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Feuerwehrnachwuchs übte in Niederdorfelden

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Theresa und Pascal setzen, beobachtet vom Wertungsrichter und von den Teamkollegen, ein Standrohr. Foto: Fred Bongartz
Theresa und Pascal setzen, beobachtet vom Wertungsrichter und von den Teamkollegen, ein Standrohr. Foto: Fred Bongartz

Niederdorfelden. Das Wochenende stand in Niederdorfelden wieder ganz im Zeichen der Freiwilligen Feuerwehr. Bereits am Samstag ging es mit der Abnahme der Jugendflamme 2 los. Denn Jugendarbeit ist für die Freiwilligen Feuerwehren das A und O.

Von Fred Bongartz28 Jugendliche aus dem Altkreis Hanau stellten sich auf dem Schulhof der Struwwelpeterschule den Aufgaben, die von Wertungsrichtern mit Argusaugen beobachtet wurden.Abzeichen für JugendfeuerwehrmitgliederDie Jugendflamme ist ein Ausbildungsnachweis in Form eines Abzeichens für Jugendfeuerwehrmitglieder. Es gibt sie in drei Stufen, die auf das jeweilige Alter sowie den Kenntnis- und Leistungsstand abgestimmt sind. Die Abnahme erfolgt auf Ort- und/oder Kreisebene durch den Kreisjugend-Feuerwehrwart.In diesem Fall war es Volker Schulz, der hier quasi die Oberaufsicht hatte. Die Jugendlichen müssen verschiedene Fertigkeiten nachweisen. Im Bereich Feuerwehrwissen gilt es, fünf Aufgaben aus dem Bereich der Fahrzeug- und Gerätekunde zu lösen. Zwei Aufgaben kommen aus dem Bereich der Technik. Der Rest ist Spiel und Spaß und erfordert einiges an Geschicklichkeit. Wie der jeweilige Parcours aussieht, bleibt dem Veranstalter überlassen.Simone Jahn hatte sich mit ihrem Team einiges einfallen lassen, um die fünf Teams mit je sechs Nachwuchsfeuerwehrleuten entsprechend zu fordern.Jugendliche bewiesen Wissen und GeschicklichkeitAn Station eins musste der Deckel eines Hydranten geöffnet und ein Standrohr für den Anschluss der Schläuche gesetzt werden. Die nächste Aufgabe war mehr theoretisch. Hier mussten die Kandidaten Buchstaben ziehen und sich dann aus dem bereitstehenden LF 8 (Löschfahrzeug) einen Ausstattungsgegenstand mit dem entsprechenden Buchstaben holen und erklären. Wertungsrichter Michael Heck aus Rüdigheim achtete darauf, dass in einer Gruppe nicht zweimal das gleiche Gerät herbeigeholt wurde.Position drei erforderte einige Geschicklichkeit. Mit einem aufgerollten Schlauch mussten mittels Entrollen ein paar Kegel umgestoßen werden, was sich als gar nicht so einfach herausstellte. Wie man eine Brand- oder Unfallstelle richtig absichert musste an der nächsten Station gezeigt werden. Als nächstes musste ein Wasserwerfer installiert werden. Das hat allerdings nichts mit den Fahrzeugen zu tun, die bei Demonstrationen eingesetzt werden. Hier war der gekonnte Umgang mit Druckschläuchen notwendig.Teambildung und Motivation gefördertDie Jugendlichen, die aus Niederdorfelden, Schöneck, Bruchköbel, Neuberg, Maintal und Rodenbach kamen, waren konzentriert bei der Sache.Nach den bestandenen Aufgaben konnten alle Jugendlichen stolz ihren Ausbildungsnachweis in Empfang nehmen. Solche Prüfungen, darin waren sich alle einig, sind wichtig für Teambildung und Motivation.Tag der offenen Tür am SonntagAm Sonntag öffneten sich die Tore der Feuerwehr am Gerätehaus zum Tag der offenen Tür. Zahlreiche Aktionen und die Vorstellung der vielfältigen Aufgaben, die weit über das Löschen von Feuern hinausgehen, waren nicht nur für die Niederdorfelder interessant. Einsatzgeräte wurden erklärt und vorgeführt.

Die Voraushelfer der Feuerwehr, das sind speziell ausgebildete Erst- und Sanitätshelfer, die vor Ort bei den Notfallpatienten qualifizierte Erste Hilfe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes leisten, stellten ihre Arbeit vor und beantworteten fachkundig alle Fragen. Ihre Aufgabe ist es, lebensrettende Sofortmaßnahmen durchzuführen, wie beispielsweise eine Herz-Lungen-Wiederbelebung, wodurch die Überlebenschancen des Patienten vergrößert werden.Als besondere Attraktion hatte die Feuerwehr Hanau einen Abrollbehälter, der Utensilien für Chemieunfälle an Bord hat, zur Verfügung gestellt.

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