anderem den Bee-Bot oder den Dash-Roboter im Angebot, mit denen spielerisch erste Programmierschritte unternommen werden können. © Patricia Reich

Genau 112 Seiten umfasst das hochwertig gedruckte Bibliothekskonzept des Medientreffs für die Jahre 2022 bis 2027 und richtet den Fokus vor allem auf junge Familien, Kinder und Jugendliche. Neben dem Angebot an verschiedenen Medien zum Stöbern, Lesen, Ausprobieren und Ausleihen will der Medientreff zur Lese- und Sprachförderung beitragen.

Rodenbach – In Rodenbach besuchen laut Bibliothekskonzept 15 bis 20 Prozent der Vorschulkinder einen Vorlaufkurs. Eine Bibliothek müsse hier den Schulen als Bildungspartner zur Seite stehen, daher wolle der Medientreff gewährleisten, dass die Schüler der Adolf-Reichwein-Schule in jedem Schuljahr mindestens einmal den Medientreff besuchen, heißt es in dem Konzept weiter.

Kooperation mit Schule intensiviert

Hierfür besteht bereits seit mehreren Jahren eine Kooperation mit den Rodenbacher Kitas sowie der Adolf-Reichwein-Schule. Seit diesem Schuljahr wurde die Kooperation mit der Schule nochmals intensiviert und ausgeweitet.

„Es gab schon immer Klassenführungen durch unsere Bibliothek, aber wir dachten uns, dass wir das Ganze noch etwas überarbeiten und anders gestalten müssen“, berichten die Bibliotheksleiterinnen Inge Kliemt und Laura Jacob im Gespräch mit unserer Zeitung. In Absprache mit der Schule wurde ein Programm für die einzelnen Klassen der Grundschule und – das ist neu – für die Sekundarstufe bis zur zehnten Klasse entwickelt.

Medien zu jedem Unterrichtsthema

Für alle Schulklassen stellt der Medientreff bei Bedarf Bücherkisten zu bestimmten Unterrichtsthemen zusammen oder bietet mit dem Bibliobike eine direkte Ausleihe auf dem Schulhof an. „Das Bibliobike hat einen hohen Wiedererkennungswert. Die Kinder erkennen mittlerweile, dass es zu uns gehört. Es ist schon etwas Besonderes“, zeigte sich Jacob sehr erfreut. Zum generellen Angebot zählen auch die Bibliotheksübernachtungen oder das Bilderbuchkino, bei dem digital aufgearbeitete Kinder- und Sachbücher per Beamer präsentiert werden.

Elternabend in der Bücherei

„Die Adolf-Reichwein-Schule ist stets sehr offen und interessiert an einer Zusammenarbeit mit dem Medientreff. Daher haben wir zusätzlich ein Programm für jede Jahrgangsstufe mit der Schule entwickelt“, sagt Kliemt. „Für die erste Klasse bieten wir eine Führung an und es werden Geschichten vorgelesen, sodass die Kinder zunächst einen Einstieg in die Bibliothek haben.“ Die zweite Klasse entdeckt die Kinderbücherei im Rahmen einer Piraten-Rallye. „Ein Elternabend im ersten Halbjahr der zweiten Klasse wird außerdem in die Bücherei verlegt. Da starten wir mit einem Vortrag übers Lesen. Viele Eltern waren oftmals vorher noch nie hier gewesen. Nach dem Vortrag gibt es eine Führung durchs Haus und dann geht der Elternabend wie gewohnt weiter“, berichtet Kliemt. Mit diesem Konzept sollen auch die Eltern die Bücherei kennenlernen und bestenfalls mit ihren Kindern wiederkommen.

Hoher Wiedererkennungswert: Das Bibliobike bringt die Bücher direkt auf den Schulhof der Adolf-Reichwein-Schule – wie hier beim Projekttag zum Thema „Kinderrechte“.
Hoher Wiedererkennungswert: Das Bibliobike bringt die Bücher direkt auf den Schulhof der Adolf-Reichwein-Schule – wie hier beim Projekttag zum Thema „Kinderrechte“. © Patricia Reich (Archiv)

Wettbewerbe, Ausstellungen und Roboter

Zudem gibt es, gefördert vom Löwenstark-Programm, seit diesem Schuljahr für die dritten Klassen eine Klassenbibliothek. „Es gibt fünf dritte Klassen und jede hat 30 Bücher bekommen, von denen so viele wie möglich gelesen werden sollen. Alle gelesenen Bücher werden gestapelt, wer den größten Stapel hat, gewinnt. Die Siegerklasse erhält 100 Euro vom Freundeskreis Medientreff für eine gemeinsame Unternehmung. Außerdem muss sich jedes Kind ein Buch aussuchen und dazu ein Kunstobjekt gestalten“, fasst Kliemt zusammen. Die Objekte werden dann klassenweise im Medientreff ausgestellt – eine weitere Gelegenheit, um die Eltern zusammen mit ihren Kindern in die Bibliothek zu holen. Für die vierten Klassen ist neben einer Autorenlesung und einem Vorlesewettbewerb eine Führung zum Thema neue Medien vorgesehen. „Die Makey Makey-Boards, Bee-Bots oder Dash-Roboter und neu auch Ozobots haben wir hier. Die Kinder erhalten einen Einblick in die Technik und erfahren, dass es hier mehr gibt als nur Bücher“, sagt Jacob. Der Fokus der Bibliotheksführung für die fünfte Klasse liegt auf der Arbeit mit dem iPad. Für Klasse sechs steht im Dezember der Vorlesewettbewerb an, der im Medientreff stattfindet. „Auf Wunsch der Schule haben wir auch das Thema Fabeln aufgegriffen, das von den Kindern in einem Stop-Motion-Film umgesetzt wird“, erläutert Kliemt. In der Klasse sieben werden die Schüler zu einem Book-Casting geladen. Klasse acht besucht eine Autorenlesung. „Da war Tobias Steinfeld hier. Das kam richtig gut an“, erzählte Jacob. Richtig Recherchieren im Internet zu bestimmten Themen wird den Kindern der neunten Klasse im Medientreff beigebracht und in der zehnten Klasse gibt es erneut eine Autorenlesung. „Da hatten wir im September Tania Witte zu Gast. Bei den Lesungen geht es uns darum, dass die Kinder auch so was mal erlebt haben“, sagt Jacob.

Adolf-Reichwein-Schule von Zusammenarbeit begeistert

„Die Zusammenarbeit unserer Schule mit dem Medientreff gestaltet sich seit vielen Jahren auf einer vielfältigen Basis und in regem, gegenseitigem Austausch“, bestätigt Isabell Ranft, stellvertretende Schulleiterin der Reichwein-Schule. „Die Angebote werden von den Lehrerinnen und Lehrern mit den Schülerinnen und Schülern ausgiebig genutzt. Ich bin froh, einen so tollen Kooperationspartner wie den Medientreff zu haben. Es entstehen Ideen, die die Schüler begeistern und die Umsetzung funktioniert reibungslos“, lobt Ranft das „kompetente und verlässliche“ Team vom Medientreff. (Von Patricia Reich)

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