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Viel Lob und Anerkennung für die Arbeit der TSG Niederdorfelden bei der 100-Jahr-Feier

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Das TSG-Orgateam wird vom Vorsitzenden Wolfgang Kurz (rechts) vorgestellt und geehrt.
Das TSG-Orgateam wird vom Vorsitzenden Wolfgang Kurz (rechts) vorgestellt und geehrt. © Thomas Seifert

Geradezu überhäuft mit Schecks, Gutscheinen für Fort- und Weiterbildung verschiedenster Sportverbände und -organisationen, Ehrenplaketten Urkunden und weiteren Auszeichnungen wurde der Vorstand des Turn- und Sportgemeinde Niederdorfelden (TSG) um den Vorsitzenden Wolfgang Kurz und dessen Stellvertreter Carsten Frey bei der Akademischen Feier auf dem Sportgelände des Vereins. Dabei lobte Landrat Thorsten Stolz die „legere Veranstaltung im Festzelt mit dem Besuch so vieler Mitglieder, aber auch Funktionäre“.

Niederdorfelden – Die unkonventionelle Feier, moderiert von Kristina Schneider und Carsten Frey, manifestierte sich auch darin, dass jeder Redner eine sportspezifische Frage beantworten musste und zum Abschluss ein Quiz rund um den Verein auf die Besucher wartete. Recht lange war die Rednerliste der Veranstaltung, die von einem zehnköpfigen Orga-Team schon lange vorbereitet worden war, zunächst dreitägig ausfallen sollte, dann aber wegen der Pandemie auf einen Tag geschrumpft wurde, der mit einem Familienvormittag, einer Mitgliederehrung und dem Kommers aber bunt und vielfältig ausfiel.

Gut besucht ist das Festzelt beim Kommers „100 Jahre TSG Niederdorfelden“ auf dem Sportgelände an der Berger Straße.
Gut besucht ist das Festzelt beim Kommers „100 Jahre TSG Niederdorfelden“ auf dem Sportgelände an der Berger Straße. © Thomas Seifert

Vorsitzender Wolfgang kurz skizzierte bei seiner Begrüßung die wechselvolle Geschichte des Vereins mit den derzeit noch drei Sparten Fußball, Turnen und Gymnastik sowie Tischtennis und hob hervor, dass die Jugendarbeit schon lange Zeit im Fokus der TSG stehe. „Wir versuchen, mit eigenen Trainern unseren derzeit 160 Jugendlichen – bei etwa 450 Mitgliedern – beste Bedingungen zu bieten“, stellte Kurz fest. Beim Fußball habe man sich schon vor Jahren entschlossen, zum Großteil mit „Eigengewächsen“ die beiden aktiven Mannschaften zu bestücken, im Jugendbereich gebe es Spielgemeinschaften. „In den nächsten Jahren stehen der Vorstand und die Mitgliedschaft vor allem bei der Sanierung des in die Jahre gekommenen Vereinsheims vor großen Herausforderungen, die wir aber mit Unterstützung von Gemeinde, Kreis und Land hoffentlich meistern können.“

Zehn Jahre ist Bürgermeister Klaus Büttner (SPD) Mitglied bei der TSG und so bekam er an diesem Spätnachmittag natürlich eine Urkunde überreicht. Er lobte vor allem die Nehmerqualitäten des Vereins, der einen Weltkrieg und mehrere Krisen überstanden habe und trotzdem in Sachen Einsatz für die Dorfgemeinschaft, Förderung der Solidarität und bei der Integrationsarbeit von Geflüchteten ein Vorbild sei. „Die Gemeinde wird im Rahmen ihrer Möglichkeiten die TSG auch weiterhin unterstützen“, versprach der Rathauschef. Unter den Gästen weilte auch Büttners Vorgänger Wilfried Schneider, Vater von Kristina Schneider.

