Das derzeitige Feuerwehrgerätehaus an der Eicher Wehrstraße genügt schon lange nicht mehr den heutigen Ansprüchen. Archivfoto: J. Weber

Nidderau

Stadtparlament: Drei Beschlüsse zu Ortsentwicklung Eichen

Nidderau. Der Stadtteil Eichen stand bei der Sitzung des Stadtparlaments am Donnerstagabend im Bürgerhaus Ostheim einmal mehr im Fokus des Interesses. Gleich drei Anträge beschäftigten sich mit teilweise umstrittenen Projekten, über die unsere Zeitung bereits ausführlich berichtet hat.

Von Thomas Seifert

  • Die Ansiedlung einer Altenbetreuungseinrichtung wird von allen Parteien unterstützt. Allerdings stellte die FWG zwei Erweiterungen des Ursprungsantrags zur Abstimmung. Fraktionschef Gerhard Wukasch betonte, man müsse ein Lärmgutachten erstellen lassen, damit es nach dem Bau einer solchen Einrichtung an der Höchster Straße nicht zu Beeinträchtigungen des Betriebs in der benachbarten Nidderhalle kommen würde.Weiterhin solle die Verwaltung Gespräche auch mit privaten Investoren suchen, denn die Bedingungen, unter denen die Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises eine solche Einrichtung bauen und betreiben wollen, verlangten der Stadt doch einige finanzielle Zugeständnisse ab.Mit einem weiteren Bewerber in der Hinterhand könne man gegenüber der kreiseigenen Gesellschaft bei Verhandlungen ganz anders argumentieren. Bürgermeister Gerhard Schultheiß (SPD) merkte dazu an, die Verwaltung habe bereits und werde weiter mit alternativen Investoren in Sachen Altenpflegeeinrichtung sprechen. Der Antrag wurde so einstimmig angenommen.
  • Ebenso einstimmig segneten die Abgeordneten einen Vertragsentwurf zur gemeinsamen Gebietsentwicklung des „Wohnparks an der Nidder BA II.“ ab. Nachdem die Firma Jung und Schmitt aus Schöneck den Wegzug aus Eichen verkündet hatte, ergaben sich für die Vermarktung der Flächen des Unternehmens und einem benachbarten stadteigenen Areal Am Wiesengrund ganz neue Perspektiven.Die Art der Vermarktung dieses Areals – abzüglich der Fläche für das neue Feuerwehrgerätehaus – ist in diesem Vertrag zur Zufriedenheit aller Abgeordneten geregelt. Die CDU nutzte allerdings diesen Tagesordnungspunkt, um noch einmal die in ihren Augen viel zu hohe Kaufsumme für das ehemalige Dillmann-Gelände anzuprangern, auf dem die Deutsche Reihenhaus AG den ersten Abschnitt der Neubebauung abschließt und die Stadt den ihr verbliebenen Anteil abzüglich des Areals für das neue Feuerwehrgerätehaus nun in die Vermarktung einbringt.
  • Gegen die Stimmen von CDU und FWG verabschiedeten die Koalitionäre SPD und Grüne den Beschluss zum Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses in der vor Kurzem vorgestellten abgewandelten Form. Durch die jüngste Entwicklung war von dem Plan, eine ehemalige Dillmann-Halle zum Gerätehaus umzubauen, Abstand genommen und ein Neubau auf den Weg gebracht worden.Allerdings sollte, so der Tenor der Befürworter, die mögliche Aufstockung des Gebäudes und dessen Ausbau durch die Feuerwehr in die Planungen mit einfließen, da von der Wehr so gewünscht.Die Gegner des Projekt wiesen darauf hin, dass ihrer Meinung nach ein Feuerwehrhaus jenseits der B521 die bessere und kostengünstigere Variante wäre, da eine solche Einrichtung nicht in ein Wohngebiet passe. Die Befürworter entgegneten wiederum, der „Sprung“ über die Bundesstraße sei noch gar nicht sicher und das schon seit Jahren geplante, überfällige Projekt müsse nun endlich realisiert werden. Man könne die Feuerwehr nicht noch länger vertrösten und warten lassen, zumal das alte Gebäude schon lange nicht mehr den Anforderungen genüge.

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