Etwa 20 Feuerkünstler boten gemeinsam mit dem Sinfonischen Blasorchester SiBo eine magische Vorführung. Foto: Pauly

Nidderau

"Nacht im Labyrinth" schließt Kunst-Mais 2016 ab

Nidderau. Eine bravouröse Abschlussveranstaltung des „Kunstmais 2016“ auf der „Kulturhöhe Nidderau“ feierten die Organisatoren vom Freundeskreis Hof Buchwald mit weit mehr als den zu erwartenden Besuchern.

Von Andrea PaulyBei der „Nacht im Labyrinth“ konnten die Gäste, begleitet von Trommelklängen, das bunt illuminierte Maisfeld voller Kunst noch einmal erkunden bevor das Feuertheater „Sancto Petrolio“ unter der Leitung von Anja Frieda Parré und das Sinfonische Blasorchester SiBo mit Dirigent Florian Neumann ein bezauberndes Zusammenspiel von Feuer, darstellendem Spiel und Musik boten.Freundeskreis Hof Buchwald zeigte sich sehr zufriedenAuf dem Biobauernhof der Familie Vogel fand nun bereits zum neunten Mal seit 2001 der beliebte mehrwöchige Kunst-Mais mit einem vielseitigen Rahmenprogramm statt. 16 ausdrucksstarke und oftmals sozialkritische Kunststationen umfasste der mehr als 1,3 Kilometer lange Weg durch das Maislabyrinth.Pfarrer Otto Löber und Dr. Heike Lasch, die Vorsitzenden des Freundeskreises Hof Buchwald, zeigten sich in ihrer Begrüßung höchst zufrieden mit der diesjährigen Veranstaltung und bedankten sich bei allen Künstlern, Helfern, Sponsoren und im besonderen bei den Eheleuten Vogel, deren Engagement sich noch lange nicht darin erschöpfte, ein Maisfeld bereit zu stellen.Theater, Poesie, Feuer und Musik, die Geschichten erzähltDas alles verband Anja Frieda Parré auch bei dieser Inszenierung zu einem magischen und träumerischen Kunstwerk mit temperamentvoll leidenschaftlichen Elementen, umrahmt von den Klängen der Livemusik des Sinfonischen Blasorchesters, die von „Music“ (John Miles) bis zur Titelmelodie der bekannten Serie „Game of Thrones“ (Ramin Djawadi) reichte.Seit mehr als zwanzig Jahren widmet sich Parré dem Feuertheater. „Sancto Petrolio“, das mit dem hier gezeigten Feuermärchen sein 20-jähriges Jubiläum beging, gründete sie mit ihrem Vater Otto Löber.Knapp 20 Feuerkünstler stellten atmosphärisch dicht und berührend die Geschichte eines jungen Komponisten (Christian Heckl) und seiner Liebe zum Abendstern (Michaela Remmel-Heckl) dar. Am Ende gab es tobenden Applaus für dieses wahre Fest der Sinne.Finale bevor die Häcksler kommenPersonalisierte Regenschirme von den Darstellern gab es für Löber und Parré, weil die beiden ihre Künstler „nie im Regen stehen lassen“ und als Zugabe ein ABBA-Medley vom SiBO.Am Sonntag konnten schließlich bei einer Versteigerung einzelne Kunstwerke aus dem Mais erworben werden. Um 18 Uhr findet der Abschlussgottesdienst mit Pfarrer Löber statt. Dann heißt es endgültig Abschied nehmen vom Kunst-Mais, bevor die Maishäcksler kommen und die Pflanzen zu Tierfutter verarbeiten.

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