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Baugebiet "Im Bachgange": Klaus Büttner unterzeichnet Vertrag

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Noch gibt es nicht viel zu sehen auf dem künftigen Baugelände „Im Bachgange“ zwischen Bischofsheimer Straße, L 3008, Bahntrasse und dem Feldbach. Doch bereits im Herbst soll hier der erste Spatenstich für die Erschließung erfolgen. Foto: Kalle
Noch gibt es nicht viel zu sehen auf dem künftigen Baugelände „Im Bachgange“ zwischen Bischofsheimer Straße, L 3008, Bahntrasse und dem Feldbach. Doch bereits im Herbst soll hier der erste Spatenstich für die Erschließung erfolgen. Foto: Kalle

Niederdorfelden. Der nächste Schritt auf dem Weg zum neuen Baugebiet „Im Bachgange“ ist getan. Bürgermeister Klaus Büttner unterzeichnete mit dem Projektentwickler ZSE Immobilien den Vertrag über die Erschließung des Geländes. Der erste Spatenstich soll bereits im Herbst erfolgen.

Von Mirjam Fritzsche

Ab Ende 2018 könnten hier die ersten Häuser entstehen. „Die Gespräche mit den bisherigen Eigentümern der Baufläche sind sehr positiv verlaufen, der überwiegende Teil hat dem Bauumlegungsverfahren zugestimmt“, berichtet Büttner. Lediglich zwei bis drei Besitzer hätten noch um Bedenkzeit gebeten.Die 34 Parzellen auf der Baufläche sind derzeit noch in der Hand von etwa 50 Eigentümern. Im Umlegungsverfahren sollen Grundstücke geschaffen werden, die in Lage und Form für eine bauliche Nutzung geeignet sind.Ankaufspreis: 90 Euro pro Quadratmeter Die Eigentümer können sich entscheiden: Entweder sie erhalten ein kleineres, baureifes Grundstück aus der Umlegungsmasse oder sie verkaufen ihren Anteil. Der Ankaufspreis ist auf 90 Euro pro Quadratmeter festgelegt worden. „Der überwiegende Teil favorisiert den Verkauf“, informiert Ralf Trollman von ZSE Immobilien.Seine Firma hat im Auftrag der Gemeinde die Gespräche geführt und wird das Baugebiet weiter entwickeln. Als Umlegungsstelle ist der Gemeindevorstand bestimmt worden. „Das bedeutet, dass die Gemeinde bei allen Entscheidungen das letzte Wort hat“, erklärt Büttner.Einnahmen sollen Konto ausgleichenAls nächster Schritt muss nun ein Bebauungsplan aufstellt werden. Sobald dieser in Kraft ist, kann das Umlegungsverfahren beginnen. Über ein Treuhand-Konto, für das die Gemeinde bürgt, werden die Parzellen dann angekauft. „Wir gehen davon aus, dass 6,5 Millionen Euro für den Ankauf nötig werden und weitere 6,5 Millionen Euro für den Straßenbau und die Erschließung des Baugebiets“, rechnet Büttner vor.Die Einnahmen aus dem Weiterverkauf der neu gebildeten Grundstücke sollen das Konto wieder ausgleichen. „Ziel ist es, dass spätestens mit dem Verkauf des letzten Grundstücks die schwarze Null auf dem Konto steht“, führt Trollmann aus.

160 bis 180 GrundstückeInsgesamt elf Hektar stehen im Dreieck zwischen Bischofsheimer Straße und Landesstraße 3008 zur Verfügung, etwa sieben sind bebaubar. 160 bis 180 Grundstücke sollen auf der bisherigen Ackerfläche entstehen, mit Platz für Einfamilien- und Reihenhäuser sowie Doppelhaushälften.Vorgesehen sind zudem Mehrfamilienhäuser mit bis zu sechs Wohnungen. Büttner möchte dort darüber hinaus seniorengerechtes Wohnen ermöglichen. „Bisher gibt es in Niederdorfelden kein entsprechendes Angebot“, so der Bürgermeister.Platz für bis zu 800 NeubürgerZahlreiche Gutachten zu Verkehr und Umwelt liegen bereits vor. „Es wird auf jeden Fall eine Lärmschutzvorrichtung zur L 3008 und möglicherweise auch zur Bahntrasse geben“, sagt Trollmann. Im Juni soll in einer Bürgerversammlung über die Pläne für das Baugebiet informiert werden.Bis zu 800 Neubürger könnten „Im Bachgange“ Platz finden. Damit würde die Einwohnerzahl Niederdorfeldens auf etwa 4600 steigen. Zwar sollen die neuen Grundstücke frühestens ab Ende 2017 vermarktet werden, doch bereits jetzt stapeln sich auf Büttners Schreibtisch die Anfragen interessierter Bauherren aus der gesamten Region. „Ich habe keine Bedenken, dass wir alle Bauplätze los werden“, erklärt Büttner.Auf die Einnahmen aus der künftigen Grundsteuer B, die dann für die Baugrundstücke erhoben werden können, freut er sich schon heute. Auch die steigende Einwohnerzahl bringt Bares: Mehr Bürger bedeuten natürlich auch mehr Geld im Gemeindesäckel.

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