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Nidderau: Klimaschutzmanagerin präsentiert CO2-Bilanz im Umweltausschuss

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Von: Jan-Otto Weber

Präsentiert die CO2-Bilanz der Stadt: Klimaschutzmanagerin Dr. Carola Pritzkow.
Präsentiert die CO2-Bilanz der Stadt: Klimaschutzmanagerin Dr. Carola Pritzkow. © PM

Welchen Einfluss haben private Haushalte, Verkehr, Stadtverwaltung und die lokale Wirtschaft auf die Freisetzung von Treibhausgasen wie beispielsweise CO2?

Nidderau – Ergebnisse zu dieser Frage präsentierte kürzlich die städtische Klimaschutzmanagerin Dr. Carola Pritzkow im Ausschuss für Umwelt, Jugend und Soziales. Eine wesentliche Erkenntnis aus der Nidderauer Bilanz ist laut einer Mitteilung, dass im Jahr 2020 etwa 40 Prozent des CO2-Ausstoßes durch private Haushalte und weitere 30 Prozent durch den Verkehr verursacht wurden. Diese insgesamt 70 Prozent entsprechen 68 165 Tonnen freigesetztem CO2 in 2020.

In den privaten Haushalten ist die oftmals aus Heizöl generierte Raumwärme die Hauptquelle des hohen CO2-Ausstoßes, während im Verkehr Diesel und Benzin für die private Pkw-Nutzung zu der hohen Freisetzung an CO2 führen. „Dass es sich hier um erhebliche CO2-Mengen handelt, kann ein Beispiel verdeutlichen“, erklärt Pritzkow. „Ein Buchensetzling braucht im Schnitt 80 Jahre um nur eine Tonne CO2 wieder aus der Atmosphäre zu entfernen.“

Erster Stadtrat Rainer Vogel (Grüne) betont, dass der Klimaschutz nur gemeinsam gelingen kann und neben dem kommunalen Engagement auch die Bürger gefordert sind. So gibt es aktuell schon über 500 registrierte Photovoltaik-Anlagen in Nidderau, die zusammen die CO2-Freisetzung um etwa 5735 Tonnen pro Jahr reduzieren. Die Ergebnisse der CO2-Bilanz zeigen, wie wichtig die Rolle der Bürger ist, um den CO2-Ausstoß erfolgreich zu reduzieren, stellt die Stadtverwaltung fest.

Grüne sehen Stadt auf gutem Weg

Die Grünen Nidderau sehen die Passivhausbauweise in der neuen Mitte und die gestartete Energieberatung für Immobilienbesitzer als wichtige Schritte zu mehr Klimaschutz. Der aktuelle Haushalts-Entwurf sehe weitere Investitionen in den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen, aber auch die Sanierungen der kommunalen Gebäude und Heizungen vor.

„Im Verkehrssektor ist der Ausbau des Fuß- und Radverkehrs und des ÖPNV die klimafreundlichste Alternative zum Auto“, so die Grünen. Die Nidder-Querung und die Erstellung des Radverkehrskonzeptes hätten dabei höchste Priorität.

Im Bereich ÖPNV werde die Möglichkeit eines kostenlosen Nidderauer Busverkehrs auf Initiative des AK Nahmobilität geprüft. Der Ausbau und die Elektrifizierung der Niddertalbahn ist in der Umsetzung und auch die Strecke Hanau–Gießen biete viel Entwicklungspotential. Zudem sehe der Nahverkehrsplan MKK eine weitere Buslinie in den Frankfurter Osten mit Start am Bahnhof Nidderau vor.

Workshops für Bürger, Vereine, Unternehmer und Politik

Wer Interesse an weiteren Informationen hat oder sich im Klimaschutz beteiligen will, kann die städtischen Workshops zum Thema Klimaschutz besuchen. Alle Bürger, Vereine, Gewerbetreibende und die Politik sind zur Teilnahme an den Dienstagen, 31. Januar und 21. Februar, eingeladen. Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen finden Interessierte im Internet. (jow)

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