Blumen für den Ortsvorsteher: Glückwünsche zur Wahl zum Windecker Ortsvorsteher erhielt Heinz Homeyer (Mitte) von SPD-Fraktionschef Vinzenz Bailey (links) und dem designierten Bürgermeister Andreas Bär.
+
Blumen für den Ortsvorsteher: Glückwünsche zur Wahl zum Windecker Ortsvorsteher erhielt Heinz Homeyer (Mitte) von SPD-Fraktionschef Vinzenz Bailey (links) und dem designierten Bürgermeister Andreas Bär.

Konstituierende Sitzung

Personalwechsel im Ortsbeirat Windecken

Die Kommunalwahl am 14. März hat den Ortsbeirat Windecken kräftig durchgeschüttelt und sich neu aufstellen lassen. Von den fünf Mitgliedern sind drei neu in der Ortsteilvertretung. Zu den ausgeschiedenen Mitgliedern gehört auch der bisherige Ortsvorsteher Gerd Bauscher (SPD).

Nidderau –Worin der Grund für das Ausscheiden lag, war offensichtlich auch dem bisherigen Ortsbeiratsmitglied Gerrit Rippen (Grüne) nicht klar, der bei seinen Begrüßungsworten in Vertretung für Bauscher, der sich für die Sitzung hatte entschuldigen lassen, offen ließ, ob Bauscher sich freiwillig aus dem Beirat zurückgezogen habe oder weil er nicht wiedergewählt wurde.

Heinz Hohmeyer (SPD) ist neuer Ortsvorsteher

Auch Rippen wird dem neuen Ortsbeirat nicht mehr angehören. Er hatte sich für das Gremium nicht mehr zur Wiederwahl gestellt und war deshalb offensichtlich auch nicht in die Vorabsprachen für die Neuaufstellung des Ortsbeirates eingebunden. Er schlug nämlich Heinz Homeyer (SPD) als Sitzungsleiter vor, obwohl dieser, wie sich anschließend herausstellte, für den Vorsitz des Ortsbeirats kandidierte. Die Sitzungsleitung übernahm deshalb aufgrund seines Alters das CDU-Ortsbeiratsmitglied Werner Traudt, der zur Wahl des Ortsvorstehers aufrief. Einziger Kandidat: Heinz Homeyer (SPD), obwohl SPD und CDU jeweils zwei Mitglieder im Ortsbeirat stellen.

Komplettiert wird das Gremium von Nicole Stahlberg, der Vertreterin der Grünen. Homeyer wurde ohne Diskussion einstimmig zum Ortsvorsteher gewählt und übernahm anschließend auch sofort die Sitzungsleitung, denn die folgenden Wahlen sollten nicht so einstimmig über die Bühne gehen.

Dabei hatte Homeyer nach seinem Dank an die drei ausgeschiedenen Mitglieder Gerd Bauscher (SPD), Gerrit Rippen (Grüne) und Jörg Brindl (CDU) für ihr ehrenamtliches Engagement, um mehr Fairness und Zusammenhalt für die Zusammenarbeit im neuen Ortsbeirat gebeten. „Nur mit einer vom gegenseitigen Respekt geprägten Zusammenarbeit wird unser Wirken erfolgreich sein können und zwar zum Vorteil unseres Ortsteils Windecken“, so Homeyer in seinen Eingangsworten.

Beide CDU-Vertreter sind enttäuscht

Doch an diesem Abend zeigte sich, dass von einem „neuen Wind“ noch nicht viel zu spüren war. Denn auch die restlichen Posten gingen an das rot-grüne Bündnis. So wurde die Grünen-Vertreterin Nicole Stahlberg mit drei Ja-Stimmen und zwei Nein-Stimmen zur ersten stellvertretenden Ortsvorsteherin gewählt, ebenso wie Stefan Hotz (SPD) zum zweiten Stellvertreter.

„Wir hatten gedacht, dass wir mit unserer Entscheidung, den SPD-Kandidaten Homeyer zum Ortsvorsteher mit zu wählen, ein Zeichen für ein gutes Vertrauensverhältnis und engere Zusammenarbeit setzen können. Das scheint aber nicht auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein“, meinte anschließend enttäuscht Werner Traudt, der zuvor vom neuen Ortsbeiratsmitglied René Staubach (CDU) für beide Posten vorgeschlagen worden war. So fielen denn auch die beiden letzten zu vergebenden Posten an Rot-Grün: der des Schriftführers an Stefan Hotz (SPD) und der des stellvertretenden Schriftführers an Nicole Stahlberg (Grüne). Beide Wahlen erfolgten diesmal allerdings einstimmig.

Übrigens hatten die Fraktionsführer im Stadtparlament Gerrit Rippen und Vinzenz Bailey (SPD) bei der Vorstellung des Koalitionsvertrages versichert, den Ortsbeiräten ihrer Parteien keine Wahlvorgaben zu machen.

Tagesgeschäft gestartet

Dann aber wandte sich der Ortsbeirat sogleich dem Tagesgeschäft zu. „Der alte Ortsbeirat Windecken hatte sich wegen des Zustandes der Straße zum Wartbaum Anfang des Jahres an die Stadtverwaltung gewandt und um schnelle Sanierung der Straße gebeten. Doch bis auf die Ausbesserung ganz weniger Stellen ist bisher nichts passiert“, berichtete Homeyer.

Etwas mehr wusste Landwirt Werner Traudt, der der Kommission angehört, die sich um das Flurbereinigungsverfahren nach dem Bau der Ortsumgehung kümmert. „Die Wartbaumstraße wird im Zuge der Flurbereinigung saniert. Der Auftrag an eine Baufirma soll bereits erteilt worden sein. Solange werden vom Bauhof nur Arbeiten zur Verkehrssicherung durchgeführt“, so Traudt. Trotzdem schlug der Ortsvorsteher einen Ortstermin mit der Stadtverwaltung vor, zu dem auch eine Prioritätenliste der Sanierungsarbeiten erwartet wird.

(Jürgen W. Niehoff)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema