Kurzer Arbeitseinsatz für die Niederdorfelder Politiker: Im Parlament herrschte am Donnerstagabend weitgehend Einigkeit. Foto: Humboldt

Niederdorfelden

Klimaanlage im Rathaus erhitzt die Gemüter

Niederdorfelden. Im Niederdorfeldener Rathaus ist es im Sommer richtig heiß. Die Anschaffung einer Klimaanlage hat nun in der Gemeindevertretersitzung für erhitzte Gemüter gesorgt.

Von Michael Humboldt

Nur eine Klimaanlage hat bei der vierten öffentlichen Sitzung der Gemeindevertretung für erhitzte Gemüter gesorgt. Ansonsten verlief der politische Abend in Niederdorfelden harmonisch und friedlich und bescherte ausschließlich einstimmige Abstimmungen.Dass die Arbeitsbedingungen in einem heißen Sommer für seine Mitarbeiter im Rathaus nicht mehr zumutbar seien, betonte noch einmal Bürgermeister Klaus Büttner (SPD), der davon überzeugt ist, dass ein Gebäude atmen müsse und eine Lüftungsanlage benötige.Grünen: Investition überdenkenDie Grünen indes sind der Meinung, dass man diese Investition noch einmal überdenken solle. Hintergrund dabei ist die Hoffnung auf ein ganz neues Bürgerhaus, das aus den Gewinnen des geplanten Neubaugebietes „Im Bachgange“ finanziert werden könnte. Doch zum einen sei die Umsetzung dieses Projektes völlig unsicher, zum anderen würde sie noch mindestens fünf Jahre dauern, erklärte Carsten Frey von der SPD, die für die Klimaanlage eintritt.Letztlich waren die Grünen mit ihrem Einspruch nicht erfolgreich, wobei Kristina Schneider, die Vorsitzende der Gemeindevertretung, klar machte, dass die Abstimmung gar nicht nötig gewesen wäre für diese Investition. „Der Gemeindevorstand kann über die Klimaanlage von sich aus entscheiden, weil es bereits einen abgesegneten Haushalt gibt.“15 000 Euro für kühlen SommerSo sollen nun geschätzte 15 000 Euro dafür sorgen, dass der Bürgermeister und seine Mitarbeiter im nächsten Sommer nicht mehr ins Schwitzen kommen. Interessant war für die anwesenden Bürger zudem Punkt eins der Tagesordnung, die Mitteilungen von Büttner. Auch Niederdorfelden erhält demnach von Hessen Mobil einen Zuschuss in Höhe von 16 340,49 Euro für die Aufstellung von Bike- und Ride-Anlagen an Bahnhöfen.Gesichert sei auch der Busverkehr für die Schüler, die Maintaler Schulen besuchen, versicherte der Bürgermeister, obwohl der Vertrag für die Linie MKK 24 von der Stadt Maintal zum Sommer gekündigt worden war. „Momentan wird die Linie zu den bestehenden Konditionen weitergeführt, bis es zu einem neuen Vertrag kommt.“Erste Appartements für Asylbewerber sind bezugsfertigFür Asylbewerber konnten in Niederdorfelden die ersten zwölf Appartements bezugsfertig übergeben werden. „Mittlerweile sind 31 Asylbewerber eingezogen, wobei acht Kinder unter sechs Jahren dort leben. Wer sich ein Bild von der Wohnanlage machen möchte, ist am Mittwoch, den 12. Oktober, eingeladen, zwischen 16 Uhr und 19 Uhr die beiden Häuser zu besichtigen“, verkündete der Bürgermeister.Erfreut ist man in der Gemeinde auch, dass der Lebensmitteldiscounter Norma einen Anbau am kommenden Montag um 10 Uhr neu eröffnet. „Somit ist die Nahversorgung der Bewohner weiterhin gesichert“, so Büttner.Kurzer ArbeitseinsatzKeine Diskussionen und Wortmeldungen gab es bei der Feststellung der geprüften Jahresabschlüsse für 2013 und 2014. Auch eine Darlehensaufnahme beim Hessischen Investitionsfond Abteilung C über 150 000 Euro wurde einstimmig abgesegnet.Gleiches erfolgte beim Forstwirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2017. Und weil Punkt neun, die Bildung einer Friedhofskommission, aufgrund personeller Unsicherheiten verschoben wurde, war es letztlich ein kurzer Arbeitseinsatz für die Niederdorfeldener Politiker.

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