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Karl-Willi Becker hat bisher 75 Liter gespendet

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Karl-Willi Becker aus Nidderau hat bisher 150-mal Blut gespendet. Foto: Bongartz
Karl-Willi Becker aus Nidderau hat bisher 150-mal Blut gespendet. Foto: Bongartz

Nidderau. Es ist eine besondere Leistung, die Karl-Willi Becker in den vergangenen 47 Jahren erbracht hat. Ganze 150-mal hat er in dieser Zeit Blut gespendet – das sind zusammengerechnet 75 Liter. Eine Menge Lebenssaft also, die sicherlich dem ein oder anderen Mitmenschen das Leben gerettet hat.

Von Fred Bongartz

„Karl-Willi Becker hat sage und schreibe die 150. Blutspende absolviert, das sind 75 Liter Blut, die er zum Wohle seiner Mitmenschen gespendet hat“, so der kurze Bericht des DRK Nidderau. Becker erhielt eine Ehrennadel, eine Urkunde und ein Weinpräsent. Doch all die Ehrungen sind für den 66-Jährigen Nebensache – auch wenn er sich zu seinem jüngsten „Jubiläum“ etwas mehr Anerkennung gewünscht hätte. Nach seiner Motivation für den Spendeneifer gefragt, meint er bloß: „Ich möchte helfen.“Nur fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung spenden Blut und muss damit den kompletten Bedarf decken. „Jeder, der Blut spenden kann und es nicht tut, sollte einmal darüber nachdenken, dass er selbst eventuell einmal im Notfall oder durch Krankheit auf die Spendenbereitschaft anderer angewiesen sein könnte“, findet Becker. Seine erste Blutspende war im Jahr 1969.Halbes Hähnchen in BruchköbelSeit dem ist er regelmäßig dabei und hat bisher also 75 Liter Blut gespendet. Besonders auf die Ernährung achtet Becker dabei nicht. „Es kommt zwar viel Obst und Gemüse auf den Tisch“, sagt er, „aber nicht extra im Hinblick auf das Blutspenden.“ Gespendet hat Becker schon in einigen Orten der Umgebung. „Hinterher gibt es immer einen Imbiss, und der ist von Ort zu Ort verschieden, aber in den jeweiligen Orten doch seit Jahren immer gleich“, stellt er schmunzelnd fest.„Als ich noch in Hanau gearbeitet habe, bin ich immer nach Bruchköbel zum Spenden gegangen“, erinnert er sich. Das lag auf seinem Heimweg und dort gab es als Imbiss ein halbes Hähnchen. Besonders originell fand er die Idee in Büdesheim, wo einmal bei einem Termin im Schlosshof gegrillt wurde.Urkunden, Ehrennadeln und eine KleinigkeitGeld gibt es nicht für die Blutspende, das wäre für ihn auch nicht die Motivation gewesen. Für „Spenden-Jubiläen“ gab es wie jetzt in Nidderau immer Urkunden, Ehrennadeln und eine Kleinigkeit. Auch hier tat sich Bruchköbel hervor, denn für die 50. Spende gab es seinerzeit einen Essengutschein über 50 D-Mark, erinnert sich Becker. Bis zu einem Alter von 71 Jahren darf Becker noch spenden. Wenn man von sechs Spenden jährlich ausgeht, die ein Mann leisten darf, sind das 15 Liter Blut. Das Jubiläum zum 175. ist also noch drin.

Die nächste Gelegenheit zum Blutspenden bietet das DRK Nidderau am Freitag, 26. August, von 16.30 bis 20.30 Uhr im Bürgerhaus Ostheim.

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