Variante 4 aus der Vogelperspektive: Die Planer haben das APZ (oben links) in eine Luftaufnahme projektiert. Rechts ist die Nidderhalle zu sehen. Unten zeigt der Querschnitt der Höchster Straße das Höhenverhältnis des APZ zur gegenüberliegenden Bebauung.
+
Variante 4 aus der Vogelperspektive: Die Planer haben das APZ (oben links) in eine Luftaufnahme projektiert. Rechts ist die Nidderhalle zu sehen. Unten zeigt der Querschnitt der Höchster Straße das Höhenverhältnis des APZ zur gegenüberliegenden Bebauung.

Im Internet

Vier Varianten, ein Favorit: Pläne für Seniorenzentrum in Eichen einsehbar

Mit Spannung haben die Nidderauer der Präsentation der Entwürfe für die geplante Seniorendependance der Alten- und Pflegezentren (APZ) des Main-Kinzig-Kreises an der Höchster Straße in Eichen entgegengeblickt. Nun kam die Veröffentlichung der Pläne sogar schneller als gedacht.

Nidderau - Sie sind auf der städtischen Homepage zu finden. Ursprünglich sollte die Präsentation der Entwürfe in der Nidderhalle stattfinden. Aufgrund der sich weiter zuspitzenden Corona-Situation und den damit einhergehenden zusätzlichen Kontaktbeschränkungen hat die Stadt „nach Rücksprache und ausdrücklichem Hinweis der Kreisspitze“ die Präsentation kurzfristig abgesagt.

Laut Mitteilung haben die Bürger ab sofort 14 Tage lang Gelegenheit, sich die Plandarstellungen im Internet anzuschauen. Anregungen und Meinungen können bis zum 8. November an die Adresse anke.koenig@nidderau.de gesendet werden.

Variante 4 aus der Spielplatzperspektive: Der Hügel mit Baumbestand, die Seilbahn und andere Spielgeräte könnten laut Planung bestehen bleiben. Die Freiflächen für das APZ und die Tagespflege wären minimiert. Visualisierungen auf dieser Seite: Heitzenröder Architekten

Unsere Redaktion hat die vier Planungsvarianten mit einer ersten kurzen Beschreibung zusammengestellt. Der Planung durch das Büro Heitzenröder Architekten im Auftrag der APZ liegen gewisse Voraussetzungen zugrunde. Dieter Bien, Geschäftsführer der kreiseigenen gemeinnützigen Alten- und Pflegezentren Main-Kinzig, hatte während einer Bürgerinformationsveranstaltung im November 2018 unter anderem die kostenlose Bereitstellung eines Grundstücks von 3500 Quadratmetern zur Bedingung für ein Engagement der APZ in Nidderau gemacht. Die Grundfläche der Gebäude betrage in der Regel 1200 Quadratmeter, das Raumangebot belaufe sich auf 2300 Quadratmeter, so Bien damals.

Kindergarten benötigt 1200 Quadratmeter Fläche

Detaillierte Flächenangaben wurden noch nicht gemacht. Wie Architekt Ulrich Heitzenröder aber dem HA sagte, benötige die Kindertagesstätte nach Erweiterung durch zwei Gruppen (in einem Anbau oder im APZ-Neubau untergebracht) eine Gesamtfreifläche von 1200 Quadratmetern.

Bei der Planungsvariante 4 sei die Freifläche für das APZ minimiert, wodurch am meisten Platz für den Spielplatz verbleibe. „Der Hügel samt Baumbestand und ein Großteil der Spielgeräte wie die Seilbahn könnten erhalten bleiben“, so Heitzenröder. Eine Unterkellerung des Gebäudes sei, wenn überhaupt, nur zu einem kleinen Teil vorgesehen. „Es wird keine große Grube geben, wir können relativ schlank bauen.“

Variante 1: Kita-Anbau ohne Seniorenzentrum

Variante 1: Diese Variante zeigt die bestehende Kindertagesstätte (rechter Bildrand, grau) mit den ursprünglich geplanten Anbauten (braun), um die Unterbringung von zwei weiteren benötigten Gruppen zu ermöglichen. Selbst bei dieser theoretischen Planung – ohne ein Seniorenzentrum – würde das jetzige Spielplatzgelände an Fläche verlieren, da das Außengelände für die Kita vergrößert würde. Die neue Grundstücksgrenze ist durch die vertikale Linie angezeigt, die neben dem Anbau entlang durch den auf dem Spielplatz gelegenen Hügel (durch Kreislinien angedeutet) verlaufen würde. Das große Gebäude unten am linken Bildrand ist die Nidderhalle.

Variante 2: Seniorenzentrum und Kita separat

Variante 2: Diese Variante entspricht der bisher bekannten Planung, die die Alten- und Pflegezentren den Gremien als ersten Aufschlag vorgelegt hatten. Daraufhin hatte sich eine Initiative zum Erhalt des Spielplatzes in seiner jetzigen Form gegründet. Der zweiflügelige Baukörper (braun) liegt bei dieser Planung leicht gebeugt dem Kurvenverlauf angepasst an der Höchster Straße. Dahinter ist noch ein Teil der Grünfläche als Außengelände des APZ vorgesehen. Die Grünfläche zwischen APZ und Kindertagesstätte bis zur Böschung am Neuwiesengraben würde zum Außengelände für die Kita. Für den Spielplatz bliebe ein Streifen inklusive der neuen Spielflächen an der Nidderhalle übrig.

Variante 3: Seniorenzentrum versetzt mit Kita-Anbindung

Variante 3 zeigt das Seniorenzentrum mit versetzten Baukörpern (braun). Zwischen Seniorenzentrum und Kindertagesstätte besteht eine Anbindung, sodass bei dieser Variante im Erdgeschoss des APZ zwei Kita-Gruppen untergebracht werden könnten. Vom Spielplatz bliebe bei dieser Planung am wenigsten übrig. Der unterteilte Gebäudekörper des APZ würde sich weiter in das Gelände einschieben. Der gesamte Bereich zwischen dem Seniorenzentrum und der Kindertagesstätte würde der Kita als Außengelände zufallen. Für die Tagespflege im Erdgeschoss des linken Gebäudeteils und das Seniorenwohnheim in den Obergeschossen gebe es separate Freiflächen.

Variante 4: Seniorenzentrum mit Kita-Anbindung

Variante 4: Diese Variante entspricht im Grundriss weitgehend der Variante 2, ist allerdings näher zur Kita hin gelegen, um eine Anbindung für die Kita-Gruppen im Erdgeschoss des rechten Gebäudetrakts zu schaffen. Nach dem bisherigen Diskussionsverlauf darf diese Variante als Favorit der Befürworter gelten. Das Kita-Freigelände würde bis auf den Hügel des Spielplatzes heranreichen. Der Hügel selbst könnte nach Angaben der Planer samt Baumbestand bestehen bleiben, ebenso wie die Seilbahn sowie andere Spielgeräte in diesem Bereich. Die Freiflächen für das Seniorenwohnheim und den Tagespflegebereich im Erdgeschoss sind bei dieser Variante zugunsten des Spielplatzes minimiert.

Das könnte Sie auch interessieren