Nimmt Formen an: Die Arbeiten im Baugebiet Im Bachgange schreiten gut voran. Demnächst soll der Straßenbau beginnnen. Foto: Axel Häsler

Niederdorfelden

Arbeiten im Baugebiet Im Bachgange laufen nach Plan

Niederdorfelden. Im Schnelldurchlauf brachte Bürgermeister Klaus Büttner (SPD) seine Bürger auf den neuesten Stand: Baugebiet, Haushalt, Kreiselbau – mehr als 100 Interessierte waren am Montagabend ins Bürgerhaus gekommen, um seinen und den Ausführungen von Baugebiets-Projektentwickler Ralf Trollmann zu lauschen.

Von Mirjam Fritzsche

Hauptthema des Abends: das Baugebiet Im Bachgange. Büttner informierte, dass bis auf zwei Bauplätze bereits alle notariell verkauft seien. Für die Fläche, die zunächst als möglicher Standort für einen Rathaus-Neubau vorbehalten worden war, werde es jetzt einen Investorenwettbewerb geben. Die Gewinner sollen einen Preis erhalten. „Die Gemeindevertretung entscheidet, wer den Zuschlag bekommt“, erklärte Büttner.

Absage von Drogeriemarkt verärgert Büttner

Wenig erfreut sei er über die Absage des Drogeriemarkts dm. „Weil in Kilianstädten ein Rossmann gebaut wird, hat sich das Unternehmen zurückgezogen“, so der Bürgermeister. Er wolle sich aber dafür einsetzen, dass der neue Einkaufsmarkt eine erweiterte Drogerieabteilung anbietet. Ralf Trollmann konnte weitere Details zum Fortschritt der Bauarbeiten berichten. „Mit der Rohrverlegung sind wir fast durch.“ Als nächster Schritt folge nun der Straßenbau. Auch mit der Installation einer Gabionenwand entlang der Landesstraße werde bald begonnen. Die Erschließung solle wie geplant im Mai 2020 abgeschlossen sein, damit die Bauherren mit dem Bau ihrer Häuser beginnen können.

„Möglicherweise ziehen wir aber noch einige Arbeiten an der Straße vor, sodass eine Verschiebung bis Juli möglich sein könnte“, führte Trollmann aus. Der Endausbau der Straßen folge dann 2021, vermutlich eher 2022.Einige Detailfragen folgten an die Planer. „Warum werden die Nebenstraßen gepflastert und nicht asphaltiert?“, wollte ein Bürger wissen. „Das ist einfach ein Gestaltungsmittel“, sagt der Projektentwickler. Man werden darauf achten, dass die Pflastersteine ordentlich verlegt werden.

Bedenken zu Rückhaltebecken

Ursule Conen hingegen macht sich Sorgen über die Größe des geplanten Regenrückhaltebeckens. Sie befürchtet, dass dieses mit 800 Kubikmetern zu klein sein könnte. „Die Kanäle sind recht groß. Auch in mehreren Zisternen wird das Wasser gesammelt und langsam wieder abgegeben“, erläutert Trollmann. Der Kreiselbau an der Bischofsheimer Straße ist fast abgeschlossen. Die Sperrung soll am Freitag oder am Samstag aufgehoben werden. Allerdings müsste die Straße nach einer Woche noch mal für zwei Wochen gesperrt werden. Die Zufahrt von der Landesstraße sei dann für 14 Tage nicht möglich.

Andere Themen wurden nur kurz angeschnitten. Zum Haushalt sagte Bürgermeister Büttner: „Zum ersten Mal seit Langem kommen wir ohne eine Grundsteuererhöhung aus. Alle Fehlbeträge sind abgebaut.“ Allerdings ärgerte sich Büttner öffentlich über die Solidarumlage in Höhe von 490 000 Euro, die seine Gemeinde in den Topf des Kommunalen Finanzausgleichs zahlen muss. „Das ist mehr als wir mit der Grundsteuer einnahmen“, so Büttner. Zum Schluss wies er darauf hin, dass vom 5. bis 14. Juni der Hessentag in Bad Vilbel stattfindet. „Bereits eine Woche vorher wird die Straße ab Gronau gesperrt.“ Nun könne man sich überlegen, ob man seine Urlaubsplanung danach ausrichten wolle – entweder um zu feiern oder den Stau zu umgehen.

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