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Niederdorfelden erhält schnelles Internet

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Auch Niederdorfelden wird Gigabit-Kommune. Darüber freuen sich (von links) Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann, Bürgermeister Klaus Büttner, Karl Markloff (Erster Beigeordneter), Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth und Landrat Thorsten Stolz.
Auch Niederdorfelden wird Gigabit-Kommune. Darüber freuen sich (von links) Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann, Bürgermeister Klaus Büttner, Karl Markloff (Erster Beigeordneter), Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth und Landrat Thorsten Stolz. © PM

Niederdorfelden wird an das gigabitfähige Netz angeschlossen: Bürgermeister Klaus Büttner und die Breitband Main-Kinzig GmbH haben laut Pressemitteilung jetzt die Zusammenarbeit beschlossen. Baustart ist im kommenden Jahr.

Niederdorfelden – „Wir ziehen das mit der Breitband Main-Kinzig durch“, sagt Niederdorfeldens Bürgermeister Klaus Büttner. „Darüber freue ich mich sehr, denn alleine könnten wir das nicht stemmen.“ Der Rathauschef betont, dass die Kreistochter als kommunale Akteurin die richtige Partnerin für dieses Projekt sei: „Denn die Breitband Main-Kinzig lässt kein einziges Haus aus. Und das ist mir sehr wichtig. Wir müssen die Lücken schließen.“

Schnelle Bandbreiten als wichtiger Standortfaktor

Was bedeutet die Zusammenarbeit konkret? Überall dort, wo in Niederdorfelden noch kein schnelles Internet vorhanden ist, kümmert sich Breitband Main-Kinzig um den Glasfaserausbau. Und überall dort, wo die Menschen bereits mit Kabelanschlüssen ausgestattet sind, werden die Netze entsprechend aufgerüstet, damit sie ebenfalls Bandbreiten von 1 GBit/s liefern können. Letztere Aufgabe übernimmt Vodafone – der Partner von Breitband Main-Kinzig für den Ausbau der Privathaushalte.

Büttner erläutert: „Wir haben noch einige Ecken in unserer Kommune, in denen es kein schnelles Internet gibt.“ Woran das liegt, ist schnell erklärt: Oft bleiben einzelne Gebiete oder Häuser komplett außen vor, wenn ein Privatanbieter den Ausbau übernimmt. Das war auch in Niederdorfelden der Fall. Landrat Thorsten Stolz kann das grundsätzlich nachvollziehen: „Ein Drittanbieter baut natürlich nur dort aus, wo es sich wirtschaftlich für ihn lohnt. Aus unserer Sicht reicht das aber nicht aus. Deshalb bieten wir jetzt den kostenlosen Glasfaserausbau bis ins Haus an – für alle, die sich dafür anmelden. Denn schnelle Bandbreiten sind schon jetzt ein wichtiger Standortfaktor und werden in der Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen“, so der Landrat. Simone Roth, Geschäftsführerin der Breitband Main-Kinzig GmbH, erläutert den Ablauf: „Unser Partner Vodafone wird alle Kabelgebiete, in denen wir wegen der Förderrichtlinien nicht ausbauen dürfen, so aufrüsten, dass dort ebenfalls Bandbreiten von 1 GBit/s möglich sind. Den Rest übernehmen wir.“

Ausbau soll Ende 2023 abgeschlossen sein

Für den Ausbau bekommt die Kreistochter Fördergelder von Land, Bund und Kreis – insgesamt 200 Millionen Euro. Der Ausbau in Niederdorfelden soll laut Mitteilung bereits Ende 2023 abgeschlossen sein.

Die Kreistochter Breitband Main-Kinzig baut neben Niederdorfelden noch in den folgenden Kommunen aus: Bad Orb, Biebergemünd, Birstein, Brachttal, Bruchköbel, Erlensee, Flörsbachtal, Freigericht, Gelnhausen, Gründau, Hanau (Stadtteile Klein-Auheim und Mittelbuchen), Hasselroth, Jossgrund, Linsengericht, Nidderau, Schlüchtern, Sinntal und Steinau. Es können noch weitere Kommunen dazukommen.

Wer einen Gigabit-Anschluss haben möchte, füllt auf der Homepage www.breitband-mkk.de die sogenannte Grundstückseigentümererklärung (GEE) aus. Diese Erklärung erlaubt es der Breitband Main-Kinzig GmbH, das Glasfaserkabel bis ins Haus (FTTH, Fibre To The Home) zu legen. Im ersten Schritt des Bestellprozesses wird ersichtlich, ob der Ausbau kostenlos möglich ist. Gebiete, die bereits mit einem Kabelanschluss versorgt sind, wird Vodafone entsprechend aufrüsten, sodass auch dort Bandbreiten von 1 GBit/s möglich sind.  fmi

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