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Deshalb wird Dieter Bien mit Landesehrenbrief ausgezeichnet

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Freuten sich mit Dieter Bien (von links): Betreuungsvereins-Vorsitzender Gerhard Kleespies, Landrat Thorsten Stolz und Hanaus Stadtrat Thomas Morlock. Foto: Anja Goldstein
Freuten sich mit Dieter Bien (von links): Betreuungsvereins-Vorsitzender Gerhard Kleespies, Landrat Thorsten Stolz und Hanaus Stadtrat Thomas Morlock. Foto: Anja Goldstein

Rodenbach. Selten dürften so viele politische Vertreter zu einer Mitgliederversammlung des Betreuungsvereins Main-Kinzig zusammengekommen sein, wie am vergangenen Montag im Gelben Saal des Altenzentrums in Rodenbach. Und auch Landrat Torsten Stolz gab sich die Ehre. Warum dies der Fall war, wurde allerdings schnell klar.

von Anja GoldsteinDenn an diesem Abend wurden sowohl das Betreuungsvereins-Gründungsmitglied Dieter Bien als auch das langjährige Vorstandsmitglied Ursula Holzschuh für ihr ehrenamtliches Engagement mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet.

„Sie leben das Ehrenamt mit Leib und Seele“, würdigte Hanaus Stadtrat Thomas Morlock den Pionier des Betreuungsvereins Main-Kinzig in seiner Laudatio. Er bezeichnete Bien als „einen hoch engagierten Mann“, der sich jahrzehntelang auf vielfältige Weise für das Wohl seiner Mitbürger, vor allem für hilfsbedürftige Senioren, eingesetzt habe.

Seit 1993 im Kampf

Seit 1993 kämpft der Hanauer für den Verein und darüber hinaus. Denn Bien ist nicht nur Gründungsmitglied des Betreuungsvereins, er engagiert sich ebenso im Vorstand des Bundesverbandes der kommunalen Senioren- und Behinderteneinrichtungen. Dort leiste er „eine wichtige Lobbyarbeit“, wie Morlock hervorhob.

Die Liste der Ehrenämter des Hanauers ist damit aber noch lange nicht vollständig. Seit 1994 ist er Mitglied der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Bad Orb, in der Zeit von 2002 bis 2009 war er Beisitzer im Kreisvorstand der AWO Main-Kinzig. Außerdem ist er seit 2000 stellvertretender Vorsitzender des Landesverbands Hessen des Deutschen Verbandes der Leitungskräfte der Alten- und Behindertenhilfe.

Im Betreuungsverein habe Bien nach der Verabschiedung des neuen Betreuungsrechtes 1992 zu den Pionieren gehört, wie Morlock herausstellte. „Er hat durch sein kontinuierliches Engagement mit dazu beigetragen, dass seit mehr als 25 Jahren die Bürger des Main-Kinzig-Kreises zu den Themen Betreuungsrecht und Vorsorgemöglichkeiten informiert und beraten werden“. Die Beratungsstelle des Vereins ist gefragt, die Termine für Beratungsgespräche seien rar.

"Außerordentlicher sozialer Beitrag zur Gesellschaft"

Morlock lobte Bien für dessen „außerordentlichen sozialen Beitrag zur Gesellschaft“ und freute sich, einen so engagierten Hanauer ehren zu können. „Danke vor allem dafür, dass Sie Ihr Bürgersein nicht nur als Katalog von Rechten und Ansprüchen verstehen, sondern auch als Aufforderung, gesellschaftliche Verpflichtung zu übernehmen. Sie mögen ihr Engagement für die Gesellschaft als selbstverständlich betrachten, doch das ist ihr Einsatz ganz sicher nicht.“ Der Hanauer Stadtrat nahm die Ehrung zum Anlass, das „öffentliche Dankeschön zu überbringen, das ich stellvertretend für alle ausspreche, die von Dieter Biens Wirken profitieren konnten“.

Bien, der sich über den „Bürgermeisterüberschuss bei einer so normalen Sache wie einer Jahreshauptversammlung“ sehr gewundert hatte, war von der Ehrung völlig überrascht worden. Im Vorfeld tat der Vorstand des Vereins alles dafür, dass Bien keine Ahnung von seiner bevorstehenden Ehrung hatte. Sichtlich gerührt und nahezu sprachlos nahm er dann auch seine Ehrung entgegen.

Auch Landtagsabgeordneter Heiko Kasseckert, Landrat Thorsten Stolz sowie die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden waren extra für diese Ehrung gekommen und gratulierten Dieter Bien alle sehr herzlich zu dieser Würdigung. Der so Geehrte nahm die Ehrung in erster Linie als Würdigung für die Arbeit des Vereins dankend an. Auch Gerhard Kleespies, der Vorsitzende des Betreuungsvereins, bedankte sich herzlich bei Bien für dessen unermüdlichen Einsatz für den Verein. Mit Blick auf die vielen anwesenden Politiker stellte er fest: „Diesen Rahmen wünsche ich mir für jede Veranstaltung von uns.“

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