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Niederdorfelden: Richtfest für Seniorenzentrum gefeiert

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Die Richtfestkrone hing hoch über den Köpfen der Festgäste, die ordentlich die Hälse strecken mussten.
Die Richtfestkrone hing hoch über den Köpfen der Festgäste, die ordentlich die Hälse strecken mussten. © Jürgen W. Niehoff

Gleich drei Gläser Wein leerte der Betonbaumeister Benjamin Reichenbach kürzlich beim Richtfest für das neue Altenzentrum im Neubaugebiet „Im Bachgange“, nachdem er den Richtspruch aufgesagt und dem Bauvorhaben allseits viel Glück gewünscht hatte – und zwar eins für den Bauherrn, eins für den Architekten und eins für alle beteiligten Handwerker.

Niederdorfelden – Bei Dauerregen und recht kühlen Temperaturen fand das Richtfest, mit Ausnahme des Richtspruchs, in der zukünftigen Empfangshalle des Altenzentrums mit seinen 84 Einzimmerappartements und 41 Einheiten betreutes Wohnen statt. Alle Redner waren sich einig, dass dieses Projekt ein Glücksfall für die Gemeinde sei.

Bei Platzvergabe haben Dorfelder Bürger Vorrang

„Altenheim, betreutes Wohnen, Tagespflege, Kita für eine U3-Gruppe, eine Arztpraxis, dazu noch ein Stadtteil-Café für alle und dann das alles noch in einem größeren Neubaugebiet sind einzigartig für eine so kleine Gemeinde wie Niederdorfelden mit seinen knapp 4000 Einwohnern“, lobte Landrat Thorsten Stolz (SPD) das Bauvorhaben in seinem Grußwort.

Auf die Idee mit dem Seniorenzentrum ist Bürgermeister Klaus Büttner (SPD) vor fünf oder sechs Jahren von einem Dorfelder Senior gestoßen worden, der weit weg von seiner Heimat wohnte. Er wolle zurück in sein altes Dorf, in seine gewohnte Umgebung, hatte sich damals der Senior von Herzen gewünscht. Und dieser Wunsch stieß bei Büttner tatsächlich auf offene Ohren. Kaum zurück im Rathaus, machte er sich an die Arbeit und ließ aus dem Wunsch des alten Herrn Wirklichkeit werden. „Bei der Vergabe der Plätze haben deshalb die Dorfelder Bürger jetzt Vorrang. Auch an bezahlbare Mieten haben wir gedacht und dafür gesorgt, dass in einem weiteren Bauvorhaben des Bauunternehmens Schneider direkt im Anschluss an das Seniorenzentrum 20 Prozent der Wohnungen für nur acht Euro pro Quadratmeter vermietet werden“, verkündet Büttner stolz vor den über 100 Gästen.

Betreiber lüftet Schleicher über zukünftigen Namen

Christian Weins, der Betreiber des zukünftigen Altenzentrums, lüftete in seiner Richtfestrede dann auch noch den Schleier über den zukünftigen Namen der Einrichtung. „Es soll ab sofort den Namen ‘Im Niddertal Seniorenzentrum’ tragen. Und die beiden Gebäude sollen in Anlehnung an zwei Bauwerke in der Gemeinde ‘Wasserburg’ und ‘Ölmühle’ heißen.“

Nach einer kurzen Dusche im Regen für den Richtspruch war dann Feuer frei für Essen und Trinken und viele interessante Gespräche. (Jürgen W. Niehoff)

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