Freuen sich auf die Nidderauer Freiwilligentage: Stadtrat Rainer Vogel (von links), Severino Lema, Christiane Marx, Ellen Neubert, Gerhard Mertz, Marina Griepentrog (Gewerbeverein), Rita Maxheim und Chris Stobbe. Foto: Thomas Seifert

Nidderau

Vielfältiges Angebot zu Freiwilligentagen in Nidderau

Nidderau. Sie wollen Mitbürger dazu animieren, sich ehrenamtlich für die Gesellschaft zu engagieren: Dieser Aufgabe haben sich die Nidderauer Ehrenamtslotsen verschrieben.

Von Thomas Seifert

Rita Maxheim, Aurelie Thomas, Ellen Neubert, Carsta Pense, Chris Stobbe und Severino Lema haben deshalb zu den diesjährigen Freiwilligentagen in Kooperation mit dem Fachbereich Soziales im Familienzentrum wieder einige Projekte angestoßen. „Das Programm ist vielfältig, und für alle Generationen ist etwas dabei“, so Stadtrat Rainer Vogel (Grüne).

Das Programm startet am Dienstag, 17. September, mit „Smart mit dem Phone“. Bereits seit zwei Jahren schult dabei eine zehnte Klasse der benachbarten Bertha-von-Suttner-Schule Senioren im Umgang mit Smartphone und Tablet. „Die Jugendlichen geben mit Feuereifer ihr Wissen weiter und einige von ihnen bleiben dabei und machen an den monatlichen Schulungen im Familienzentrum mit“, erläutert Christiane Marx vom Fachbereich Soziales. Bis zu 25 Senioren nehmen des Angebot wahr und lassen sich von den jungen Profis in die Geheimnisse moderner Kommunikation einweisen. Die Jugendlichen bekommen zur Belohnung der Teilnahme eine Urkunde, die heiß begehrt ist, wie der Stadtrat weiß.

Ebenfalls am kommenden Dienstag ist der ambitionierte Hobby-Fotograf Gerhard Mertz mit Fotobegeisterten unterwegs, um am Vormittag nach geeigneten Motiven zu suchen und nach einem Mittagsimbiss die „geschossenen“ Bilder am Rechner im Familienzentrum nachzubearbeiten. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, müssen sich Interessierte vorher anmelden. „Im vergangenen Jahr sind bei unserer Fotosafari erstaunliche Ergebnisse herausgekommen, deshalb freue ich mich schon wieder auf engagierte Teilnehmer“, betont Mertz.

Ein weiteres Angebot im Rahmen der Freiwilligentage findet ebenfalls am 17. September im Pfaffenhof im Stadtteil Erbstadt statt. Ortrun Hildebrandt und Birgit Pusch laden zum „Erbstädter Mundartcafé“ ein. In diesem Jahr trägt Hildebrand eigene Gedichte und Geschichten vor und hat mit Partnerin Pusch einen Sketch in Erbstädter Platt einstudiert. Abgerundet wird die Veranstaltung, die im vergangenen Jahr über 50 Besucher anzog, mit einer Ausstellung von alten Fotos und Postkarten, die Helmut Gockert und Uli Sandmann vom Verein für Heimatgeschichte Erbstadt zusammengestellt haben.

Der Besuch von Kindern der Kurt-Schumacher-Grundschule Windecken auf dem Biobauernhof Buchwald der Familie Vogel soll in diesem Jahr wiederholt werden, denn er war 2018 einer der Höhepunkte der Freiwilligentage. Nach einem Frühstück organisiert der Freundeskreis Hof Buchwald einen Rundgang mit viel Wissenswertem mit dem Pfarrer im Ruhestand Otto Löber, wobei ein Schwerpunkt auf artgerechte Tierhaltung und nachhaltiges Wirtschaften gelegt wird. „Das Hühnermobil ist bei den Kindern besonders beliebt“, prognostiziert Stadtrat und Hausherr Rainer Vogel.

Jagdpächter Wegener führt auch in diesem Jahr wieder Grundschulkinder beim Waldtag durch den Bürgerwald. Diese Führungen, mit Pause an der Aurora-Hütte, die etwas Kondition erfordern, wiederholte der Jagdpächter im vergangenen Jahr wegen der großen Nachfrage und der Beliebtheit bei den Kindern und den Pädagogen.

Das Angebot der „Spaziergangspaten“ ist noch relativ neu. Nidderau spielt hier den Vorreiter in der Region, erfreut sich aber schon großer Beliebtheit in Windecken und Heldenbergen. Um weitere Bürger dazu zu animieren, mit Senioren, die sich alleine keinen einstündigen Spaziergang mehr zutrauen, eine Möglichkeit der Bewegung an frischer Luft auch in den anderen Stadtteilen zu bieten, gibt es am Freitag, 20. September, einen Infonachmittag, an dem das Projekt vorgestellt wird. „Sechs Paten gibt es derzeit, die mit Gruppen bis zu 20 Senioren Spaziergänge machen und meistens danach noch irgendwo zusammensitzen“, berichtet Christiane Marx.

Am Samstag, 21. September, laden Michael Rehrauer und Bernd Siebel Familien mit Kindern ab zwölf Jahren zu einer Grenzsteinwanderung mit Start am Bahnhof Eichen ein. Im Wald zwischen Ostheim und Eichen gibt es noch eine ganze Anzahl von Grenzsteinen, anhand derer sich die wechselhafte Geschichte der Region bestens erläutert lässt. Auch hier ist eine Anmeldung erforderlich, bei Regen findet die Veranstaltung im Familienzentrum statt.

Zu den Nidderauer Freiwilligentagen wurde ein Fotowettbewerb ausgelobt mit dem Titel „Ehrenamt und Freiwilliges Engagement in Nidderau – Unsere Mischung macht’s“. Das Besondere am diesjährigen Wettbewerb ist, dass die von der fachkundigen Jury ausgewählten schönsten Bilder in einem Kalender für 2020 veröffentlicht werden sollen.

Eingebettet in die Freiwilligentage ist zudem eine Veranstaltung im Rahmen der Interkulturellen Wochen des Main-Kinzig-Kreises. Gerhard Mertz hat Nidderauer Bürger aus zehn verschiedenen Nationen – es leben Menschen aus 93 Nationen in der Stadt – für eine Ausstellung abgelichtet. Diese sehr persönlichen Aufnahmen werden seit dem gestrigen Montag bis zum 23. September im Familienzentrum am Stadtplatz in der Neuen Mitte gezeigt.

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