Der Blick auf die Schotterfläche ist für die Nachbarn bald passé: Nach dem „Wohnpark an der Nidder I“ (Bebauung links) errichtet die Deutsche Reihenhaus AG am Junkernwald in Eichen 27 weitere Wohneinheiten auf dem ehemaligen Gelände von „Jung und Schmitt“. Verena Margraf und Steffen Schomburg vom städtischen Bauamt sowie Bürgermeister Andreas Bär (SPD) wünschen Tobias Strack, Leiter Projektentwicklung, gutes Gelingen.
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Der Blick auf die Schotterfläche ist für die Nachbarn bald passé: Nach dem „Wohnpark an der Nidder I“ (Bebauung links) errichtet die Deutsche Reihenhaus AG am Junkernwald in Eichen 27 weitere Wohneinheiten auf dem ehemaligen Gelände von „Jung und Schmitt“. Verena Margraf und Steffen Schomburg vom städtischen Bauamt sowie Bürgermeister Andreas Bär (SPD) wünschen Tobias Strack, Leiter Projektentwicklung, gutes Gelingen.

Wohnen unterm Storchenhorst

Im „Wohnpark an der Nidder II“ in Eichen baut die Deutsche Reihenhaus AG 27 Einheiten

  • Jan-Otto Weber
    vonJan-Otto Weber
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Noch erstreckt sich auf dem ehemaligen Areal der Schönecker Firma Jung und Schmitt, zwischen Nidder und dem Rohbau des neuen Feuerwehrhauses in Eichen, eine Schotterwüste. Bis vor Kurzem standen hier noch riesige Gewerbehallen. Doch schon in der kommenden Woche sollen die Erdarbeiten zum Bau von 27 Reihenhäusern beginnen.

Nidderau – Analog zum ersten Bauabschnitt auf dem früheren Dillmann-Areal am Junkernwald in Eichen entsteht hier der „Wohnpark an der Nidder II“ des Kölner Unternehmens Deutsche Reihenhaus AG.„Endlich ein freier Blick in die Aue“, schwärmt Bauamtsleiter Steffen Schomburg am Mittwochmorgen beim Ortstermin. „Nun hat das Projekt ‘Wohnpark an der Nidder’ seinen Namen auch verdient.“ Und tatsächlich: Auch Achim Behn und Tobias Strack vom Kölner Projektentwickler zeigen sich beim Blick auf den benachbarten Storchenhorst, in dem die Altvögel gerade ihre Jungen füttern, begeistert.

Vermarktung bereits abgeschlossen

Werbebroschüren mit Naturidyll waren jedoch nicht nötig, um die 27 Wohneinheiten an den Kunden zu bringen. Die Vermarktung der Häuser in drei Ausbaugrößen ist bereits abgeschlossen: Für 85 Quadratmeter zahlen die Käufer 285 000 Euro, 120 Quadratmeter kosten 300 000 Euro. Die größte Variante „Familienglück“ kommt mit 145 Quadratmetern auf 320 000 Euro. Das Endhaus kostet aufgrund des etwas größeren Gartens etwa 20 000 extra.

„Bereits in der Vorphase des Projekts hatten wir rund 400 Käuferanfragen“, berichtet Behn. „Nach dem ersten Bauabschnitt mit 19 Einheiten in unmittelbarer Nachbarschaft ist das Vertrauen der Kunden groß.“

Dass das Unternehmen sich schon vor 20 Jahren auf die Entwicklung von Konversionsflächen spezialisiert habe, sei ein großer Vorteil. So ist die Deutsche Reihenhaus beispielsweise auch im Pioneer Park in Hanau tätig.

Oberste Bodenschicht wurde abgetragen

„Viele Projektentwickler schrecken beim Stichwort Altlasten zurück“, bestätigt Bauamtsleiter Schomburg die Expertise des Unternehmens. „Aber Sie sind mit dem Thema von Anfang an professionell umgegangen.“ So musste im ersten Bauabschnitt immerhin die oberste Bodenschicht ausgetauscht werden. Für den jetzigen Baugrund hatten jedoch die Untersuchungen durch das Regierungspräsidium Darmstadt keine weiteren Bodenbelastungen ergeben.

Bürgermeister Andreas Bär ist es wichtig zu betonen, dass die Häuser immer noch erschwinglich seien. Aus seinem Bekanntenkreis wisse er, dass für Bauvorhaben mit freistehenden Einfamilienhäusern in der Region mittlerweile hohe Hunderttausender-Beträge investiert werden müssten. „Einzelne Häuser aus dem ersten Bauabschnitt werden im Internet bereits jetzt nach wenigen Jahren mit 50 Prozent Aufschlag angeboten“, so Bär.

Schöne Aussicht: Tobias Strack von der Deutschen Reihenhaus schaut hinüber zum benachbarten Storchenhorst. Nachdem die Gewerbehallen gewichen sind, ist der Blick in die Aue frei.

Auch wenn die Variante mit 85 Quadratmetern für ein Reihenhaus recht klein anmute, fänden auch diese Wohnungen ihre Abnehmer. „Vor allem bei der Generation 50 plus“, weiß Achim Behn. „Sobald die Kinder aus dem Haus sind, werden 200 Quadratmeter mit großem Garten schnell zu viel.“

Ab dem Spätsommer sollen die ersten Häuser in modularer Bauweise mit Fertigelementen aus Beton in die Höhe wachsen. Zum Richtfest soll es dann ein kleines Fest für Käufer und Nachbarn geben, wo auch die Pläne für den kleinen Quartiersplatz mit Spielgeräten und die Besucherparkplätze vorgestellt werden. Geheizt werden die Häuser übrigens über eine zentrale Holzpelletheizung. In etwa einem Jahr soll dann der „Wohnpark“ fertiggestellt sein, inklusive der Straßen und Grünanlagen. Dann werden sicher auch die Störche im benachbarten Horst an der Nidder wieder mit dabei sein. (Jan-Otto Weber)

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