Bürgermeister Klaus Büttner, Carsten Frey und Wolfgang Kurz (von links) freuen sich über die von Landrat Thorsten Stolz überbrachte Silberne Ehrenplakette des Landes Hessen.
Bürgermeister Klaus Büttner, Carsten Frey und Wolfgang Kurz (von links) freuen sich über die von Landrat Thorsten Stolz überbrachte Silberne Ehrenplakette des Landes Hessen. © Thomas Seifert

Landrat Thorsten Stolz (SPD) hatte im Gepäck die silberne Ehrenplakette des Landes, die eigentlich schon im vergangenen Jahr, dem 100. des Bestehens der TSG, hätte überreicht werden sollen. Auch er betonte die „starke Verwurzelung des Vereins und seiner Mitglieder in der Bürgerschaft“, lobte die tolle Jugendarbeit, die er als „eine echte Hausnummer“ bezeichnete, und verwies auf die positive Entwicklung „als Herz und Seele der Gemeinde Niederdorfelden“.

Der Vorsitzende des Hessischen Fußball-Verbands Torsten Becker und Kreisfußballvorsitzender Dirk Vereeken konnten nicht nur einige Trainer, Betreuer und Funktionäre des TSG-Jugendbereichs mit Urkunden und Ehrennadeln erfreuen, sondern übergaben dem Vorsitzenden Kurz auch die Ehrenplakette des Verbands. Becker hob hervor, dass der Vorstand mit der Rückbesinnung auf „eigene Gewächse“ die richtigen Schlüssel gezogen habe, was man an den Aufstiegen der ersten Mannschaft ablesen könne. „Als größter Verein so auf die Jugendarbeit zu setzen, nötigt großen Respekt ab“, erklärte der HFV-Vorsitzende.

Moderatorin Kristina Schneider (rechts) begrüßt zusammen mit Torsten Becker, Vorsitzender des Hessischen Fußballverbands, die Ex-Nationalspielerinnen Dagmar und Kerstin Pohlmann.
Moderatorin Kristina Schneider (rechts) begrüßt zusammen mit Torsten Becker, Vorsitzender des Hessischen Fußballverbands, die Ex-Nationalspielerinnen Dagmar und Kerstin Pohlmann. © Thomas Seifert

Helmut Meister ist nicht nur Vize des Hessischen Landessportbunds (LSB), sondern auch Vorsitzender des Sportkreises Main-Kinzig. Er hatte seine Jugendwartin Michaela Seifert mitgebracht, um die Ehrenurkunde des LSB zu überreichen. „Vereine sind die sozialen Tankstellen einer Gemeinde, Sport ist eine wichtige Lebenskultur für die Gesellschaft und macht attraktive Angebote für die Bevölkerung“, hob Meister hervor, der hinzufügte, dass sich das Sportsystem „robust und kreativ“ in Pandemiezeiten erwiesen habe. Diesen Worten schloss sich Kerstin Zimmermann vom Turngau Offenbach-Hanau an und überreichte ihrerseits eine Ehrenplakette.

Der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Daniel Christ, war von der Vereinsgemeinschaft auserwählt worden, neben Glückwünschen gleich ein ganzes Büdel an Geschenken an den Vorstand zu übergeben. „Die TSG ist Teil einer großen Gemeinschaft im Ort und jedes Mitglied trage auf seine Weise dazu bei, dass Niederdorfelden ein liebens- und lebenswertes Dorf ist und bleibt“, betonte Christ.

Junge Menschen in Vereinsarbeit integriert

„Die TSG ist da, wenn Not am Mann ist, zum Beispiel als im Nachbarort Oberdorfelden das Vereinsheim einem Brand zum Opfer fiel“, blickte Ex-Vorsitzender Uwe Schäfer auf eine Hilfsaktion zurück. Dem amtierenden Vorstand attestierte er, sie hätten in den vergangenen Jahren „einen tollen Job gemacht und viele junge Menschen in die Verantwortung für den Verein herangeführt“. Ihn freue es besonders, dass mit den Pohlmann-Zwillingen Dagmar und Kerstin zwei äußerst erfolgreiche und aus der TSG hervorgegangene Fußball-Nationalspielerinnen heute den Weg zu ihren Ursprüngen gefunden hätten.

Von Thomas Seifert

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