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Nidderau: Verkehrsspiegel sollen in Ostheim für mehr Sicherheit sorgen

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Der Ortsbeirat Ostheim um Ortsvorsteher Klaus Mehrling (Mitte) berät über einen Verkehrsspiegel auf der Kreuzung Hanauer Straße/Wonnecker Straße.
Der Ortsbeirat Ostheim um Ortsvorsteher Klaus Mehrling (Mitte) berät über einen Verkehrsspiegel auf der Kreuzung Hanauer Straße/Wonnecker Straße. © Jürgen Niehoff

Forderungen, Bitten, Verbesserungsvorschläge – die Nidderauer Verwaltung wird in der nächsten Zeit eine Menge abarbeiten müssen, wenn sie alle Wünsche des Ortsbeirats Ostheim umsetzen will.

Nidderau – Am Samstag traf sich der Ortsbeirat Ostheim mit etwa zehn Ostheimer Bürgern am Vormittag zu einer Ortsbegehung. Es waren vor allem Verkehrsprobleme, die aus der Bürgerschaft an den Ortsbeirat herangetragen worden waren. Deshalb führte der Weg auch mehr als zwei Stunden lang quer durch Ostheim. Der erste Halt wurde an der Kreuzung Hanauer Straße/Wonnecker Straße/ In den Pfortenwiesen gemacht.

Auf dieser Kreuzung soll auf Wunsch vieler Bürger ein Verkehrsspiegel angebracht werden, um die Ausfahrt aus der Straße In den Pfortenwiesen zu erleichtern. Nach einiger Erörterung schloss sich der Ortsbeirat diesem Wunsch an. Dasselbe gilt für die Kreuzung Hanauer Straße /Neugasse. Auch an dieser Stelle ist ein gefahrenloses Einbiegen in die Hanauer Straße von der Neugasse her wegen der engen Bebauung kaum möglich. Nach Ansicht des Ortsbeirates wäre auch in diesem Fall ein Verkehrsspiegel dringend erforderlich. „Das Problem bei den beiden Spiegeln ist aber die Zuständigkeit. Auf den Durchgangsstraßen durch Ostheim ist nämlich Hessen mobil zuständig und nicht die Stadt. Und Hessen Mobil lehnt diese Verkehrsspiegel hier nun einmal ab. Trotzdem sollten wir sie immer weiter fordern“, schlug Ortsvorsteher Klaus Mehrling (SPD) vor.

Anwohner fordern uneingeschränkte Parkzeiten

Der nächste Änderungswunsch folgte nur wenige Meter weiter. Im Bereich der Kreuzung Hanauer Straße/Schützenstraße sind nach der Sanierung der Hanauer Straße die Parkzeiten auf beiden Seiten der Hanauer Straße geändert worden. Derzeit darf tagsüber nur noch eine Stunde auf beiden Straßenseiten geparkt werden. „Deutlich zu wenig“, erregen sich einige Anwohner. Nach einigem Hin und Her wurde schließlich der Kompromiss gefunden, eine derartige Begrenzung nur vor dem kleinen Lädchen stattfinden zu lassen. Auf den anderen Flächen soll zeitlich unbegrenztes Parken genau wie vor der Straßensanierung wieder möglich werden.

Auf dem Rundgang wurde dann an verschiedenen Kreuzungen über zusätzliche Markierungen auf den Straßen diskutiert, weil die Autos bis unmittelbar in den Kreuzungsbereich parken würden. „Wenn sich jeder an die Straßenverkehrsordnung halten würde, dann könnten wir auf solche zusätzlichen Markierungen und Verbotsschilder verzichten“, so die überwiegende Meinung im Ortsbeirat.

Überlegungen für neue Straßenführung zur Entlastung von Ostheim und Windecken

Ein Thema, das zwar nicht auf der Agenda des Ortsbeirates an diesem Vormittag stand, aber bald schon in den politischen Gremien der Stadt eine Rolle spielen könnte, sind die Überlegungen zu einer neuen Verkehrsführung durch Ostheim. Von Eichen kommend könnte an der Kreuzung Heldenberger Weg/Eicher Tor eine neue Verkehrsführung geschaffen werden, die den Verkehr unterhalb der Wohnbebauung Mühlweide durch das Tal bis kurz vor Windecken führen soll. Dort, in Höhe der Angelteiche, soll nach diesen Überlegungen die Straße die bisherige Straße queren und an Windecken vorbei zur B45 führen. Damit wären Ostheim und Windecken von einem Großteil des Durchgangsverkehrs befreit.

Dass die Überlegungen zu dieser neuen Verkehrsführung derzeit wieder diskutiert werden, hat auch aktuellen Bezug. Denn für zwei Gartengrundstücke anschließend an den Kreuzungsbereich Heldenberger Weg/ Eicher Tor ist von den jeweiligen Eigentümern Nutzungsänderung beantragt worden. Wenn sie zu Baugrundstücken umgeändert würden, dann wäre auf ihnen auch der Bau der neuen Verkehrsführung möglich. Darüber soll heute Abend im Bauausschuss beraten werden.

Verkehrsberuhigter Bereich In den Pfortenwiesen vorgeschlagen

Den Abschluss der Ortsbegehung bildet schließlich das Zusammentreffen mit Anwohner der Straße In den Pfortenwiesen. Obwohl die schmale Straße für den Durchgangsverkehr bereits gesperrt und die Geschwindigkeit auf 30 km/h reduziert ist, sind die Anwohner der Ansicht, dass die Straße trotzdem noch als Durchgangsstraße genutzt und darüber hinaus auch noch viel zu schnell gefahren werde. Nach eingehender Diskussion beschloss der Ortsbeirat schließlich, der Verwaltung die Einrichtung einer verkehrsberuhigten Zone mit dann Tempo zehn km/h vorzuschlagen. (Von Jürgen W. Niehoff)

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