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Kindertagesstätte "Pusteblume" erhält eine Deckendämmung

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Der erste Raum ist in Arbeit. Darüber freuen sich (von links): Thomas Keitel von der Gemeinde, Architekt Werner Röddiger, Bürgermeister Klaus Büttner, stellvertretende Leiterin Sarah Fonken, Kitaleiterin Erika Meier und Elternbeirätin Viola Schultheiß-Wolf mit Tochter Annika.  Foto: Fritzsche
Der erste Raum ist in Arbeit. Darüber freuen sich (von links): Thomas Keitel von der Gemeinde, Architekt Werner Röddiger, Bürgermeister Klaus Büttner, stellvertretende Leiterin Sarah Fonken, Kitaleiterin Erika Meier und Elternbeirätin Viola Schultheiß-Wolf mit Tochter Annika. Foto: Fritzsche

Niederdorfelden. Es soll leiser werden in der Kita Pusteblume. Seit einigen Tagen wird ein spezieller Schallschutz an den Decken angebracht – zur Freude der Mitarbeiterinnen und Eltern. In drei bis vier Wochen sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, wie Architekt Werner Röddiger beim Ortstermin erläutert.

Von Mirjam Fritzsche

40 Jahre hat die Kita Pusteblume an der Burgstraße bereits auf dem Buckel. Damit ist sie die älteste Kindertagesstätte im Ort. Im Vergleich mit der Kita 100-Morgen-Land und der Kita am Lindenplatz, die jüngeren Datums sind, ist sie weit weniger modern ausgestattet. „Die Gruppenräume sind einfach nicht mehr zeitgemäß“, sagt Viola Schultheiß-Wolf, Vorsitzende des Elternbeirats. Auf Initiative der Mütter und Väter lässt die Gemeinde nun nachbessern. Schließlich soll die Einrichtung attraktiv bleiben.

Von außen ist in den vergangenen Jahren bereits einiges passiert. Die Fassade ist energetisch saniert, das Außengelände neu gestaltet worden. Diesmal geht es um den Innenbereich. Neue Lampen sollen für eine bessere Ausleuchtung und Dämmplatten für einen niedrigeren Geräuschpegel sorgen. „Es hallt in den Räumen und mit kleinen Kindern ist es schwer, den Pegel stabil zu halten“, erläutert Kitaleiterin Erika Meier. 75 Mädchen und Jungen zwischen drei und sechs Jahren besuchen die Einrichtung. Zudem betreut der Verein Kinderlobby Hortkinder im Haus.

Förderung ermögliche weitere MaßnahmenDie aktuelle Maßnahme wird mit rund 50 000 Euro zu Buche schlagen. Bis zu 100 000 Euro kann die Gemeinde über den Main-Kinzig-Kreis beim Land für solche Maßnahmen beantragen. Die Arbeiten dürfen bereits ausgeführt sein, versichert Büttner: „Wenn wir die Förderung bekommen, wären auch noch Mittel da, um neue Möbel anzuschaffen.“

Die Schränke, Tische und Stühle sind teilweise bereits bis zu 30 Jahre alt. „Es wäre schön, wenn wir ein einheitliches Gesamtbild hätten“, betont Sarah Fonken, stellvertretende Kitaleiterin. Doch zunächst sei man sehr froh über die Dämmung.

Ursprünglich sollten die Arbeiten bereits früher stattfinden. Doch wegen des momentanen Baubooms sei es schwer gewesen, Handwerker zu engagieren, erklärt Architekt Röddiger. Der Zeitpunkt für die Modernisierungsmaßnahmen sei günstig, versicherte jedoch Kitaleiterin Meier. „Das Wetter ist gut. Wir können mit den Kindern viel draußen sein.“

Lärm für den GeräuschschutzDenn bevor die neuen Schallschutzplatten in den drei Gruppen- und zwei weiteren Räumen für mehr Ruhe sorgen, ist in der Bauphase noch einmal richtig viel Lärm angesagt. Da Raum für Raum saniert wird, ist der Betrieb nicht eingeschränkt.

Das kennt Erika Meier auch anders. Als sie vor 28 Jahren in der Kita Pusteblume anfing, war das Haus noch einstöckig und mit einem Flachdach versehen. 1991 wurde aufgestockt. „Die Betreuung fand in dieser Zeit in der Aula und nachmittags in den Klassenräumen der Struwwelpeterschule statt. Ich bin – was Umbauten angeht – einiges gewohnt“, sagt sie und lacht.

Den Anfang bei den Sanierungsarbeiten machte dieser Tage das Rollenspiel-Zimmer, im Erdgeschoss, das auch als Nähatelier genutzt wird. An der Decke wurden Mineralfaserplatten montiert und anschließend verputzt und gestrichen. Bis zu den Sommerferien wird die „Pusteblume“ wieder ein Stück komfortabler sein.

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