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Nidderau: Freibadsaison im Nidderbad beginnt erst Ende Mai

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Vor einigen Tagen inspizierten Betriebsleiter Harald Rühl (rechts) und sein designierter Nachfolger Robert Weniger den Edelstahlboden des großen Beckens des Nidderbads, das am 31. Mai seinen Außenbereich öffnet.
Vor einigen Tagen inspizierten Betriebsleiter Harald Rühl (rechts) und sein designierter Nachfolger Robert Weniger den Edelstahlboden des großen Beckens des Nidderbads, das am 31. Mai seinen Außenbereich öffnet. © Thomas Seifert

Die Sonne strahlt am Himmel, doch die Wasserratten müssen sich noch etwas gedulden, bis der Freibadbereich des Nidderbads öffnet. Am Dienstag, 31. Mai, ist es dann soweit, dann ist auch am Tag zuvor das Hallenbad zum letzten Mal geöffnet, wo noch die letzten Schwimmkurse beendet werden, was auch ein Grund für die spätere Öffnung des Freibads gewesen sei, so Betriebsleiter Harald Rühl im Gespräch mit dieser Zeitung.

Nidderau – Beim Ortstermin ist auch Robert Weniger dabei, der seine Lehre 1994 im Nidderbad begonnen hatte und – nur unterbrochen durch die Zeit bei der Bundeswehr – seither für die Stadt im Bad tätig ist: „Ich gehöre inzwischen zum Inventar.“ Er ist der designierte Nachfolger von Harald Rühl, der seit 1980 für das Bad verantwortlich ist. Ende Oktober geht er in den Ruhestand.

Die Badegäste erwartet nichts grundlegend Neues im Freibad, immerhin wurde das gesamte Gelände auf Vordermann gebracht und der teilweise lädierte Rasen der Liegewiese neu eingesät. Nach der Beckenreinigung der seit 2001/2002 mit Edelstahl ausgekleideten Schwimmer- und Nichtschwimmerbereiche wird gerade das Wasser wieder eingelassen. Immerhin fasst das Becken rund 1900 Kubikmeter. Wie in den vergangenen Jahren werden sich die Badegäste bei einer Temperatur von 23 Grad tummeln. Zunächst ist die Sonne für die Aufheizung zuständig, sollte sie nicht genügen, wird nachgeholfen. Im Kinderbecken liegt die Temperatur allerdings zwei bis drei Grad höher, fügt Rühl hinzu.

Keine Preissteigerung vorgesehen

Nachdem auch die Wasseraufbereitung mit ihrem Anschwemmfilter wieder in Betrieb genommen und die Chlorung – „am sichersten gegen Keime und am kostengünstigsten“ – eingestellt ist, kann der Badespaß beginnen. Preisänderungen beim Eintritt sind bislang nicht vorgesehen, allerdings, prognostiziert Harald Rühl, werde sich das vermutlich für die nächste Saison ändern, wenn die Teuerung der Energiekosten voll durchschlage.

Das Nidderbad besitzt seit 1997 ein Blockheizkraftwerk. Das heißt, Wärme und Strom werden auf der Basis von Gas selbst produziert. Bis zum Betriebsstart wird auch wieder die Rutsche, die vom Freibereich als auch von der Halle aus benutzt werden kann, wieder nutzbar sein. Dort musste eine defekte Pumpe repariert werden, was seine Zeit dauerte, erklärt Weniger. Für die Freibadgäste wird wieder der Kiosk mit Eis und Getränken geöffnet, zudem gibt es an einem Imbissstand das übliche Angebot an Freibad-kompatiblem Essen.

Parallelöffnung mit Hallenbad kurzfristig nicht möglich

Zur Forderung der Freien Wähler (FWG), das Hallenbad zur Weiterführung von Schwimmkursen und des Vereinssports parallel zum Freibadbereich geöffnet zu lassen, meint Rühl, man hätte dafür bereits Anfang des Jahres verbindliche Verträge mit einem Dienstleister für Aufsicht und Reinigung abschließen müssen. Und das in einer Zeit, in der die Inzidenz täglich gestiegen sei.

2020 habe man schlechte Erfahrungen und finanzielle Verluste gemacht, als das Virus plötzlich um sich griff und man das Bad komplett schließen musste. Jetzt bekomme man keine Leute mehr, „der Arbeitsmarkt in diesem Bereich ist leer“, stellt Rühl fest. Außerdem könne man während der Sommerschließung nicht nur nach einem aufgetretenen Leck im Lehrbecken suchen und dieses abdichten, sondern bei Schlechtwetter mit der eigenen Mannschaft alle notwendigen Arbeiten erledigen, damit das Hallenbad ohne Schließzeit zum Ende der Freiluftsaison übergangslos wieder betriebsbereit sei. (Von Thomas Seifert)

Keine Corona-Einschränkung mehr

Das Freibad öffnet am Dienstag, 31. Mai. Seit dem 2. April gelten keine 3G-Regelung und keine Maskenpflicht mehr im Nidderbad. Im eigenen Interesse wird empfohlen, in Gedränge-Situationen und überall dort, wo Abstände nicht eingehalten werden können, eine Maske zu tragen. Die Besucherzahlenbegrenzung und das Schwimmen im Kreisverkehr wurde ebenfalls aufgehoben. Außerdem gibt es keinen verpflichtenden Onlineticketkauf mehr. Eintrittskarten können wieder regulär an der Personalkasse erworben werden. Das Angebot des Onlinetickets kann weiterhin genutzt werden. Einlass ist von 8 bis 20 Uhr. Badeschluss ist um 20.40 Uhr, Betriebsende um 21 Uhr. (jow)

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