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Nidderau: Land Hessen ehrt Feuerwehr Heldenbergen

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Von: Jan-Otto Weber

Auszeichnung zum „Tags des Ehrenamts“ für verdiente Einsatzkräfte des Landes: Landtagsabgeordneter Christoph Degen (SPD, von links), Stadtbrandinspektor Christopher Leidner, Wehrführer Torsten Seifried, Innenminister Peter Beuth (CDU), Mike Fieber und Tizian Schuster vom Organisationsteam und Bürgermeister Andreas Bär (SPD).
Auszeichnung zum „Tags des Ehrenamts“ für verdiente Einsatzkräfte des Landes: Landtagsabgeordneter Christoph Degen (SPD, von links), Stadtbrandinspektor Christopher Leidner, Wehrführer Torsten Seifried, Innenminister Peter Beuth (CDU), Mike Fieber und Tizian Schuster vom Organisationsteam und Bürgermeister Andreas Bär (SPD). © PM

Im Rahmen des „Tags des Ehrenamts“ für verdiente Einsatzkräfte des Hessischen Brand- und Katastrophenschutzes in Schlangenbad hat Innenminister Peter Beuth am Wochenende die Katastrophenschutzpreise 2020 und 2021 verliehen. Mit dem ersten Preis für das Jahr 2020 wurde die Freiwillige Feuerwehr Heldenbergen geehrt.

Nidderau – Die Wehr habe laut Begründung eine besondere Katastrophenschutzübung durchgeführt, die gleiche mehrere Aspekte erfüllen sollte: „Zum einen die Konfrontation und Abarbeitung einer lang anhaltenden Einsatzsituation, zum anderen die Heranführung an Mustereinsatzpläne und auch die Festigung der sozialen Gemeinschaft innerhalb der gesamten Mannschaft. Hierzu wurden zahlreiche Vorbereitungen getroffen, eine interessante und aufschlussreiche Durchführung bewältigt und eine Vielzahl von Informationen gewonnen.“

Aufgrund der Begleitung der Veranstaltung in den sozialen Medien habe diese Übung über die Stadtgrenze hinaus, auch Beachtung in anderen Feuerwehren gefunden, so das Innenministerium. „Wir sind stolz und freuen uns über die Auszeichnung“, äußerte sich Heldenbergens Wehrführer Torsten Seifried zum Gewinn des Katastrophenschutzpreis des Landes Hessen. „Eine tolle Würdigung“, ergänzt Nidderaus Bürgermeister Andreas Bär.

Thema „Stromausfall“ der Großübung hoch aktuell

Wie Seifried anlässlich der Preisverleihung im Freizeitpark Taunus Wunderland weiter erläuterte, war ein weiteres Ziel der bereits im Oktober 2019 großangelegten, stundenlangen Katastrophenschutzübung, die Einsatzkräfte auf solche Großschadensereignisse vorzubereiten und zu sensibilisieren. „Weiterhin sollte die Leistungsbereitschaft bei schwerwiegenden Unwetterereignissen sowie die Handhabung und Bewältigung derart großer Lagen getestet werden“, so Seifried.

Die Verantwortlichen bewiesen damals – wenn auch unbewusst – Weitblick, denn zu dem Zeitpunkt dachte noch niemand an eine Corona-Pandemie oder den Ukraine-Krieg. Erst am vergangenen Donnerstag hatten die Nidderauer Stadtverordneten über die Energiesicherheit beraten.

Ein Organisationsteam, bestehend aus Saskia Krüger, Celina Seifried, Mike Fieber, Nils Kopmann, Tizian Schuster, Christopher Leidner sowie dem Wehrführer Torsten Seifried planten und organisierten diese Katastrophenübung monatelang. „Um die Übung dann so realitätsnah wie nur möglich zu gestalten, wurden sogar extra Wetterkarten, Unwetterwarnungen oder Nachrichtenticker mit "Live-Bildern" von einem Schneechaos erstellt“, erinnert sich Stadtbrandinspektor Leidner.

Auszeichnung zum „Tags des Ehrenamts“ für verdiente Einsatzkräfte des Landes: Landtagsabgeordneter Christoph Degen (SPD, von links), Stadtbrandinspektor Christopher Leidner, Wehrführer Torsten Seifried, Innenminister Peter Beuth (CDU), Mike Fieber und Tizian Schuster vom Organisationsteam und Bürgermeister Andreas Bär (SPD).
Innenminister Peter Beuth (CDU) überreichte Urkunde und Trophäe an die Feuerwehr Heldenbergen. © PM

Es galt eine Vielzahl von Einsatzstellen abzuarbeiten und die eigene Infrastruktur aufrecht zu erhalten. Denn kurz nachdem sich die Technische Einsatzleitung im Feuerwehrhaus organisiert hatte, wurde der Strom abgestellt. Nun galt es zunächst, das bereits vorhandene Notstromaggregat in Betrieb zu nehmen. Nicht nur benachbarte Feuerwehren, sondern auch die Verwaltung der Stadt Nidderau zog ihre Schlüsse aus der damaligen Übung. „Das Rathaus nahm die Angelegenheit ernst, erkannte hierdurch die Notwendigkeit und investierte im Anschluss in weitere Notstromgeräte sowie eine mobile Tankstelle“, berichtet Leidner. Das Notstromkonzept wurde so bereits 2021 vollständig bei der Feuerwehr Nidderau umgesetzt.

Innenminister Beuth: Vorreiter für aktuelle Energiekrise

„Durch ihre Übung waren sie Vorreiter“, dankte Innenminister Beuth dem Organisationsteam aus Heldenbergen. Es gäbe immer noch Kommunen, so Beuth, die nun kurz vor der vermeintlichen Gaskrise Notstromaggregate beschaffen wollen und sich dann wundern, dass die Lieferzeit fast zwei Jahre dauere und die Preise exorbitant hoch seien.

Die Preisverleihung für die Wehr Heldenbergen sollte ursprünglich im Jahr 2020 stattfinden, wurde jedoch pandemiebedingt verschoben. Neben dem Katastrophenschutzpreis verlieh Beuth am Samstag auch Einsatzmedaillen an rund 2000 hessische Einsatzkräfte, die im vergangenen Jahr auf Befehl des Landes in Griechenland bei der Bekämpfung der dortigen Waldbrände im Einsatz waren, darunter auch Kräfte aus Bruchköbel.

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