Rodenbach

50 Jahre Rodenbach: 2020 wird im historischen Ortskern gefeiert

Rodenbach. Was zusammengehört, ist im Alltag nahtlos zusammengewachsen. Die Gemeinde Rodenbach feiert im kommenden Jahr ihren 50. Geburtstag.

Von Torsten Kleinerüschkamp

Weil es keine identifikationsstiftenden Bauten oder Quartiere – bis auf eine kleine Ausnahme – gibt, die die Dynamik der Vermählung von Niederrodenbach und Oberrodenbach vor 50 Jahren symbolisieren, wird die Jubiläumsfeier in der „Gut Stubb“ stattfinden. Im alten Ortskern Niederrodenbachs stolpert man auf Schritt und Tritt über Historisches und Ansehnliches. So ist das älteste Fachwerkhaus – es stammt von 1605 – über vierhundert Jahre alt und schmuck saniert.

1970 fusionierten Niederrodenbach und Oberrodenbach zu Rodenbach. Das Zauberwort hieß damals Gebietsreform, bei der Hessen in den Jahren 1969 und 1970 im Zuge einer Verwaltungsvereinfachung stark umstrukturiert wurde.

Nächstes Treffen wir 4. November terminiert

Eigentlich sind die beiden Dörfer uralt. Erstmals ist der Ort 1025 urkundlich erwähnt worden, aber erst 1338 gibt es eine Quelle, in dem die beide Orte getrennt aufgeführt werden. 2015 wurden 990 Jahre Rodenbach gefeiert. Für den Juni 2020 laufen derzeit im Hintergrund die Vorbereitungen für das Fest, bei dem die Fusion beider Ortsteile im Mittelpunkt stehen will.

Der historische Stichtag ist der 1. März 2020. Da aber niemand groß im Spätwinter draußen feiern und sich Frostbeulen holen will, kommt die Jubiläumsfeier drei Monate später. Das hat eine Vorbereitungsgruppe entschieden, die regelmäßig im Rathaus tagt. Das nächste Treffen ist auf Montag, 4. November, um 19 Uhr im Rathaus terminiert.

„Es hat sich bewährt, im alten Ortskern zu feiern“

„Wir wollen die Fusion gebührend feiern“, sagt Rodenbachs Bürgermeister Klaus Schejna (SPD). „Bei den Vorbereitungstreffen war schon zweimal der Sitzungssaal des Rathauses voll.“ Dafür sagte Schejna den Beteiligten einen herzliches Dankeschön. Er stellte fest: „Das Interesse ist groß, sich einzubringen.“Als Termin für die Jubiläumsfeier ist der Zeitraum von Freitag, 19. Juni, bis Sonntag, 21. Juni, festgelegt worden. „Wir werden im alten Ortskern feiern“, informierte Schejna bei der jüngsten Bürgerversammlung in Niederrodenbach.

„Es hat sich bewährt, im alten Ortskern zu feiern“, sagte Schejna und verwies auf die erfolgreiche 990-Jahr-Feier im Jahr 2015 sowie auch auf das Nussbaumfest.

Das Versprechen eine Turnhalle zu bauen

„Wir werden jetzt die Höfebesitzer anschreiben und darüber informieren. Es ist geplant, eine Höfefest auszurichten. Vereine, die einen Hof haben, können sich dort präsentieren. Eigentümer oder Besitzer können sich dort einbringen. Das haben wir ja da schon beim Nussbaumfest gehabt“, sagte er. Es wird im alten Ortskern vor dem alten Rathaus eine Bühne mit Beschallung und Licht geben, hieß es weiter.

Die Fusion war 1970 eine ziemlich nüchterne Sache und nicht von jedermann gutgeheißen. Um die Oberrodenbacher damals gnädig zu stimmen, hatte der damalige Landrat Martin Woythal (SPD) ein Geschenk zur „Hochzeit“ mitgebracht, und zwar das Versprechen für den Bau einer Turnhalle.

"Mittelrodenbach" entstand in den 1970er Jahren

Freilich ist das Baugebiet „Lochseif“, zwischen Nieder- und Rodenbach gelegen, mit seinen rund 140 Häusern so etwas wie ein Bindeglied zwischen den Ortsteilen. Weil es aber nicht weiterentwickelt wurde, ist die Symbolkraft für einen gemeinsamen Nenner nur äußerst gering. Das „Lochseif“, in dem einige hundert Menschen leben, trägt auch den Spitznamen „Mittelrodenbach“. Entstanden ist es Mitte der 1970er Jahre, nachdem die Gemeinde Oberrodenbach in den 1960er Jahren mit den Planungen dazu begonnen hatte.

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