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Hilfe für Flüchtlinge bei der Jobsuche

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Integrationshelfer aus Nidderau, Schöneck und Niederdorfelden haben eine Ausbildungs- und Arbeitsbörse für Flüchtlinge organisiert. Sie findet am Mittwoch im Bürgertreff Kilianstädten statt. J Symbolfoto: pixabay
Integrationshelfer aus Nidderau, Schöneck und Niederdorfelden haben eine Ausbildungs- und Arbeitsbörse für Flüchtlinge organisiert. Sie findet am Mittwoch im Bürgertreff Kilianstädten statt. J Symbolfoto: pixabay

Niederdorfelden/Schöneck/Nidderau - Mit einer Ausbildungs- und Arbeitsbörse am Mittwoch, 29. August, im Bürgertreff in Kilianstädten möchten in der Integrationsarbeit ehrenamtlich tätige Menschen aus Schöneck, Nidderau und Niederdorfelden Geflüchtete und ortsansässige Unternehmen an einen Tisch bringen.

Von Thomas Seifert

Schon seit einigen Monaten bereiten Mitglieder der Gruppen „Bündnis Nidderau hilft“, der AK Asyl Schöneck und Integrationshelfer aus Niederdorfelden zusammen mit den Verwaltungen und mit professioneller Unterstützung durch die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) den Abend im Bürgertreff vor. Die DKJS setzt dabei das vom Bundesfamilienministerium im Jahr 2015 gestartete Programm „Willkommen bei Freunden“ vor Ort mit Integrationshelfern und Verwaltungen um.

Professionelle Hilfe

„Wir leisten professionelle Hilfe, moderieren Vorbereitungen, informieren die Akteure vor Ort über alle Möglichkeiten rund um Integration und sind bei der Vorbereitung von Veranstaltungen sowie bei der Nachbearbeitung behilflich“, beschreibt Therese Hertel von der DKJS den Part dieser Organisation.Bereits Mitte März – und seither mehrere Male – haben sich die Akteure der beteiligten Gruppen zu Vorbereitungsgesprächen getroffen. Der Kontakt kam wiederum über die DKJS zustande, deren Honorarkraft Silvia Genz schon seit längerer Zeit mit der Arbeitsgruppe Arbeit und Beschäftigung im „Bündnis Nidderau hilft“ zusammenarbeitet. In mehreren Treffen wurden die Schwerpunkte der Veranstaltung herausgearbeitet, wurden Energien gebündelt und Aufgaben verteilt, berichtete Hertel.

Abfrage der Arbeits- und Ausbildungswünsche

„Gemeinsam besuchten die Akteure eine ähnliche Veranstaltung in Maintal und legten anschließend den eigenen Weg und Rahmen für die Börse fest“, so die Kommunalberaterin.Anfang August fand mit 17 Aktiven aus allen drei Kommunen und 53 Geflüchteten von 10 bis 16 Uhr eine Veranstaltung statt, bei der unter Mithilfe der DKJS mit den Flüchtlingen Bewerbungsgespräche simuliert wurden. Dabei wurden auch deren Arbeits- oder Ausbildungswünsche abgefragt und die Interviewer konnten sich ein Bild von den Deutschkenntnisse, der Menschen machen.„Wir haben uns mit jedem in Zweierteams rund 20 bis 30 Minuten unterhalten und so weitere Anregungen für die Börse bekommen. So gab es zum Beispiel Interesse an Ausbildungen bei Floristen oder Friseuren“, betonte Therese Hertel.

Nutzen für ortsansässige Unternehmen

In den Vorbereitungsgesprächen war ein wichtiges Thema die Ansprache der ortsansässigen Unternehmen. Denn denen müsse ja überzeugend dargelegt werden, welcher Nutzen die Teilnahme an der Ausbildungs- und Arbeitsbörse für die Firma bringt. „Gerade für Unternehmen, die nach Arbeitskräften suchen oder wo Ausbildungsplätze frei sind, ist die Börse ein ideales Schaufenster, um offene Stellen doch noch besetzen zu können“, stellte die Kommunalberaterin fest. Den Firmenchefs oder Entscheidern müsse in den Gesprächen klar gemacht werden, welchen Mehrwert sie aus einer Teilnahme ziehen können, auch wenn dafür Freizeit geopfert werden müsse.

Viele Branchen vertreten

An diesem für alle Interessierte offenen Mittwochabend, Beginn ist um 18 Uhr im Bürgertreff in Kilianstädten, erwarten die Organisatoren zwischen 40 und 60 Geflüchtete, die sich nach heutigem Stand bei 15 Unternehmen vorstellen können. Viele Branchen sind vertreten: Automobillogistik, Lebensmittelhandel, Verfahrenstechnik, Fachgroßhandel, Sanierungsdienstleister, Entsorger, Maschinenservice, Landschaftsgärtner, Pflegedienst, Autohaus, Friseur, Dienstleister und eine Verwaltung werden sich vorstellen.„In lockeren Gesprächen bei einem kleinen Snack sollen die beiden Seiten ins Gespräch kommen und sich kennenlernen“, beschreibt Hertel das Ziel des Abends.

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