Die Niddertalbahn war das selbstverständlich Hauptthema der nach ihr benannten Konferenz. Archivfoto: Jan-Otto Weber

Nidderau

Rück und Vogel bewerten die Niddertalbahnkonferenz

Niederdorfelden/Schöneck/Nidderau. „Die Niddertalbahnkonferenz war insofern zufriedenstellend, dass alle Beteiligten zusammengekommen sind und die anschließende Resolution gemeinsam verabschiedet werden konnte“, so lautet das Fazit von Schönecks Bürgermeisterin Conny Rück.

Von Mirjam Fritzsche und Jan-Otto Weber

„Damit kommen wir dem Ziel einer leistungsstarken Niddertalbahn für die Region ein Stück näher“, so Rück weiter. Sie erhoffe sich, dass es gelingt, mehr Menschen zum Umstieg vom Auto auf die Bahn zu bewegen. Jedoch sei der dringend notwendige Ausbau auch im Hinblick auf die Umwelt und das Klima ein wichtiger Schritt für eine gute Entwicklung der beteiligten Kommunen. Der Finanzierungsanteil sollte jedoch für die Kommunen einen angemessenen, verträglichen Rahmen haben.

„Nur der doch noch lange Zeitraum der Umsetzung bis 2027 für die Attraktivität bereitet mir in der Vermittlung für die Nutzer ein wenig Sorge, denn Fakt ist, dass die Zufahrtsstraßen nach Frankfurt total überlastet sind und deswegen muss es gelingen kurzfristige Verbesserungen, wie zum Beispiel die Kapazitätserweiterung, durch zusätzliche Waggons, zu erzielen“, so Rück. Darüber habe man im Zusammentreffen jedoch nicht gesprochen.

Bahn und Land seien nun am Zug

„Die Bahn und das hessische Verkehrsministerium müssen sich nun zusammensetzen und die Planung für den Umbau auf den Weg bringen“, skizziert Nidderaus Verkehrsdezernent Rainer Vogel (Grüne) die nächsten Schritte. Zielvorgabe sei die Fertigstellung der Strecke bis 2027, um den Betrieb nach Umbau in die Ausschreibung aufnehmen zu können. „Im Grunde hat die RMV-Studie das bestätigt, was die Anrainerkommunen schon immer gefordert haben. Der Kosten-Nutzen-Faktor eines Ausbaus ist gegeben. Positiv an der Resolution ist, dass sich nun alle Beteiligten inklusive Bahn, Ministerium und RMV auf eine Marschrichtung verständigt haben.“

Nach Vogels Informationen habe das hessische Verkehrsministerium die Planungskosten für den Ausbau bereits für den Landeshaushalt 2020 angemeldet, der allerdings noch nicht verabschiedet sei. An der Finanzierung des Umbaus, dessen Kosten derzeit auf rund 100 Millionen Euro geschätzt werden, werde sich der Bund über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) beteiligen.

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