Das Maskottchen der Kita an der Adolf-Reichwein-Straße ist ein Tausendfüßler. Foto: Kleine-Rüschkamp

Rodenbach

Kita "Tausendfüßler" schafft Platz für 44 Kinder

Rodenbach. Die  „Tausendfüßler“ in Rodenbach bekommen Nachwuchs: Die Kita Adolf-Reichwein-Straße wird um zwei Gruppen erweitert. So haben in Zukunft 44 Kinder mehr dort Platz. Auch das Außengelände soll neugestaltet werden.

Von Torsten Kleine-Rüschkamp

Kita Adolf-Reichwein-Straße? Wo ist die denn? Geduckt hinter einer Art Wall liegt die Einrichtung gut verborgen. Von der viel befahrenen Straße, die am Altenzentrum Rodenbach vorbeiführt, ist kaum etwas von der Kindertagesstätte zu sehen. Das wird sich wohl ein wenig ändern.

Hinter einem Parkplatz, hinter einem Verteilerhäuschen vom „Energie-Netz Mitte“, hinter einem Gehweg und hinter Geäst taucht sie dann doch auf, die Kita, die auch den Namen „Tausendfüßler“ trägt. Etwa 1000 Schritte musste auch der Fotograf absolvieren, um nach Dienstende des Kita-Personals abends einigermaßen brauchbare Fotos von der Einrichtung machen zu können. Wenn etwas unauffällig ist, dann ist das die Kita Adolf-Reichwein-Straße. Das architektonisch hochwertige und auch sehr große Gebäude ist geschickt in die Landschaft integriert.Zwei neue Gruppen sollen entstehenDas mit dem Tarnmäntelchen wird sich ein wenig ändern, plant doch die Gemeinde Rodenbach einen Ausbau der Kita. Das zirka 520 000 Euro teure Projekt soll zwei Gruppen von Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren neue Räume bieten. Damit soll die Kapazität der „Tausendfüßler“ um 44 Kinder (zwei Gruppen à 22 Kinder) wachsen.„Der Bauantrag wird Ende des Monats gestellt“, sagt Bürgermeister Klaus Schejna (SPD) gegenüber unserer Zeitung. „Rodenbach ist seit Jahren eine Zuzugsgemeinde für junge Familien“, erklärt er und weist auf den zusätzlichen Bedarf an Kindergartenplätzen hin.Neubaugebiet entsteht in der NäheGenau gegenüber der Kita und jenseits der viel befahrenen Adolf-Reichwein-Straße gibt es reichlich Ackerland. Auch das wird sich ändern. In absehbarer Zeit werden dort die Bagger und Zementmischer auffahren. Dort soll ein Neubaugebiet entstehen. „Hier soll mittelfristig ein Wohngebiet für 800 Neubürger entstehen“, sagt Schejna. Dass da der Bedarf nach neuen Kindergartenplätzen wächst, liegt auf der Hand und muss nicht extra betont werden.Wenn in diesem Jahr noch der erste Spatenstich erfolgt und die Einrichtung im kommenden Jahr Betrieb geht, wird sich auf dem Grundstück der Kita einiges geändert haben. „Wir haben dort eine große Freifläche, weshalb Platz für den Anbau ist. Das Grundstück gehört der Gemeinde“, so der Rathaus-Chef. Zum Umbau kommt eine Neugestaltung des Außengeländes hinzu, sodass zu den veranschlagten Baukosten in Höhe von einer halben Million Euro noch einmal zusätzliche Rechnungen fällig werden.550 Kindern besuchen KinderbetreuungseinrichtungenKreisbeigeordneter Matthias Zach (Grüne) hatte Anfang des Monats einen Scheck aus Bundesmitteln in Hohe von 200 000 Euro für den Ausbau der U3-Betreuung an der Adolf-Reichwein-Straße überreicht. Derzeit werden dort 123 Kinder in drei Gruppen im Alter von zwei bis zwölf Jahren betreut. Zwölf Kinder sind in der U3-Betreuung. 66 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren gehören zum Ü3-Bereich. 45 Kinder besuchen den Hort, zählte Einrichtungsleiterin Maria Reddig vor.Laut Bürgermeister soll auch die Situation mit dem unansehnlichen Parkplatz verändert werden. Die konkreten Pläne für die Umgestaltung des Projekts will die Gemeinde zu einem späteren Zeitpunkt präsentieren. Laut Schejna werden die Kinderbetreuungseinrichtungen in Rodenbach derzeit von 550 Kindern besucht. Unter diesen Plätzen seien 120 Hortplätze. Inklusive seien auch die 50 Plätze der Betreuten Grundschule, für die der Trägerverein Schützenhof Oberrodenbach verantwortlich zeichne.Viel Bewegung in RodenbachNeben den vier Kitas Im Eichenhain, Buchbergstraße, In den Steinäckern und Adolf-Reichwein-Straße gebe es in Oberrodenbach noch einen konfessionellen Kindergarten, der allerdings zu 80 Prozent von der Gemeinde bezuschusst werde. In Rodenbach wird sich also noch viel bewegen, wenn das besagte Neubaugebiet „im Zeitraum 2017/2018“ – so Schejna – entwickelt werde.

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