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SPD zeigt sich irritiert über Aussage der CDU zu Baugebiet in Ostheim

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Von: Jan-Otto Weber

Ein Spaten steckt zum symbolischen Spatenstich für den sechsstreifigen Ausbau eines Teilstücks der Autobahn 3 zwischen Würzburg und Nürnberg im Sand. Die 76 Kilometer zwischen dem Autobahnkreuz Biebelried bei Würzburg und dem Autobahnkreuz Fürth/Erlangen sollen in den kommenden fünf Jahren auf sechs Fahrstreifen ausgebaut werden. Foto: Daniel Karmann/dpa
Vor dem Spatenstich zum Baugebiet Mühlweide II in Ostheim gibt es noch Gesprächsbedarf. © Symbolfoto: Daniel Karmann/dpa

Verwundert zeigen sich die Nidderauer Sozialdemokraten über die jüngste CDU-Mitteilung und zweifeln am politischen Rückhalt für das Projekt.

Nidderau – Nach den Vorstellungen der Windecker Christdemokraten sei durch das Ostheimer Neubaugebiet Mühlweide II mit einer erheblichen Mehrbelastung im Straßenverkehr, der Kanalisation und der Kitas zu rechnen. Die Windecker Infrastruktur könne der zusätzlichen Belastung aus Ostheim nicht standhalten.

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Michael Bär zeigt sich irritiert: „Im Baugebiet Mühlweide II in Ostheim ist eine überschaubare Zahl von Bauplätzen vorgesehen. Es erschließt sich mir nicht, wie dies zu der erheblichen Mehrbelastung für Straße, Kanalisation und der Kindertagesstätten führen sollte. Der angesprochene Kanal wurde bereits vor einigen Jahren ertüchtigt. Durch die von der Stadtverordnetenversammlung beschlossene Vergaberichtlinien für Bauplätze wird sichergestellt, dass ortsansässige Familien bei der Vergabe der Bauplätze vorrangig berücksichtigt werden. Dies ist ein wichtiger Baustein für die Akzeptanz von neuen Baugebieten.“

Ähnlich äußern sich Ostheims Ortsvorsteher Klaus Mehrling und der Stadtverordnete Helmut Brück: „In Ostheim besteht ein dringender Bedarf nach Bauplätzen, vor allem für Familien. Wir möchten erreichen, dass Ostheimer auch in Ostheim bleiben können. Zudem wollen wir Möglichkeiten für bezahlbaren Wohnraum schaffen.“

SPD hält an Neubaugebiet fest

„Die SPD Nidderau und die SPD-Fraktion halten am Neubaugebiet Mühlweide II fest“, erklärt der Partei- und Fraktionsvorsitzende Vinzenz Bailey, der allerdings in puncto Verkehr darauf hinweist, dass die Umsetzung wirksamer Maßnahmen zum innerörtlichen Lärmschutz wie Tempo 30 wichtig bleibe. Die CDU im Ostheimer Ortsbeirat und in der Stadtverordnetenversammlung habe stets bekräftigt, dass sie das Projekt Mühlweide II begrüße, so Bailey. „Gilt das nach der Meldung der Parteifreunde aus Windecken nicht mehr?“

Der Ostheimer CDU-Vorsitzende Björn Schütz hatte unserer Redaktion auf Anfrage gesagt, dass „ der CDU-Ortsverband Ostheim, wie auch der Windecker Ortsverband und der Rest der Nidderauer CDU“ dem Baugebiet Mühlweide II positiv gegenüberstünden. „Die Kollegen aus Windecken haben mit ihrem Bericht ja nicht sagen wollen, dass sie gegen das Baugebiet sind“, so Schütz. „Sondern sie haben zum Ausdruck bringen wollen, welche Knackpunkte aus ihrer Sicht in Sachen Infrastruktur im Rahmen der Detailplanung Berücksichtigung finden sollten.“ (jow)

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