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Von Aerosolfiltern bis Zebrastreifen: Bürgerversammlung in Niederdorfelden findet erstmals online statt

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Von: Mirjam Fritzsche

Die Bürgerversammlung in Niederdorfelden fand am Donnerstagabend erstmals online statt. Die Informationen von Bürgermeister Klaus Büttner (Mitte) und der Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Kristina Schneider (rechts), wurden live aus dem Bürgerhaus übertragen. 
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Die Bürgerversammlung in Niederdorfelden fand am Donnerstagabend erstmals online statt. Die Informationen von Bürgermeister Klaus Büttner (Mitte) und der Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Kristina Schneider (rechts), wurden live aus dem Bürgerhaus übertragen. © Screenshot HA

„Es fühlt sich komisch an, in einem fast leeren Bürgerhaus zu stehen“, beschreibt Kristina Schneider (SPD), Vorsitzende der Gemeindevertretung, die Atmosphäre am Donnerstagabend. Während in anderen Kommunen im Umland die Bürgerversammlungen aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen, beschreitet Niederdorfelden neue Wege: Die Gemeinde lässt die Versammlung online stattfinden.

Niederdorfelden – „Es war einfach ein glücklicher Zufall, dass wir vor einem Jahr das Stadtparlamentsfernsehen mit der Übertragung unserer Sitzungen beauftragt haben. So kann dieser Abend stattfinden – wenn auch ganz anders als sonst“, so Schneider. Die Bürger verfolgten erstmals den Vortrag von Bürgermeister Klaus Büttner (SPD) nicht von den Stühlen im Bürgerhaus aus, sondern an ihren heimischen Rechnern.

Sie hatten vorab die Möglichkeit, Fragen einzusenden. Einige Zuschauer stellten sie ganz aktuell im Live-Chat. Die vergangenen Jahre zählte die Gemeinde an die 150 Besucher im Bürgerhaus, zur Online-Versammlung schalteten sich über die Zeit verteilt bis zu 302 Interessierte dazu.

Neues zum Neubaugebiet „Im Bachgange“

Zunächst informierte Bürgermeister Büttner über den Sachstand beim Neubaugebiet „Im Bachgange“. Die Erschließungsarbeiten seien Anfang Juni abgeschlossen worden. „Uns war es wichtig, dass die Bauherren anfangen konnten.“ Die Grundstücke seien für einen „fairen Preis“ von 450 Euro pro Quadratmeter verkauft worden.

„Der Bodenrichtwert liegt aktuell bereits bei 600 Euro pro Quadramter“, so der Rathauschef. Er verurteilte scharf, dass Unbekannte vor Kurzem nachts Scheiben beschmiert und eingeschlagen hätten. „Die Polizei in Maintal wurde benachrichtigt und fährt dort öfter Streife. Aber eine 24-Stunden-Überwachung ist natürlich nicht möglich“, erklärt Büttner.

Niederdorfelden: Tegut vergrößert sich im Neubaugebiet

Er konnte Neuigkeiten aus dem Einzelhandel verkünden. So werde der Tegut in das Neubaugebiet umziehen und sich vergrößern. Zudem werde Pappert dort ein Café eröffnen. „Dort können Sie auch am Wochenende ein Stück Kuchen und Kaffee bekommen“, so Büttner. Die heimischen Bäcker hätten leider kein Interesse gehabt.

Zahlen zur ersten Online-Bürgerversammlung

Die Zuschauerzahlen der digitalen Bürgerversammlung am Donnerstagabend in Niederdorfelden waren über den Vimeo-Kanal: 52, Facebook: 149, YouTube: 33, über die eigene Website inklusive Livestream.com: 68. Insgesamt sind der Veranstaltung im Bürgerhaus im Durchschnitt zirka 302 Zuschauer über fünf Kanäle über die gesamte Sendezeit verteilt gefolgt. Die durchschnittliche Verweildauer lag bei 47 Minuten. Das Interesse war anscheinend wirklich groß. „Normalerweise liegt die Verweildauer beim Livestream zur Stadtverordnetenversammlung oder zur Gemeindevertretersitzung im Durchschnitt bei etwa 17 Minuten pro Zuschauer“, erläutert Boris Kreuter vom Stadtparlamentsfernsehen. Dieser hohe Wert zeige, dass sehr viele Personen aus Niederdorfelden das Programm digital geschaut haben. Wer die Bürgerversammlung verpasst hat: Die Aufzeichnung kann im Internet weiterhin abgerufen werden. fmi

Der Bürgermeister erklärte, dass die Stuwwelpeterschule dem „Pakt für den Nachmittag“ beitreten wolle, dafür jedoch noch bauliche Veränderungen nötig seien. Man habe sich mit dem Schulträger bereits über die weitere Vorgehensweise ausgetauscht.

Ab Januar wird in Niederdorfelden wieder geblitzt

Ab Januar soll im Ort wieder geblitzt werden. Auch Parksünder erhalten dann Knöllchen. Nach einer Gerichtsentscheidung dürfen private Dienstleister dafür nicht mehr beauftragt werden. Niederdorfelden hat deshalb mit Limeshain, Hammersbach und Ronneburg den Ordnungsbehördenbezirk „Ronneburger Hügelland“ gegründet.

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