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Höchster Anteil für SPD im Wahlkreis 180: Oehl in Niederdorfelden am stärksten

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Von: Mirjam Fritzsche

Viele Kreuze auf den Wahlzetteln gingen an die SPD: Mit 38,2 Prozent konnte SPD-Bundestagskandidat Lennard Oehl in Niederdorfelden die meisten Stimmen für sich gewinnen.
Viele Kreuze auf den Wahlzetteln gingen an die SPD: Mit 38,2 Prozent konnte SPD-Bundestagskandidat Lennard Oehl in Niederdorfelden die meisten Stimmen für sich gewinnen. © Symbolbild: Patrick Scheiber

38,2 Prozent Erststimmenanteil – in Niederdorfelden schneidet SPD-Kandidat Lennard Oehl im Wahlkreis 180 am besten ab. So viele Stimmen konnte er prozentual gesehen noch nicht mal in seiner Heimatgemeinde Nidderau auf sich vereinigen. „Niederdorfelden wählt traditionell rot. Aber dass Lennard Oehl so gut bei uns abgeschnitten hat, freut uns natürlich“, sagt Juliane Frey, SPD-Fraktionsvorsitzende im Gemeindeparlament und Vorstandsmitglied im Ortsverband.

Niederdorfelden – Sicherlich habe es eine Rolle gespielt, dass Oehl vor Ort sehr präsent war. Der 27-Jährige hatte mit interessierten Bürgern einen Ortsrundgang gemacht und etliche Hausbesuche absolviert. „Zudem kommt er aus einer Nachbarkommune. Das hat vielleicht auch eine Rolle gespielt“, mutmaßt Frey.

Auch bei den Zweitstimmen Spitze

Aber nicht nur der SPD-Kandidat hat im Wahlkreis 180 gut abgeschnitten. Mit 30,7 Prozent ist die kleine Gemeinde auch bei den Zweitstimmen Spitze. Die Aufbruchstimmung sei in den vergangenen Wochen im Wahlkampf zu spüren gewesen, berichtet Frey. Viele junge Leute hätte sich dabei engagiert. „Die Menschen im Ort merken, dass wir das nicht aus Karrieregedanken machen, sondern dass wir Herzblut einfließen lassen“, betont sie.

Das schlechte Abschneiden der CDU hat in Niederdorfelden wohl zwei Gründe. Einerseits den negativen Bundestrend, zum anderen ist die CDU im Ort wegen Personalmangels zur Kommunalwahl 2021 nicht mehr angetreten. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Katja Leikert, die nun ihren Wahlkreis gegen Oehl verloren hat, bekamen die Niederdorfelder in den vergangenen Jahren kaum zu Gesicht. Sprich: Die CDU war im Ort wenig präsent.

Bei den Zweitstimmen konnten die Christdemokraten bei dieser Bundestagswahl daher gerade mal 20,2 Prozent (2017: 28,9 Prozent) für sich verzeichnen – das zweitschlechteste Ergebnis im Wahlkreis. Nur in Erlensee (19,9 Prozent) haben noch weniger Menschen für die Partei von Kanzlerkandidat Armin Laschet gestimmt. (Mirjam Fritzsche)

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