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"Tischlein deck dich": Brüder Grimm Restaurant im Test

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Das Brüder Grimm Restaurant im Bürgerhaus von Nidderau-Ostheim bietet Gästen eine märchenhafte Speisekarte an.
Das Brüder Grimm Restaurant im Bürgerhaus von Nidderau-Ostheim bietet Gästen eine märchenhafte Speisekarte an.

Nidderau. Brüder Grimm Restaurant. Der Name verspricht ein märchenhaftes Erlebnis und regionale Küche. Doch wie schmeckt es dort? Wir haben das Restaurant in Nidderau getestet.

An den Wänden hängen Bilder mit Motiven aus bekannten Märchen von Jakob und Wilhelm Grimm, und auch die Gerichte auf der Speisekarte tragen Namen wie Rinderrumpsteak „Der Arme und der Reiche“ (18,50 Euro), Kalbsleber „Jorinde und Joringel“ (16,90 Euro) oder Pommes frites „Schneeweißchen und Rosenrot“ (2,50 Euro).

Glas Sekt aufs HausDer Empfang ist freundlich. Während ich mir an diesem Montagabend einen Tisch in der fast leeren Gaststube aussuchen darf, bietet mir die Bedienung bereits ein Glas Sekt aufs Haus an, während ich einen Moment auf meine Begleitung warte. Ich wähle eine gemütliche Sitzecke in der holzvertäfelten Gaststätte und nutze die Zeit, um die Speisekarte intensiv zu studieren.Es gibt für jeden Gaumen etwas: Eine beachtliche Auswahl an Salaten mit verschiedenen Dressings, italienische Vorspeisen, Pizza- und Pastavariationen, regionale Gerichte wie Rippchen mit Sauerkraut (8,90 Euro) oder Hessischer Leberkäse (7,90 Euro) sowie klassische Fleischgerichte und eine recht umfangreiche Auswahl für die „Goldkinder“.Tomatensuppe und Bruschetta Als meine Mittesterin eintrifft, erkundigt sich die Servicekraft umgehend nach unseren Getränkewünschen – eine große Cola light (0,4 Liter für 3,50 Euro) und eine große Apfelsaftschorle (3,50 Euro). Außerdem wählen wir als Vorspeisen eine hausgemachte Tomatensuppe (4,30 Euro) und Bruschetta (3,80 Euro) und erleben einen guten Vorgeschmack auf das, was noch folgen wird. Die Suppe schmeckt fruchtig, ist nicht allzu fein püriert und wird von einem Klecks Sahne garniert. Die vier Bruschetta sind knusprig ohne steinhart zu sein, der Belag schmeckt frisch und ist gut gewürzt.Als Hauptspeise nehmen wir das Schweine-Schnitzel „Hans im Glück“ (10,50 Euro) und die Schweinemedaillons „Sterntaler“ (15,50 Euro). Bei den Soßen können wir zwischen einer Pfefferrahmsoße oder Champignons mit Rahmsoße wählen. Das Schweine-Schnitzel kann auch mit Zitronenschnitte bestellt werden. Als Beilagen gibt es selbst gemachte Pommes und wahlweise einen Salat oder Gemüse.Gast hat die WahlWir entscheiden uns für das Gemüse mit gebratenen Zucchini, Auberginen und Paprika und einem Hauch Knoblauch. Eine ideale Ergänzung und aus unserer Sicht eine leckere Alternative zur klassischen Salatbeilage. Doch das, so verrät die Bedienung, sieht nicht jeder Gast so und so lässt das Grimm-Restaurant die Wahl. Das gilt übrigens nicht nur für die Beilage. Auch bei den Pastagerichten kann sich der Gast zunächst eine Zubereitungsart aussuchen und diese mit der gewünschten Nudelsorte kombinieren.Als unser Hauptgang appetitlich auf einem schiffchenförmigen Teller angerichtet eintrifft, werden die Schweinemedaillons von einer Pfefferrahmsoße gekrönt und das Schnitzel von frischen Champignons in einer Rahmsoße. Nach den ersten Bissen steht fest: solide Fleischgerichte. Medaillons und Schnitzel sind so, wie man es erwarten darf: zart und eine Portion, die sättigt.Fade Pommes, Gemüse überzeugt Die Pommes sind knusprig, schmecken aber ein wenig fad. Dafür sind wir vom Gemüse begeistert, von dem es gerne noch ein wenig mehr hätte sein können. Die Champignons verleihen der Rahmsoße einen guten Eigengeschmack. Die Pfefferrahmsoße schmeckt allerdings ein wenig zu sehr nach Sahne, bemängelt meine Begleitung. Die Pfeffernote findet jedoch Anklang – eine angenehme Schärfe.Wir sind also rundum zufrieden. Und wären wir nicht gut satt, würden wir zweifelsohne der Versuchung der hausgemachten Waffeln zum Nachtisch erliegen, die es in verschiedenen Varianten ab 3, 50 Euro gibt. Aber auch Eis oder Milchreis stehen zur Wahl.Angebote wechseln alle zwei WochenBeim Bezahlen macht uns der Hausherr über die alle zwei Wochen wechselnden Angebote beispielsweise mit frischem Fisch aufmerksam, die wir in den sozialen Netzwerken nachlesen können. Ein guter Hinweis, dem wir bei Gelegenheit nachkommen wollen.

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