1. Startseite
  2. Region
  3. Niederdorfelden

Straßennamen für Baugebiet "Im Bachgange" stehen fest

Erstellt: Aktualisiert:

Noch Ackerland, bald Baufläche: Bürgermeister Klaus Büttner zeigt, wo das neue Baugebiet „Im Bachgange“ entstehen soll. Der Bebauungsplan ist bereits rechtskräftig. Foto: Fritzsche
Noch Ackerland, bald Baufläche: Bürgermeister Klaus Büttner zeigt, wo das neue Baugebiet „Im Bachgange“ entstehen soll. Der Bebauungsplan ist bereits rechtskräftig. Foto: Fritzsche

Es geht voran beim neuen Baugebiet „Im Bachgange“. Dieser Tage haben die bisherigen Grundstückseigentümer der Flächen Post erhalten. Die Gemeinde hat die Umlegungsbescheide verschickt. Wenn kein Einspruch erfolgt, werden sie Ende des Monats rechtskräftig. Auch die neuen Straßennamen stehen bereits fest.

Von Mirjam Fritzsche

Der Gemeindevorstand hat sich geeinigt: Die neuen Straßen werden „Im Bachgange“, „Am Holzwege“, „Die Landwehr“, „Die Kappesgärten“ und „Die Premenäcker“ heißen. „Alles historische Namen“, erklärte Bürgermeister Klaus Büttner. Wer dort seine Adresse haben wird, entscheidet zumindest teilweise ein Losverfahren.

34 Grundstücke in Gemeindehand für Einfamilien- und Doppelhäuser werden an Niederdorfelder Bürger verlost. Mehr als 100 Bewerber finden sich auf der Warteliste.

Etwa die Hälfte der 41 Altbesitzer der bisherigen Ackerlandflächen zwischen Bischofsheimer Straße und Berger Straße haben sich für Bauland als Ausgleich entschieden. Sie konnten wählen: entweder 90 Euro pro Quadratmeter oder 30 Prozent der ursprünglichen Fläche im erschlossenen Zustand.

Von den insgesamt 120 Grundstücken, die entstehen, bleiben 40 in privater Hand, 50 bis 60 sollen nach der Umlegung der Gemeinde gehören. 34 davon werden per Losverfahren vergeben, für die restlichen Grundstücke sollen Bauträger beauftragt werden, die Reihenhäuser und Mehrfamilienhäuser errichten. Während die ausgelosten Neuerwerber im Kaufvertrag dazu verpflichtet werden sollen, innerhalb von zwei Jahren mit dem Bau zu beginnen, gibt es für die Alteigentümer keine Frist. „Das ist rechtlich leider nicht möglich“, sagt Büttner.

Wenn das Umlegungsverfahren abgeschlossen ist und die Kosten für die Erschließung feststehen, kommen die Grundstücke in die Lostrommel. „Erst dann kann die Gemeinde einen Preis für die Baugrundstücke festlegen“, erklärt Büttner.

Als Nächstes soll die archäologische Untersuchung des Areals an der L 3008 stattfinden. Dreieinhalb Monate haben die Fachleute Zeit, nach historischen Relikten unter der Oberfläche zu suchen. Die Ausschreibung sei erfolgt. „Die naturgeschützten Hamster sind bereits umgesiedelt worden. Nach der archäologischen Untersuchung können dann die Erschließungsarbeiten beginnen“, so der Rathauschef. Das werde vermutlich im Frühjahr 2019 der Fall sein. Der erste Spatenstich ist aber bereits im Herbst vorgesehen.

Ob auf der 0,6 Hektar großen Fläche für Gemeinbedarf in Niederdorfelden auch ein neues Rathaus entsteht, ist weiter offen. Viele Bürger wünschten sich, dass der Neubau an alter Stelle an der Burgstraße errichtet wird, also im Ortskern. „Die Entscheidung trifft das Gemeindeparlament in den kommenden zwei bis drei Jahren“, betonte Bürgermeister Büttner.

Fest steht, dass innerhalb der 10,7 Hektar großen Fläche eine Seniorenwohnanlage ebenso geplant ist wie ein Lebensmittel- und ein Drogeriemarkt.

Auch interessant