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Nidder: Rohrbrücke soll Trinkwasser transportieren

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Beliebte Strecke für Gassigeher: Ausgerechnet hier soll eine Brücke entstehen, über die zwei Wasserrohre über die Nidder geleitet werden. Sie soll aber möglichst nah an der B 521 entlang führen. Foto: Fritzsche
Beliebte Strecke für Gassigeher: Ausgerechnet hier soll eine Brücke entstehen, über die zwei Wasserrohre über die Nidder geleitet werden. Sie soll aber möglichst nah an der B 521 entlang führen. Foto: Fritzsche

Niederdorfelden. Eine defekte Trinkwasser-Hauptleitung sorgt in Niederdorfelden für Wirbel. Eigentlich versorgt die unterirdische Verbindung Frankfurt mit Wasser, doch das Rohr unter der Nidder ist leck. Jetzt soll eine Rohrbrücke diesen Abschnitt überbrücken - doch über den genauen Standort wird noch verhandelt.

Von Mirjam Fritzsche

Über Niederdorfeldener Gemarkung läuft eine der Hauptleitungen, mit denen die Stadt Frankfurt mit Trinkwasser aus dem Vogelsberg versorgt wird. Zurzeit führt ein dickes Rohr unter der Nidder durch. Doch dieses ist Leck geschlagen. Eine Rohrbrücke über die Nidder unweit des Altenburgrings soll die defekte Leitung ersetzen. Über den genauen Standort wird derzeit verhandelt.Der Wetterauer Energieversorger Ovag, der einen Teil der Wasserversorgung liefert, ist im vergangenen Jahr auf die Gemeinde zugekommen und berichtete von der beschädigten Leitung. Eine Sanierung ist mit Schwierigkeiten verbunden. Denn das 120 Zentimeter dicke Rohr liegt etwa acht Meter tief unter der Erde.Sorgen um OptikDie Reparatur des Lecks wäre sehr aufwändig und teuer. Zudem kann die Wasserlieferung nur kurz unterbrochen werden. So entstand bei der Ovag die Idee, die Leitung über die Nidder zu führen und dann wieder an das unterirdische Netz anzuschließen.Ende 2016 beschäftigte sich bereits der Planungs-, Umwelt- und Kulturausschuss mit der Thematik. Die Gemeindevertreter haben vor allem Bedenken wegen der verschandelten Optik der Auenlandschaft. „Dort gehen viele Menschen spazieren. Eine Brücke mit zwei 60 Zentimeter starken Rohren sähe ziemlich unschön aus“, erläutert Bürgermeister Klaus Büttner.Hessen Mobil gibt grundsätzlich grünes Licht Weil die Rohrsanierung aber unausweichlich ist, schlug der Gemeindevorstand als Alternative vor, die Rohre von der Pumpstation parallel zur Nidder zu führen und sie erst in direkter Nähe zur B 521-Brücke über die Nidder zu leiten. „Dort fallen die Rohre weniger auf“, betont Büttner. Der Ausschuss stimmte schließlich für den Vorschlag.Mittlerweile hat sich auch Hessen Mobil als zuständige Behörde für die B 521 mit der Sache befasst und grundsätzlich grünes Licht für eine Rohrbrücke in direkter Nähe ihres Bauwerks gegeben – allerdings mit einer Einschränkung. „Es sind elf Meter Abstand zur Brücke zu halten“, erläutert der Rathauschef. Das sei aber immer noch besser, als die beiden Wasserleitungen direkt auf Höhe der Pumpstation den Fluss queren zu lassen.

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